idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
24.11.2009 14:54

Bessere Versorgung von Krebspatienten durch psychoonkologische Betreuung

Barbara Riess Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

    Fragen der Integration und Vernetzung stehen im Mittelpunkt der 8. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Onkologie (PSO), die in Kooperation mit der Klinik für Tumorbiologie von 3. bis 5. Dezember in der Aula der Universität Freiburg stattfindet.

    Die PSO vertritt innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft die psychoonkologischen Aspekte einer Krebserkrankung. Sie konnte dazu beitragen, dass die Psychoonkologie in den vergangenen Jahren an Akzeptanz gewonnen hat und sich zunehmend innerhalb der Onkologie als Fachdisziplin verankert. Ziel der Tagung ist es, diesen Prozess weiter zu forcieren und zu festigen, um die Beratung und Behandlung der Krebspatienten kontinuierlich zu verbessern.

    "Wir haben erreicht, dass die psychoonkologische Versorgung mittlerweile in die Organkrebszentren sowie in die onkologischen Zentren integriert werden muss", so Professor Dr. phil. Joachim Weis, Sprecher der PSO und Leiter der Abteilung Psychoonkologie an der Klinik für Tumorbiologie Freiburg. "Umso mehr stellen sich heute Fragen nach der Optimierung von Vernetzung und Integration sowohl im Hinblick auf die verschiedenen Berufsgruppen als auch bezüglich der Schnittstellen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung". Auch im Nationalen Krebsplan der Bundesregierung wird die psychoonkologische Versorgung in verschiedenen Handlungsfeldern als wichtiger Bestandteil thematisiert und es werden Rahmenkonzepte für den weiteren Ausbau erarbeitet. Gemeinsames Ziel dieser Initiativen ist es, dem großen Bedarf an psychoonkologischer Beratung und Behandlung seitens der Krebspatienten gerecht zu werden. Vor diesem Hintergrund wurde auch das diesjährige Tagungsthema gewählt.

    Renommierte Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen referieren zu verschiedenen Schwerpunktthemen, wobei auch Vertreter von Patientenorganisationen einbezogen werden. Die Beiträge beschäftigen sich mit der Entwicklung der psychoonkologischen Versorgung im Akutkrankenhaus, der Bedeutung der Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter psychoonkologischer Versorgung, mit Interdisziplinarität sowie mit der Bedeutung der Psychoonkologie in der Palliativmedizin.

    Eine Podiumsdiskussion bringt verschiedene Vertreter aus den Bereichen Onkologie, Psychosomatik, Psychoonkologie, Seelsorge sowie Patientenorganisationen zusammen, um Probleme der Kooperation und Vernetzung gemeinsam zu diskutieren. Weiterhin werden die Themen Wirkfaktoren psychoonkologischer Interventionen, Komorbidität, Kinder krebskranker Eltern sowie Spiritualität und Krebs übersichtsartig vorgestellt. Darüber hinaus werden in freien Beiträgen aktuelle Forschungsprojekte präsentiert. Als zusätzliches Angebot können nach dem Kongress verschiedene Workshops (Psychoonkologische Gruppentherapien, psychoonkologische Forschungsstrategien, Musiktherapie sowie Screeningverfahren in der psychoonkologischen Praxis) belegt werden, die das wissenschaftliche Programm abrunden.

    Kontakt:
    Prof. Dr. phil. Joachim Weis
    Leiter der Abteilung Psychoonkologie
    Klinik für Tumorbiologie
    Breisacher Str. 117
    79106 Freiburg

    PSO2009@tumorbio.uni-freiburg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.tumorbio.uni-freiburg.de
    http://www.pso-ag.de/main-kongress.htm
    http://Programm als Download unter www.pso-ag.de/main-kongress.htm


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin, Psychologie
    überregional
    Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).