idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
14.12.2009 14:53

Harald Stein erhält Deutsche Krebshilfe Preis 2008

Dr. med. Eva M. Kalbheim Pressestelle
Deutsche Krebshilfe e. V.

    Krebsforscher für richtungweisende Arbeiten über Lymphome gewürdigt

    Bonn (jti) - Die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Dr. Dagmar Schipanski, verlieh heute, am 14. Dezember 2009, im Rahmen einer Feierstunde im Alten Rathaus in Bonn den Deutsche Krebshilfe Preis 2008. Preisträger ist Professor Dr. Dr. h.c. Harald Stein, Direktor des Instituts für Pathologie der Charité Universitätsmedizin Berlin, Campus Benjamin Franklin. Die Deutsche Krebshilfe vergab den Preis nun zum 13. Mal. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

    "Die Deutsche Krebshilfe zeichnet einen Wissenschaftler aus, der die Lymphomforschung in Deutschland erheblich voran gebracht und die internationale Klassifikation bösartiger Lymphsystemerkrankungen begründet hat", sagte Professor Dr. Volker Diehl, ehemaliger Direktor der Klinik für Innere Medizin der Universitätsklinik Köln in seiner Laudatio auf den Preisträger 2008.

    Stein ist Gründer der "International Lymphoma Study Group (ILSG)" und hat vor allem bei der Erforschung der malignen Lymphome bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Mit seinen Forschungsarbeiten trug er maßgeblich zum Verständnis der Pathologie und zur Verbesserung der Diagnostik dieser Tumoren des Lymphsystems bei. Er war federführend beteiligt an der Entwicklung der ersten international anerkannten Konsensusklassifikation der bösartigen Lymphome - bekannt als R.E.A.L. Classification. Diese ist Grundlage für die heute gültige WHO-Einteilung. "Mit seinen Arbeiten zur Klassifikation der malignen Lymphome hat Stein dazu beigetragen, die Heilungschancen für viele Lymphom-Patienten nachhaltig zu verbessern", sagte Diehl. Neben der Klassifikation der malignen Lymphome hat Stein auch neue molekularbiologische Erkenntnisse erzielt und stets an der Schnittstelle zwischen onkologischer Grundlagenforschung und klinisch-diagnostischer Anwendung gearbeitet, erläuterte Diehl.

    Mit der Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis kommt die in Bonn ansässige Organisation dem letzten Wunsch der Familie Dr. Wilhelm Hoffmann aus dem Jahr 1996 nach. Sie hinterließ der Deutschen Krebshilfe eine namhafte Erbschaft verbunden mit der Auflage, aus den Erträgen einen jährlichen Preis für herausragende Arbeiten in der Onkologie zu vergeben.

    Die Verleihung des Deutsche Krebshilfe Preis an Professor Stein war die letzte offizielle Amtshandlung der Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, Frau Professor Schipanski, deren Amtszeit nach 10 Jahren Ende 2009 ausläuft. Im Rahmen der Feierstunde in Bonn wurde die offizielle Übergabe des Präsidentenamtes an Herrn Professor Dr. Harald zur Hausen, ehemaliger wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Kresbsforschungszentrums Heidelberg und Medizin-Nobelpreisträger, vollzogen, der sein Amt als Präsident der Deutschen Krebshilfe am 1. Januar 2010 antritt.

    Info-Kasten: Maligne Lymphome
    Maligne Lymphome sind eine Gruppe sehr unterschiedlicher bösartiger Erkrankungen des Lymphsystems. Sie entstehen, wenn Lymph- oder Abwehrzellen zu verschiedenen Zeitpunkten ihrer Entwicklung entarten und dann unkontrolliert wachsen. Durch feingewebliche Untersuchungen der Lymphknoten lassen sich die verschiedenen Krankheitsbilder aus dem Kreis der bösartigen Lymphome identifizieren und den Untergruppen "Hodgkin Lymphom" oder "Non-Hodgkin-Lymphom" zuordnen. Während heute fast 90 Prozent der Patienten mit einem Hodgkin Lymphom überleben, liegen die Heilungsraten bei einem Non-Hodgkin-Lymphom derzeit nur bei rund 50 Prozent.

    Fotos, Interviewpartner und Hintergrundpapier auf Anfrage!

    Bonn, 14. Dezember 2009

    Abdruck honorarfrei
    Beleg erbeten

    Weitere Informationen über Projekte und die Arbeit der Deutschen
    Krebshilfe erhalten Sie auch im Internet unter: www.krebshilfe.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay