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30.11.2009 15:49

Erfolgversprechendes Konzept für die Automobilindustrie

Anette Schober-Knitz Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Biberach

    Wichtige Denkanstöße für die Automobilindustrie gibt der Absolvent der Hochschule Biberach, Michael Braun ( * 1982, Lindenberg/Allgäu). In seiner Master-Thesis beschreibt er beachtliche Einsparmöglichkeiten in der Produktion von Autos. Dabei geht es ihm nicht um den sparsamen Verbrauch des einzelnen Fahrzeugs; sein Fokus richtet sich auf die sparsame Energieversorgung und -verteilung von Produktionsanlagen und der notwendigen Gebäude. Für seine Arbeit wurde er jetzt mit dem AGI-Förderpreis 2009 ausgezeichnet, den die Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. in jedem Jahr vergibt. Der 1. Platz ist mit 3000 € dotiert.

    In Theorie und Praxis untersucht Michael Braun, Absolvent des Studiengangs Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach, in seiner Master-Thesis, wie Synergien zwischen Maschinen- und Gebäudeversorgung entwickelt werden können und gibt Anregungen für ein bisher wenig beachtetes, aber zukunftsfähiges Feld. So schlägt er beispielsweise vor, die Abwärme von Maschinen in den Energiekreislauf der Gebäude einzuspeisen sowie die Kühlung der Werkzeuge zu optimieren, weil sie dann zuverlässiger und damit effizienter funktionieren.

    Prof. Dr.-Ing. Helmut Ast, betreuender Professor an der Hochschule Biberach, sieht die besondere Stärke der Arbeit hierin: sie behandele methodische Aspekte - zum Beispiel die Abstimmung der Produktionsplaner und den Energieplanern - und gebe gleichzeitig ganz konkrete Lösungsvorschläge für einen effizienteren Betrieb der Fabrik. Und auch die Arbeitsgemeinschaft Industriebau würdigt diesen integralen Planungsansatz.

    Ein Beispiel: Wird ein Fahrzeug lackiert, wird es üblicherweise durch ein Tauchlackbecken gezogen; Master-Absolvent Braun beschreibt ein neues Verfahren der Fa. Dürr AG, bei dem die Karosse durch das Tauchlackbecken gezogen, um die eigene Achse gedreht und wieder herausgezogen wird. Das Sparpotenzial liegt klar auf der Hand: Das dafür notwendige Becken kann um die Hälfte kleiner sein als bisher (46 m³ statt 85 m³), es wird weniger Lack benötigt und auf Temperatur gehalten. Allein der Energieverbrauch für das Becken lässt sich damit um 15 Prozent senken.

    Master-Absolvent Michael Braun betrachtet neben dem technischen auch den organisatorischen Prozess einer Fabrikplanung; bezogen auf das genannte Beispiel bedeutet dies: die Halle für das Tauchlackbecken könnte wesentlich kleiner geplant werden. Braun fordert deshalb eine übergeordnete Konzeption, die auch zukünftige Entwicklungen berücksichtigt. Diesem höheren Aufwand in der Startphase der Planung würde eine optimale Gestaltung von Produktion und Gebäude gegenüberstehen - und damit geringere Investitions- und Betriebskosten. Die Bilanz der "Life Cycle Costs", also der Kosten über die gesamte Lebensdauer, falle günstiger aus, ist sich Master-Absolvent Michael Braun sicher.


    Weitere Informationen:

    http://www.hochschule-biberach.de


    Bilder

    Wurde von der Arbeitsgemeinschaft Industriebau für seine Master-Thesis ausgezeichnet: Michael Braun, Absolvent der Hochschule Biberach im Studiengang Gebäudeklimatik.
    Wurde von der Arbeitsgemeinschaft Industriebau für seine Master-Thesis ausgezeichnet: Michael Braun, ...
    Quelle: Foto: HBC/privat


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Energie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Studium und Lehre, Wettbewerbe / Auszeichnungen
    Deutsch


     

    Wurde von der Arbeitsgemeinschaft Industriebau für seine Master-Thesis ausgezeichnet: Michael Braun, Absolvent der Hochschule Biberach im Studiengang Gebäudeklimatik.


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