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21.01.2010 10:45

Weltweites Konzerterlebnis aus einzigartigem Akustikraum

Yvonne Küchler Pressearbeit
HörTech, Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik

    Der einzigartige Kommunikationsakustik-Simulator im Haus des Hörens in Oldenburg ermöglicht es, per Knopfdruck die Raumakustik zu verändern. Zuhörer bei den dort stattfindenden Konzerten haben so die Möglichkeit, akustische Raffinessen zu genießen, wie man sie sonst nur in Philharmonien, Opernhäusern und Kirchen erleben kann. Per Internetübertragung kann das Erlebnis dank Kunstkopf-Stereophonie ab jetzt auch an jedem Ort der Welt mitverfolgt werden.

    Der sonst für Forschungszwecke genutzte Kommunikationsakustik-Simulator in Oldenburg ermöglicht akustische Illusionen von allen erdenklichen Räumen - vom Badezimmer über die Cafeteria bis hin zum großen Konzertsaal.

    "Der Effekt entsteht dadurch, dass akustische Parameter wie Nachhall und erlebte Raumgröße in weiten Bereichen variiert werden können. Im Raum erzeugte Geräusche, wie z.B. Musik, werden von zahlreichen Mikrophonen in der Decke aufgenommen. In der Schaltzentrale des Kommunikationsakustik-Simulators werden die akustischen Signale gezielt verändert und über Lautsprecher in Decken und Wänden wieder in den Raum hineingespielt", erklärt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, wissenschaftlicher Leiter des Kompetenzzentrums HörTech, die hochkomplexe Technik des faszinierenden Raumes.

    Normalerweise wird dieser deutschlandweit einzigartige Raum für wissenschaftliche Studien genutzt. So wird beispielsweise die Benutzbarkeit neuer Hörgeräte und Handys in extrem unterschiedlichen akustischen Situationen untersucht.

    Doch einmal im Monat öffnet der Forschungsraum die Türen für die Öffentlichkeit und bietet Musikfans besondere klangliche Erlebnisse. Bislang wurden die Konzerttermine vom Förderverein des Hauses des Hörens vor allem von Bewohnern im Nordwesten Deutschlands besucht. Doch das nächste Konzert ist von jedem Ort auf der Welt erlebbar.
    Dank der sogenannten Kunstkopf-Stereophonie erlebt der Zuhörer zuhause mit Kopfhörern das Konzert genauso wie die Zuhörer in Oldenburg. "Im Zuschauerbereich wird ein künstlicher Zuhörer sitzen, der stellvertretend den Internet-Nutzern seine Ohren zur Verfügung stellt. Durch die Anordnung der Mikrofone entsteht ein realistischer Eindruck", erklärt Kollmeier die Besonderheiten dieser Aufnahmetechnik.

    Das nächste Konzert, das live übertragen wird, findet am 22. Januar 2010 um 20.00 Uhr statt. Die international anerkannte Musikerin Paulina Kilarska präsentiert Cembalomusik des 17. und 18. Jahrhunderts. Ihr meisterhaftes Spiel wird sie auf zwei Cembali unter Beweis stellen, die kombiniert mit der Raumakustik des Kommunikationsakustik-Simulators zu sehr unterschiedlichen Klangerlebnissen führen werden.

    Über die Internetseite http://www.hausdeshoerens-oldenburg.de unter der Rubrik "Aktuelles" kann das Konzert kostenlos verfolgt werden.

    Auf Anfrage stellen wir Ihnen gerne auch Bildmaterial zur Verfügung.

    Pressekontakt:
    HörTech gGmbH
    Dr. Corinna Pelz
    Marie-Curie-Str. 2
    26129 Oldenburg
    Tel: (0441) 21 72-203, Fax: -250
    E-Mail: C.Pelz@HoerTech.de

    DauthKaun ZSP GmbH
    Yvonne Küchler
    Monbijouplatz 5
    10178 Berlin
    Tel: (030) 2404786-19, Fax: -10
    E-Mail: yvonne.kuechler@dauthkaun.de

    Redaktioneller Hinweis:

    Die HörTech gGmbH wurde 2001 als Kompetenzzentrum für Hörgeräte-Systemtechnik vom Hörzentrum Oldenburg und der Universität Oldenburg gegründet. Ziel der gemeinnützigen Gesellschaft ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung und die Gewinnung neuer Methoden und Erkenntnisse im Bereich des Hörens. Das Institut, das ursprünglich aus einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung hervorgegangen ist, genießt mittlerweile internationale Anerkennung und leistet viel beachtete Grundlagenforschung zur Verbesserung von Hörgeräte-Technik. Die Mitarbeiter der HörTech suchen nach neuen Möglichkeiten, Hörgeräte besser an die individuellen Bedürfnisse ihrer Träger anzupassen, sowie nach Methoden, die die Rehabilitation von Hörgeschädigten erleichtern. Für die wissenschaftliche Arbeit werden neueste Erkenntnisse über Audiologie und digitale Verarbeitung von Signalen zusammengeführt. Dabei greift die HörTech auf ein bundesweites Kompetenz-Netzwerk zurück. Sitz der HörTech gGmbH ist das "Haus des Hörens" in Oldenburg: www.hoertech.de.


    Weitere Informationen:

    http://www.hoertech.de
    http://www.hausdeshoerens-oldenburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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