Fachhochschule Gelsenkirchen: Forschungsprojekt zum Einfluss von Qualitätsmerkmalen auf die Verkehrsmittelwahl

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28.12.2009 09:31

Fachhochschule Gelsenkirchen: Forschungsprojekt zum Einfluss von Qualitätsmerkmalen auf die Verkehrsmittelwahl

Dr. Barbara Laaser (Pressestelle) Öffentlichkeitsarbeit/Pressestelle
Fachhochschule Gelsenkirchen

    In Recklinghausen wird in Zusammenarbeit mit drei Eisenbahnverkehrsunternehmen erforscht, welchen Einfluss unterschiedliche Qualitätsmerkmale von Nahverkehrsdienstleistungen auf die Verkehrsmittelwahl ausüben. Das zweijährige Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung finanziell gefördert. Erste Ergebnisse erwartet das Forschungsteam Mitte 2010.

    Recklinghausen. Was zieht den Fahrgast in den Zug? Dieser Frage geht ein Forschungsvorhaben nach, das jetzt am Recklinghäuser Standort der Fachhochschule Gelsenkirchen startete. Gemeinsam mit den drei Eisenbahnverkehrsunternehmen "eurobahn", "NordWestBahn" und "WestfalenBahn" erforscht ein fünfköpfiges Team um Prof. Dr. Stephan Keuchel, Experte für Verkehrswirtschaft und Verkehrspolitik, zwei Jahre lang, welchen Einfluss unterschiedliche Qualitätsmerkmale auf die Wahl des Verkehrsmittels durch den Kunden ausüben. Dazu machen die Forscher Experimente mit mehreren Tausend Nahverkehrskunden und leiten daraus ein Modell ab, bei dem simuliert werden kann, wie sich die Veränderung von Qualitätsmerkmalen auf die Fahrgastzahlen auswirkt. Das Projekt trägt daher den Namen "QUASIMIR": Qualitätssimulationsmodell im Regionalverkehr. Zwar wurde auch schon in der Vergangenheit die Zufriedenheit der Kunden mit Nahverkehrsdienstleistungen gemessen, "wir aber wollen herausbekommen, welches Verkehrsmittel der Kunde unter welchen Voraussetzungen wählt", so Forscher Keuchel. Im Zeichen zunehmenden Wettbewerbs zwischen Verkehrsanbietern seien solche Abschätzungen für die Eisenbahnunternehmen von großem Interesse, da sie mögliche Märkte ermitteln und das Risiko von Fehlinvestitionen bei der Gestaltung von Verkehrssystemen mindern.
    Die Eurobahn, die Nordwestbahn und die Westfalenbahn sind regional tätige, nicht bundeseigene Eisenbahnverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Sie betreiben zwischen 300 und 900 Streckenkilometer und befördern zwischen vier und 16 Millionen Fahrgäste im Jahr. Das Forschungsvorhaben wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung finanziell gefördert.

    Ihr Medienansprechpartner für weitere Informationen:
    Prof. Dr. Stephan Keuchel, Recklinghäuser Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen der Fachhochschule Gelsenkirchen, Telefon (02361) 915-428 oder 915-488, Telefax (02361) 915-756, E-Mail stephan.keuchel@fh-gelsenkirchen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Verkehr / Transport
    regional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


    Welche Qualitätsangebote mehr Menschen in die Bahn bringen könnten, das ist Gegenstand eines Forschungsprojekts, an dem am Recklinghäuser Standort der Fachhochschule Gelsenkirchen ein Forscherteam gemeinsam mit den Eisenbahngesellschaften Eurobahn, Nordwestbahn und Westfalenbahn arbeitet. Erste Ergebnisse sollen Mitte nächsten Jahres vorliegen.


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