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12.11.2009 17:02

Koblenzer Biennale der Gewässerkundler

Dipl.-Met. Alfred Hommes Referat Öffentlichkeitsarbeit
Bundesanstalt für Gewässerkunde

    Hydrologen aus dem In- und Ausland ließen auf der Lahn ihre Messboote eichen.

    Ein ungewöhnliches Schauspiel bot sich gestern dem Betrachter im herbstlich verträumten Lahntal bei Kalkofen. Mehr als 50 Messflöße, bestückt mit modernster Wasserschall-Technik und Satellitenortung kreuzten die Lahn. Hydrologen aus ganz Europa hatten sie mitgebracht, um ihre Geräte bei der Koblenzer Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) überprüfen zu lassen. Dazu wurde von den Mini-Flößen gleichzeitig die Wassermenge der Lahn gemessen.

    "Wir ermitteln die Wassermengen der Flüsse. Diese Daten gehen bei der BfG z.B. in Klimamodelle und Hochwasservorhersagen ein. Da ist es wichtig, dass wir international einheitliche Standards und vergleichbare Messdaten haben", erläutert Matthias Adler von der BfG.

    Der Markt für Messgeräte ist international, das Angebot fast unüberschaubar. Für Geräte zur Wassermengenmessung in natürlichen Gewässern gibt es keine Zulassungs- oder Zertifizierungsstellen. Der sogenannte Ringversuch der BfG, bei dem mehrere Geräte parallel messen, soll sicher stellen, dass auch unterschiedliche Systeme vergleichbare Ergebnisse liefern und fehlerfrei arbeiten.

    "Wir benutzen die Stauhaltung Kalkofen als natürlichen Eichkanal", erklärt BfG-Experte Matthias Adler. "Zurzeit sind die Bedingungen auf der Lahn ideal, denn seit dem ersten November sind die Schleusen, wie in jedem Winter, gesperrt. Deshalb werden die Messungen nicht durch den sonst regen Schiffs- und Paddelbootbetrieb beeinträchtigt."

    Die BfG führt seit 1999 alle zwei Jahre eine solche Veranstaltung durch. Der jetzigen sechsten "Biennale" der Hydrologen war auch eine Geräteschau angeschlossen, bei der Firmen aus Europa und den USA Innovationen der Wassermesstechnik präsentierten.

    *************
    weitere fachliche Informationen:
    Matthias Adler, Referat M1 "Hydrometrie und gewässerkundliche Begutachtung", Tel.: 0261/1306-5247, E-Mail: adler@bafg.de


    Bilder

    Das 2-jährliche Treffen der Gewässerkundler bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde findet auch außerhalb Europas Beachtung. Die weiteste Anreise hatten diesmal Teilnehmer aus Korea.
    Das 2-jährliche Treffen der Gewässerkundler bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde findet auch auße ...
    Quelle: Foto: M. Adler/BfG


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geowissenschaften, Umwelt / Ökologie, Verkehr / Transport
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, wissenschaftliche Weiterbildung
    Deutsch


     

    Das 2-jährliche Treffen der Gewässerkundler bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde findet auch außerhalb Europas Beachtung. Die weiteste Anreise hatten diesmal Teilnehmer aus Korea.


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