Spitzenstellung der Jenaer Optikforschung

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11.12.2009 16:48

Spitzenstellung der Jenaer Optikforschung

Dr. Ute Schönfelder Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Zentrum für Innovationskompetenz "ultra optics" der Universität Jena wird weiter gefördert

    Jena (11.12.09) Auf der heutigen Pressekonferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hat Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan die Ergebnisse der Evaluierung des Programms Zentren für Innovationskompetenz (ZIK) bekannt gegeben. Das Programm verfolgt die Zielstellung, die Forschungslandschaft in den Neuen Ländern zu stärken und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft auszubauen. Die Zentren sollen nun dauerhaft etabliert werden. Das BMBF wird den Ausbau der sechs Zentren der ersten Förderphase, darunter des an der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelten Zentrums "ultra optics", für weitere fünf Jahre mit insgesamt 70 Millionen Euro unterstützen.

    "Wir freuen uns über die weitere Förderung", sagt Prof. Dr. Herbert Witte, Forschungsprorektor der Universität Jena. Dies stärke den Forschungsschwerpunkt "Optik, Photonik und photonische Technologien" der Universität und ermögliche dessen kontinuierlichen Ausbau.

    "Ultra optics" ist vor fünf Jahren auf Initiative des Bundes und des Freistaates Thüringen als Zentrum für Innovationskompetenz gegründet worden. Der Sprecher des Zentrums, Prof. Dr. Andreas Tünnermann, betont dabei nicht ohne Stolz: "Von Anfang an war ,ultra optics' durch die Vereinigung von Laserphysik und Nanooptik zu einem transdisziplinären Forschungsgebiet ein Novum in der deutschen Wissenschaftslandschaft." Dass solche unkonventionellen Ansätze zum Erfolg führen können, haben Prof. Tünnermann und seine Kollegen innerhalb der letzten Jahre durch exzellente Forschungsleistungen bewiesen. Heute ist "ultra optics" nicht nur Aushängeschild der Grundlagenforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, sondern ist durch seine Verflechtung mit der Optikindustrie auch zu einem Innovationsmotor der Region geworden. "Ultra optics" setzt dabei einerseits auf die lange Optiktradition der Region und das damit verbundene Know-how etablierter Fachkräfte, bietet aber insbesondere auch jungen Spitzenkräften exzellente Karrierechancen. So arbeiten heute insgesamt sechs junge Forscher als Leiter unabhängiger Nachwuchsgruppen an den spannendsten Themen der Photonik und wagen mit ihren Forschungsergebnissen teilweise sogar die Ausgründung von Firmen mit wirtschaftlicher Selbständigkeit.

    Der Ausbau von "ultra optics" zu einem international führenden Forschungszentrum wird durch die heute beschlossene Förderung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur für weitere fünf Jahre forciert. Das zwischen Wissenschaftlern und Unternehmern abgestimmte Strategiekonzept von "ultra optics" zielt dabei auf die nachhaltige Stärkung des Zentrums in Forschung, Ausbildung und Transfer. Zentrale Handlungsfelder sind eine gezielte Personal- und Investitionspolitik, die Etablierung neuer Studiengänge und die Durchführung strategischer Verbundprojekte mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie. Neben der Weiterentwicklung der Forschungsschwerpunkte Laserphysik und Nanooptik setzt "ultra optics" vor allem auf den Ausbau der Kompetenzen auf dem Gebiet der photonischen Materialien. Eines der Ziele ist hier die breite Nutzbarmachung Kohlenstoff-basierter photonischer Materialien. Dabei sollen z. B. Diamant-basierte Optiken entwickelt werden, um neue Spektralbereiche und Anwendungsfelder für die Optik/Photonik zu erschließen. Die Bearbeitung dieser Thematik erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF.

    Für die Weiterentwicklung der Forschungsinhalte von "ultra optics" ist die Einrichtung von zwei neuen Nachwuchsgruppen sowie weiterer Querschnittsgruppen geplant. Die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses erfolgt über den Ausbau internationaler Studienangebote in der Master- und Doktoranden-Ausbildung an der Abbe School of Photonics.

    Die Finanzierung aller Maßnahmen zum Ausbau des Zentrums "ultra optics" erfolgt in Public-Private-Partnership durch die Friedrich-Schiller-Universität Jena, den Freistaat Thüringen, den Bund, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft und Unternehmen der optischen Industrie.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Andreas Tünnermann
    Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
    Max-Wien-Platz 1, 07743 Jena
    Tel.: 03641 / 947800 und 03641 / 807 201
    E-Mail: andreas.tuennermann[at]uni-jena.de


    Weitere Informationen:

    http://www.ultra-optics.de
    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Prof. Dr. Andreas Tünnermann von der Universität Jena ist Sprecher von "ultra optics".


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