Inzwischen hat sich das völlig neue Konzept der Hochschule Lausitz zur Wissenschaftsvermittlung bewährt: Seit dem Projektbeginn im Jahr 2008 bringt der Science on Tour-Bus praktisch erlebbare Wissenschaft in die Schulen der Region. Das Projekt wird von der Agentur für Arbeit, dem Europäischen Sozialfonds und der Hochschule Lausitz finanziert.
Kostenlos kann der Bus mit den didaktisch aufbereiteten Experimenten an die Schulen geholt werden. Im Bus sind nicht nur die Experimente, sondern auch die Mitarbeiter der Hochschule, die mit den Schülern gemeinsam die Experimente und Praktika durchführen.
Um die Experimente möglichst schülergerecht zu gestalten, besteht seit Projektbeginn eine enge Zusammenarbeit mit Schülern und Lehrern aus den Kooperationsgymnasien in Forst und Finsterwalde. Bei regelmäßigen Treffen wird gemeinsam überlegt, wie die Themen umgesetzt und lehrplangerecht und didaktisch aufbereitet werden können. Alle neuen Experimente werden vorab in den Kooperationsgymnasien getestet. Erst wenn das positive Votum der Schüler und Lehrer da ist, gehen die neuen Experimente auf Tour.
Und auch diesmal hat sich das Science on Tour-Team wieder einiges einfallen lassen, um die Schüler für die verschiedenen Wissenschaftszweige zu begeistern. So entwickelte das Team gemeinsam mit dem Masterstudenten Heiner Scharschuh ein Experiment, bei dem eine Farbstoffsolarzelle gebaut wird. In seiner Bachelor-Thesis beschäftigte sich der junge Mann mit der Etablierung von Farbstoffsolarzellensystemen. "Nebenbei entstand die Idee zu dem transportablen Schülerexperiment", sagt er. Dabei präparieren die Schüler eine einfache Solarzelle und können damit am Ende elektrischen Strom erzeugen und Mini-Taschenrechner oder auch einen Soundchip mit Sonnenenergie betreiben. Heiner Scharschuh geht auch mit auf Tour und führt die Schüler gemeinsam mit dem Science on Tour-Team in die Solarzellentechnologie ein.
Weitere interessante Aktivitäten stehen auf dem Programm beziehungsweise gerade noch in den letzten "Praxistests": Beispielsweise können Lego-Roboter programmiert und eine wirklichkeitsgetreue Simulation einer Baustelle durchgeführt werden. Unter anderem wird es eine Luftqualitätsampel geben, die den Kohlendioxidgehalt im Klassenraum misst. Darüber hinaus entwickelt das Team ein Experiment zur Bewegungskoordination im Sport.
"Ich bin ganz begeistert von dem Angebot, die Schüler frühzeitig mit wissenschaftlicher Arbeitsweise und dem Inhalt der Studienfächer an der Hochschule Lausitz vertraut zu machen", sagt Sylvia Freese, Lehrerin am Sängerstadt-Gymnasium Finsterwalde. Bei diesem Treffen führten Professor Dr. Klaus-Peter Stahmann und Professor Dr. Alexander Kaiser in die Studiengänge Biotechnologie und Chemieingenieurwesen ein. Beim anschließenden Rundgang durch die Laborräume der Hochschule staunten Lehrer und Schüler gleichermaßen über die gute Ausstattung und die Studienbedingungen an der Hochschule.
"Es ist irre. Eine Hochschule zum Anfassen - und eine Top-Ausstattung. Auch die lange Zusammenarbeit mit der Hochschule kann ich nur begrüßen", wertet Gudrun Mantwill, Lehrerin am Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst. Begeistert zeigen sich auch Norman Sinnigen und Sarah Langer. Beide besuchen die 12. Klasse des Forster Gymnasiums. "Mir gefällt der offene, unkomplizierte Umgang der Studenten mit den Professoren. Ich könnte mir durchaus vorstellen, hier etwas Naturwissenschaftliches zu studieren", so Norman Sinnigen. Vorerst jedoch profitiert er, wie viele weitere Schüler im Land Brandenburg, von den Angeboten des Science on Tour-Busses.
Der Science on Tour-Bus kann kostenlos von Lehrern gebucht werden. Jana Wieduwilt
Information und Kontakt:
Science on Tour
Hochschule Lausitz (FH)
Sebastian Hänsel
Tel.: 03573 85- 227
Sebastian.Haensel@HS-Lausitz.de
http://www.scienceontourlausitz.de
Professor Dr. Klaus-Peter Stahmann führt die Gäste durch die Labore der Hochschule.
Quelle: Foto: pr
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Schule und Wissenschaft
Deutsch

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