Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) würdigte auf ihrer Sitzung vom 2. November 2009 in Bonn die umfassende Weiterentwicklung des von den deutschen Wissenschaftsakademien gemeinsam getragenen Forschungsprogramms und schloss sich damit der positiven Bewertung des Wissenschaftsrates vom Mai dieses Jahres an, der das Programm 2008 umfassend evaluiert hatte.
Die GWK bekräftigte, dass die in den vergangenen Jahren von der Union und den einzelnen Akademien erbrachten Anstrengungen zur Struktur- und Verfahrensänderung zu sehr "positiven Effekten" für das Akademienprogramm geführt hätten, so beispielsweise für dessen enge Anbindung an die universitäre Forschung und für die Qualitätssicherung in dem Programm.
Die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern würdigten nicht nur die Arbeit der vergangenen Jahre, sie beschlossen auch das Akademienprogramm 2010 auf der Grundlage der von der Union der Akademien vorgelegten Planungen und ermöglichen darüber hinaus dem Programm für die darauf folgenden fünf Jahre eine tragfähige Perspektive.
Im nächsten Jahr sollen den 157 Forschungsvorhaben in 202 Arbeitsstellen insgesamt 49,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen einschließlich fünf neuer Vorhaben aus der Musikwissenschaft, der Altphilologie, der Mittelalterlichen Geschichte, der Ägyptologie und der Wissenschaftsgeschichte, die nach dem Beschluss der GWK zum 1. Januar 2010 in das Akademienprogramm aufgenommen werden können.
Die Zuwendungsgeber stellen für die Jahre 2011 bis 2015 in Aussicht, den Pakt für Forschung und Innovation auch auf das Akademienprogramm anzuwenden. Diese besondere Auszeichnung bedeutet eine mehrjährige Planungssicherheit für die Weiterentwicklung des Programms.
"Wir freuen uns sehr, dass das Akademienprogramm als eines der größten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme in Deutschland finanziell an den Pakt für Forschung und Innovation angelehnt werden soll", begrüßte Professor Dr. Günter Stock, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, den Beschluss der GWK. "Diese Perspektive ermöglicht es uns, unsere Arbeit in den Forschungsprojekten entsprechend den Empfehlungen des Wissenschaftsrates auf gewohnt qualitativ hohem wissenschaftlichen Niveau weiterzuführen. Wir danken den Zuwendungsgebern von Bund und Ländern für das der Union und den Akademien entgegengebrachte Vertrauen und sehen hierin eine Bestätigung und Ermutigung für unsere weitere Arbeit".
Von besonderem Interesse bei der Weiterentwicklung des Akademienprogramms ist für Bund und Länder die Ausarbeitung und Implementierung eines Gesamtkonzepts für die Digitalisierung und langfristige elektronische Zugänglichkeit der Forschungsergebnisse aus dem Akademienprogramm. Des Weiteren wird die Akademienunion in Kürze ein Dachkonzept für die Weiterqualifizierung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forschungsprojekte erarbeiten, um diesen zukünftig bessere berufliche Perspektiven für Tätigkeiten auch außerhalb des Akademienprogramms zu ermöglichen.
Die fünf Neuprojekte 2010 sind:
- Edition der Briefe Robert und Clara Schumanns mit Freunden und Künstlerkollegen (Sächsische Akademie)
- Runische Schriftlichkeit in den germanischen Sprachen (Akademie zu Göttingen)
- Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle (Heidelberger Akademie)
- Der Tempel als Kanon der religiösen Literatur Ägyptens (Heidelberger Akademie)
- Online-Ausgabe der Werke Johann Friedrich Blumenbachs (Akademie zu Göttingen)
Ihre Ansprechpartner
Dr. Annette Schaefgen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, Tel. 030 / 325 98 73 -70
E-Mail: schaefgen@akademienunion-berlin.de
Bärbel Lange, M.A; Koordinatorin des Akademienprogramms, Tel. 06131 / 21 85 28-17, E-Mail: baerbel.lange@akademienunion.de
Die Union der deutschen Akademien der Wissenschaften ist die Dachorganisation von acht Wissenschaftsakademien, die sich zur Umsetzung gemeinsamer Interessen zusammengeschlossen haben. Mehr als 1600 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen verschiedenster Fachrichtungen, die zu den national und international herausragenden Vertretern ihrer Disziplinen gehören, sind unter dem Dach der Akademienunion vereint. Die Union koordiniert das "Akademienprogramm", das eines der größten und bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Forschungsprogramme der Bundesrepublik Deutschland darstellt.
Die Union fördert die Kommunikation zwischen den Akademien, betreibt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und organisiert Veranstaltungen über aktuelle Probleme der Wissenschaft. Die Akademienunion kommuniziert mit Wissenschaftsorganisationen des In- und Auslandes und entsendet Vertreter in nationale und internationale Wissenschaftsorganisationen.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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