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09.11.2009 15:05

Ein Glücksfall für die RUB und die Region: Ruhr-Universität ehrt Prof. Paul Mikat

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Er war genau zur richtigen Zeit im richtigen Amt und ein "Macher": Prof. Paul Mikat, inzwischen 84-jähriger Emeritus der RUB. Für seine herausragenden Verdienste um den Aufbau und die Entwicklung der Universität - und damit auch für die Bildungs- und Forschungsregion Ruhr - verleiht ihm die RUB am kommenden Freitag, 13. November die Ehrenbürgerwürde (ab 11 Uhr, Audimax, Großer Saal). Die Ehrung ist eingebettet in das bunte und vielfältige Programm der 10. Akademischen Jahresfeier. Alle Interessierten und die Medien sind herzlich willkommen.

    Bochum, 09.11.2009
    Nr. 359

    Ein Glücksfall für die RUB und die Region
    Jahresfeier: Ruhr-Universität ehrt Prof. Paul Mikat
    Buntes Programm im Audimax: Preise, Ehrungen und neues CD

    Er war genau zur richtigen Zeit im richtigen Amt und ein "Macher": Prof. Paul Mikat, inzwischen 84-jähriger Emeritus der RUB, trug als Kultusminister des Landes in den 1960er-Jahren maßgeblich dazu bei, dass die erste Universität des Ruhrgebiets in Bochum errichtet wurde. Von Anfang an setzte er sich für den Standort ein, seit der Gründung 1965 bis 1990 war er Professor an der Juristischen Fakultät. Für seine herausragenden Verdienste um den Aufbau und die Entwicklung der Universität - und damit auch für die Bildungs- und Forschungsregion Ruhr - verleiht ihm die RUB am kommenden Freitag, 13. November die Ehrenbürgerwürde (ab 11 Uhr, Audimax, Großer Saal). Die Auszeichnung mit einer Laudatio von Altrektor Prof. Kurt Biedenkopf ist der Höhepunkt der zehnten Akademischen Jahresfeier der RUB. Die Feier ist öffentlich, alle Interessierten und die Medien sind herzlich willkommen.

    Programm im Internet

    Das Programm der Akademischen Jahresfeier steht im Internet unter
    http://www.rub.de/jahresfeier

    Mikat I und II, die Mikätzchen und die Zeiteinheit Mikat

    Von der Bildungs- bis zur Kohlepolitik, von Lehre und Forschung bis zum Bundestagsabgeordneten: Das Wirken Mikats in Wissenschaft und Politik war außerordentlich breit. Auf Landes- wie auf Bundesebene löste der "Vater der Mikätzchen" Probleme auch mal auf unkonventionelle, pragmatische Weise. Er schloss zum Beispiel zahlreiche "Zwergschulen" in NRW und bekämpfte den Lehrermangel kurzerhand durch Sonderkurse zur Ausbildung von Hilfslehrerinnen ("Mikätzchen"). In seine Amtszeit fiel die Gründung von vier Universitäten in NRW, darunter die Errichtung der ersten im Revier. Mikat beschleunigte den Aufbau der RUB erheblich und packte zu. Als NRW-Kultusminister von 1962 bis 1966 ging er "mit so viel Elan an die neue Aufgabe heran, dass in seinem Ministerium ein 'Mikat' bald als Synonym für die Zeiteinheit zwischen zwei Erlassen verwendet wurde", schreibt der Historiker Dr. Hans Stallmann in seiner Dissertation über die Gründung der RUB ("Euphorische Jahre"). Parallel zur Bildungsoffensive jener Zeit beschäftigte sich Mikat kompetent und weitsichtig mit dem Strukturwandel und der Zukunft der Kohle in der Region. So leitete er sowohl für die Landes- wie auch die Bundesregierung zwei Kohlekommissionen (Mikat I und II), um Vorschläge zu erarbeiten zur Neuausrichtung der deutschen Kohlepolitik. Paul Mikat, am 10. Dezember 1924 in Scherfede (Ostwestfalen) geboren, gehörte von 1969 bis 1987 dem Deutschen Bundestag an.

    Parkour, Tanz und Auszeichnungen

    Die Ehrung von Paul Mikat ist eingebettet in ein buntes und vielfältiges Programm: Zu sehen gibt es unter anderem einen Film über den Trendsport "Parkour" auf dem Campus, der sich dafür bestens eignet, sowie eine Tanzperformance von Tanzstudentinnen der Sportwissenschaft. Rektor Prof. Elmar Weiler stellt anlässlich der Feier das neue Erscheinungsbild - Corporate Design (CD) - der Universität vor (weitere Informationen dazu folgen am Veranstaltungstag). Die besten Absolventinnen und Absolventen des vergangenen Jahres aus allen 20 Fakultäten werden ausgezeichnet mit den "Preisen an Studierende", das Rektorat vergibt den Lore-Agnes-Preis 2009 für hervorragende, innovative Projekte der Frauen- bzw. Gleichstellungsförderung. Im Anschluss an die Feier im Großen Saal werden im Audimax-Foyer die Sieger des Fotowettbewerbs "Unsere RUB" und des Wettbewerbs "Lehrreich" mit ihren neuen und pfiffigen Lehr- und Lernkonzepten gekürt. Die Veranstaltung moderiert der Historiker und Bochumer Absolvent Dr. Tillmann Bendikowski.

    Weitere Informationen

    Dr. Martina Hoffmann, Universaal, Tel. 0234/32-28007, -29576, E-Mail: martina.hoffmann@uv.rub.de

    Redaktion: Jens Wylkop


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Personalia
    Deutsch


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