idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
11.11.2009 10:39

100 Jahre LMU-Kunstgeschichte: Symposium zum Jubiläum des Instituts

Luise Dirscherl Stabsstelle Kommunikation und Presse
Ludwig-Maximilians-Universität München

    Das Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München wird 100 Jahre alt - und veranstaltet vom 12. bis 14. November ein internationales Symposium zur Feier des Jubiläums. Gegründet 1909 hat es sich zu einem der größten und renommiertesten kunstgeschichtlichen Seminare in der Bundesrepublik entwickelt. Mit über 900 Studenten, über 80 Doktoranden, zwei Lehrstühlen, vier Spezialprofessuren und einer großen Zahl wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter zählt das Institut für Kunstgeschichte der LMU zu den größten seines Faches im deutschsprachigen Raum.

    Seinen Studierenden ermöglicht es eine breite Ausbildung in europäischer und islamischer Kunstgeschichte. Seit 1909 habilitierten sich 57 Nachwuchswissenschaftler hier, über 900 erwarben ihren Doktortitel im Fach Kunstgeschichte. Zahlreiche Honorarprofessoren, außerplanmäßige Professoren und Lehrbeauftragte ergänzten das Curriculum.

    Geprägt wurde das Institut von Lehrstuhlinhabern wie Berthold Riehl, der als erster Ordinarius ab 1909 mit seinen Arbeiten zur bayerischen Kunstgeschichte einen Schwerpunkt des Instituts begründete, oder dem Schweizer Heinrich Wölfflin, dessen besonderes Interesse der Kunst Italiens galt. Ab 1950 gab Sedlmayr Ordinarius seinen kunsthistorischen Ansatz einer Strukturanalyse an die Studierenden weiter; auf seine Initiative hin wurde zudem ein zweiter Lehrstuhl mit Schwerpunkt auf der Kunst Bayerns eingerichtet. Anschließend, von 1965 bis 1979, wurde das Institut unter Wolfgang Braunfels erneut zu einem Ort der Italienforschung. Dieses sollte auch bei Hans Belting - von 1980 bis 1994 - immer wieder in den Blick rücken.

    Mehrfach wechselte das Institut seinen Standort: Begann das kunsthistorische Seminar in einem Erweiterungsbau der LMU, konnte es 1974 in ein Gebäude des Jugendstilarchitekten Richard Riemerschmidt in der Georgenstraße ziehen. Sanierungsbedarf und die anwachsende Bibliothek machten 2008 einen erneuten Umzug in die Zentnerstraße 31 nötig. Den Kern des Instituts bildet eine Bibliothek. Um diese gruppieren sich eine Diathek mit 250.000 Diapositiven sowie eine umfangreiche graphische Sammlung.

    Seit einiger Zeit öffnet sich das Institut verstärkt globalen Aspekten von Kunst- und Bildwissenschaften. Dies zeigt sich auch durch eine Professur für Islamische Kunstgeschichte: Im Gegensatz zu anderen Universitäten ist dieses Fach nicht bei den Orientwissenschaften angesiedelt. Heute umfasst das Institut für Kunstgeschichte, angesiedelt beim Department für Kunstwissenschaften, insgesamt drei Lehrstühle. Traditionell besteht eine intensive Kooperation mit den Münchner Museen und Sammlungen sowie mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Zudem ist das Institut wesentlich an dem neuen "Munich Arts Research Center" der LMU und dessen Schwerpunkt "Global Art" wie auch dem strukturierten Promotionsprogramm ProArt beteiligt.

    Programm des Symposiums

    Zur Feier des 100-jährigen Bestehens richtet das Institut für Kunstgeschichte ein internationales Symposium aus. Vom 12. bis 14. November 2009 diskutieren Kunsthistoriker zum Thema "Horizonte - 'Grundbegriffe' einer globalen Kunst- und Bildwissenschaft". Den öffentlichen Eröffnungsvortrag am Donnerstag, 12. November, 18.30 Uhr, hält Professor Hans Belting, ehemaliger Lehrstuhlinhaber am Institut für Kunstgeschichte, zum Thema "Alte und neue Horizonte der Kunstgeschichte". Der Vortrag findet im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, Hörsaal B 201 statt. An den beiden Folgetagen treffen sich die Teilnehmer des Symposiums im Institut für Kunstgeschichte.

    Weitere Informationen:
    www.kunstgeschichte.uni-muenchen.de/veranst/tagungen/horizonte

    Kontakt:
    Regina Wohlfarth
    Geschäftsstelle des Departments Kunstwissenschaften
    Tel.: 089 / 2180 - 5275
    E-Mail: department.kunstwissenschaften@lrz.uni-muenchen.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Kunst / Design
    regional
    Personalia, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).