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27.11.2009 09:41

BAföG muss familienfreundlicher werden

Britta Hoffmann-Kobert Bereich Dialog und Veranstaltungen
CHE Centrum für Hochschulentwicklung

    Familienfreundlichere BAföG-Regelungen fordert der best practice-Club "Familie in der Hochschule", ein Zusammenschluss von 8 besonders familienorientierten Hochschulen. Ein Positionspapier konkretisiert Veränderungsvorschläge.

    Studierende Eltern haben organisatorisch und finanziell eine doppelte Beanspruchung zu bewältigen. Über die Hälfte der Studierenden mit Kindern beendet ihr Studium nicht - das ist aus Sicht des best practice-Clubs "Familie in der Hochschule" nicht akzeptabel. Dabei spiele die Frage der Studienfinanzierung eine wesentliche Rolle, also müsse hier für eine stabile Finanzierungsbasis gesorgt werden.
    Die Hochschulen seien ihrerseits in der Pflicht, Rahmenbedingungen, Infrastruktur und Hochschulkultur familienorientiert zu gestalten. Parallel sei aber eine solide Studienfinanzierung elementar, um Hürden für Studierende mit Kindern abzubauen und Studieren mit Kind zum Normalfall werden zu lassen.
    Die Hochschulen des best practice-Clubs fordern daher, die BAföG-Regelungen familienorientierter zu gestalten. So könne stärker als bisher die Aufnahme oder Weiterführung des Studiums trotz Familiengründung ermöglicht werden.

    Insbesondere fordern die acht Hochschulen neben einer generellen Erhöhung des Bedarfssatzes und einer regelhaften Verlängerung der Regelstudienzeit bei Schwangerschaft und Kinderbetreuung,
    - die Altersgrenzen für die Gewährung der Kinderbetreuungszuschläge deutlich anzuheben (zumindest bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres),
    - auch ein teilzeitorientiertes Studium BAföG-förderfähig zu machen (indem optional eine zeitlich gestreckte Inanspruchnahme der Zahlungen ermöglicht wird) und
    - studierenden Eltern die BAföG-Förderung komplett als Zuschuss (und nicht hälftig als Darlehen) zu gewähren.
    Der best practice-Club schlägt vor, dass Studierenden mit Kind für die jeweilige Studienphase (Bachelor- oder Masterstudium) die Darlehensschuld sogar auch rückwirkend erlassen wird.

    Das Programm "Familie in der Hochschule" wurde 2007 von der Robert Bosch Stiftung, dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) initiiert, um die Familienfreundlichkeit deutscher Hochschulen zu verbessern. Ihm gehören acht ausgewählte Hochschulen an, die beispielhafte Praxis für Familie an der Hochschule entwickeln und in die Breite tragen. Diese finden sich regelmäßig im Rahmen des "best practice-Club" zusammen, der gleichzeitig konzeptionell und umsetzungsorientiert arbeitet.

    Zum best practice-Club "Familie in der Hochschule" gehören folgende Hochschulen:
    - die Freie Universität Berlin,
    - die Beuth Hochschule für Technik Berlin,
    - die Friedrich-Schiller-Universität Jena,
    - die Medizinische Hochschule Hannover,
    - die HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen,
    - die Philipps-Universität Marburg,
    - die Fachhochschule Potsdam sowie
    - die Hochschule Wismar.

    Ansprechpartner für dieses Positionspapier: Ulrich Müller

    Geschäftsstelle "Familie in der Hochschule"
    c/o CHE Consult GmbH
    Verler Straße 6
    D-33332 Gütersloh
    Tel.: ++ 49 5241 2117956
    Fax: ++ 49 5241 2117952
    info@familie-in-der-hochschule.de


    Weitere Informationen:

    http://www.familie-in-der-hochschule.de/bafoeg.pdf Positionspapier
    http://www.familie-in-der-hochschule.de Internetseite des best practice-Clubs


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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