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17.11.2009 11:45

Emotional aufwühlend: Projekt und Ausstellung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Rudolf Haupt M.A. Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Niederrhein - University of Applied Sciences

    Ein außergewöhnliches Projekt hat Professorin Nora Gummert-Hauser in diesem Semester in ihrem Kurs zum Editorial-Design an der Hochschule Niederrhein gestartet: Die Studierenden setzen sich thematisch und gestalterisch mit Gewalt gegen Frauen auseinander. Den Anstoß dazu gaben die Gleichstellungsbeauftragten Simone Gebhardt-Bürkle und Martina Czernia. Erste Ergebnisse werden in einer Ausstellung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November im Fachbereich Design am Frankenring 20 in Krefeld gezeigt.

    "Für diesen Kurs brauchen die Studierenden Durchhaltevermögen, den inneren Willen zum sozialen Engagement und starke Nerven. Allein schon die Recherche zum Thema macht sicher keine gute Laune ... ihr Gestaltungswille muss groß sein, damit sie die Bilder, denen sie ausgesetzt sind, in eine andere visuelle Sprache überführen können", so Mona Gummert-Hauser.

    Die ersten Visualisierungsideen flossen in Plakate ein, denen eine Publikation folgen wird: Marco Liguori beschäftigt sich mit der Witwenverbrennung in Indien; Miriam Unger und Christina Lukacs recherchieren Frauenhandel und Zwangsprostitution in Osteuropa; Carolin Seel widmet sich den Folgen von psychischer Gewalt; Kerstin Oberdörfer und Iris Maschauer thematisieren die sexuelle Gewalt an Kindern; Alla Valyuzhnykova widmet sich den Folgen der Gewalt in Form von Dissoziativen Identitätsstörungen; Frederike Gorke recherchiert im historischen Kontext die Mysogenie - den Frauenhass; Svenja Lüker betrachtet innerhalb des Themas Vergewaltigung den Blickwinkel der Angehörigen des Opfers; Vanessa Zengerling stellt Nachforschungen an zur "Kleinen Gewalt" (welche Kleinigkeiten, die gemeinhin bedeutungslos scheinen, können im Einzelfall Ängste und Störungen auslösen); Anna Arndt beleuchtet das Thema Vergewaltigung aus Oper und Täterperspektive; Katharina Dobiosch und Sebastian Viehoff recherchieren zur Genitalverstümmelung; Anja Heupel betrachtet Gewalt zwischen Frauen - Mädchengangs; Katharina Marquart untersucht Stalking; Lisa Ketschau versucht sich an einem Überblick zu den verschiedenen Formen der Gewalt an Frauen; José Oliveira recherchiert globalisierte Gewalt am Beispiel der Arbeitsbedingungen von Frauen in Sweat-Shops; Sarah Frank stellt die Gesetzgebung in Indien der Lebensrealität von indischen Frauen gegenüber; Vanessa Weber recherchiert zum sexuellen Missbrauch im Kontext von oft langjähriger Freiheitsberaubung; Krzysztof Michalowski visualisiert Ursachen der Gewalt, wie z.B. Alkoholmissbrauch.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Kunst / Design
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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