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18.05.2001 14:56

Wege aus der Dienstleistungswüste

Ulrike Bohnsack Presse- und Informationsstelle, Standort Duisburg
Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

    500.000 Mark hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) dem Fachgebiet Personal und Unternehmensführung, Betriebswirtschaftslehre, der Mercator-Universität Duisburg für das Forschungsprojekt "Wissensmanagement in Dienstleistungsprozessen (WiDiProz)" zugesprochen. Das auf zweieinhalb Jahre angelegte Projekt zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland wurde im letzten Monat unter Leitung von Prof. Dr. Margret Wehling gestartet.

    "Wissen ist Macht" lautet ein altbekanntes Sprichwort mit dem Tenor, dass wer über Wissen verfügt, gegenüber anderen im Vorteil ist. Auch aus ökonomischer Sicht rentiert sich Wissen: Als Produktionsfaktor verliert es nicht an Wert und lässt sich zudem kostenlos und weltweit verbreiten. Nun müsste man heute nicht über die Dienstleistungswüste Deutschland lamentieren, hätte dieses Wissen um das Wissen im Dienstleistungssektor stärkeren Eingang gefunden. Wie aber aus der Wüste eine blühende Landschaft machen? Hier könnte die Forschung Wege aufzeigen, und so fördert das BMBF nun einige wenige ausgewählte Projekte auf dem Gebiet "Wissensintensive Dienstleistungen", darunter auch das Duisburger "WiDiProz".

    Wissensintensive Dienstleistungen können verschiedentlich aussehen. So erbringt ein Chemiekonzern mit der Entwicklung eines Arzneimittels eine wissensintensive Dienstleistung. Klassische Anbieter auf diesem Gebiet sind allerdings Banken oder Unternehmensberatungen. Sie wenden das in ihrer Firma verfügbare Kapital "Wissen" an und verkaufen es, etwa in Form einer Beratung.

    Wie wichtig hierbei Wissensmanagement ist, untersucht das Duisburger Projekt. Wesentlich stärker als in anderen Branchen hängt der Erfolg von Dienstleistern nämlich davon ab, wie intern mit der sich stets wandelnden Ressource "Wissen" umgegangen wird. Erfolgreich ist nicht diejenige Firma, in der die Fülle an Informationen am größten ist, sondern in der diese am besten gemanagt wird. So müssen Organisation und Informationstechnologie im Unternehmen darauf abgestimmt sein, dass das Wissen jederzeit von allen Mitarbeitern abgerufen werden kann und es zum Austausch kommt. Zum systematischen Wissensmanagement gehört deshalb die Einrichtung und Pflege eines Wissensnetzes (z.B. Intranet).

    Ziel der Duisburger Wissenschaftler ist es, für die Wirtschaft neue Methoden und Instrumente des Wissensmanagements zu entwickeln. Zwei Doktorarbeiten gehören zum Projekt: Dipl.-Kfm. Thomas Röhling untersucht den Börseneinführungsprozess eines Unternehmens. Dipl.-Wirt.Ing. Matthias Werner richtet seinen Blick dagegen auch auf andere Länder. Er arbeitet an einer international vergleichenden empirischen Studie zum Wissensmanagement in kleinen und mittelständischen Dienstleistungsunternehmen.

    Weitere Informationen: Prof. Dr. Margret Wehling, Tel. 0203/379-1912.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Wirtschaft
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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