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11.11.2009 14:17

Das Leben an der Ruhr um 1590: Studierende gestalten virtuelle Ausstellung

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Akte des Reichskammergerichts gibt Aufschluss über Frühe Neuzeit

    Formal zwar schon in der Neuzeit und nicht mehr im Mittelalter, war das Leben um 1590 jedoch unter anderem noch geprägt von Aberglaube und "Hexenverfolgungen", öffentlichen Hinrichtungen und einer "kleinen Eiszeit". Wie die Menschen an der Ruhr zu jener Zeit lebten, erforschten Studierende der Universitäten Bochum und Duisburg-Essen anhand einer Akte des Reichskammergerichts. Aus dem "Mordfall Lackum" und den Ergebnissen konzipierten die Studierenden eine Online-Ausstellung, unterstützt von RuhrCampusOnline (RCO), der gemeinsamen E-Learning-Plattform der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR).

    Die Ausstellung ist im Internet zu sehen unter
    http://www.ruhr-uni-bochum.de/ng1/DerMordfallLackum/

    Justiz und Alltag am Beispiel Wetter

    "Der Fall Lackum. Justiz und Alltag an der Ruhr um 1590", so der vollständige Titel der Ausstellung, gibt Einblicke in den Alltag der "Freiheit Wetter", insbesondere in den Rechtsalltag der Grafschaft Mark im ausgehenden 16. Jahrhundert, als es das Ruhrgebiet in seiner heutigen geographischen Form noch nicht gab. Unter der Leitung des Lehrstuhlvertreters für Geschichte der Frühen Neuzeit an der RUB, PD Dr. Ralf-Peter Fuchs (LMU München) haben Masterstudierende die Ausstellung in einem Hauptseminar erarbeitet. In zehn Kapitel gegliedert, geht sie auf soziale und politische Verhältnisse wie auch auf die Mentalität der Menschen an der Ruhr zu jener Zeit ein. Darüber hinaus wird deutlich, wie eine Kriminaluntersuchung in einem Mordfall aussah (Bahrprobe, Ermittlungen durch Drost und Richter), welche Strafen auf die vermeintlichen Schuldigen warteten, nicht zuletzt aber auch, welche Möglichkeiten Untertanen des Alten Reiches hatten, um sich gegen eine ungerechte Justiz zur Wehr zu setzen.

    Weitere Informationen

    Priv.-Doz. Dr. phil. Ralf-Peter Fuchs, Ludwig-Maximilians-Universität München, Historisches Seminar, E-Mail: Ralfpeter.Fuchs@lrz.uni-muenchen.de

    Prof. Dr. Anne-Charlott Trepp, Fakultät für Geschichtswissenschaft, Lehrstuhl für neuere Geschichte I (Frühe Neuzeit), Tel. 0234/32-28635, E-Mail: anne-ch.trepp@rub.de

    Redaktion: Jens Wylkop


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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