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06.04.2010 11:27

Neugründung: Zentrum für Quantendynamik an der Universität Heidelberg

Marietta Fuhrmann-Koch Kommunikation und Marketing
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

    An der Universität Heidelberg wird ein Zentrum für Quantendynamik eingerichtet, in dem Grundlagenforschung im Bereich der Quan­tenphysik betrieben werden soll. Die einzelnen Arbeitsgruppen widmen sich unter anderem Phänomenen nahe des absoluten Nullpunkts der Temperatur und quantenmechanischer Effekte in ultra­schnellen Prozessen bis hin zu biologisch relevanten Prozessen. Die Gründung ist Teil des Zukunftskonzepts der Ruperto Carola. Eröffnet wird das neue Zentrum am 13. April 2010 mit einem Festvortrag von Prof. Dr. William Phillips, Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1997.

    Pressemitteilung
    Heidelberg, 6. April 2010

    Neugründung: Zentrum für Quantendynamik an der Universität Heidelberg

    Physik-Nobelpreisträger Prof. Dr. William Phillips hält Festvortrag zur Eröffnung

    An der Universität Heidelberg wird ein Zentrum für Quantendynamik eingerichtet, in dem Grundlagenforschung im Bereich der Quan­tenphysik betrieben werden soll. Die einzelnen Arbeitsgruppen widmen sich unter anderem Phänomenen nahe des absoluten Nullpunkts der Temperatur und quantenmechanischer Effekte in ultra­schnellen Prozessen bis hin zu biologisch relevanten Prozessen. Die Gründung ist Teil des Zukunftskonzepts der Ruperto Carola. Eröffnet wird das neue Zentrum am 13. April 2010 mit einem Festvortrag von Prof. Dr. William Phillips, Nobelpreisträger für Physik des Jahres 1997.

    "In den letzten Jahren hat sich unser Blick auf quantenphysikalische Prozesse grundlegend geändert. Richtete sich der Fokus früher in erster Linie auf das Verständnis der Struktur von Materie und deren Gleichgewichtseigenschaften, so stehen jetzt Fragen der Dynamik von Systemen und die Entwicklung von Nicht-Gleichge­wichtszuständen im Vordergrund", erläutert Prof. Dr. Matthias Weidemüller, Geschäftsführender Direktor des Physikalischen Instituts der Ruperto Carola und Leiter des neuen Zentrums. Auch Anwendungen rücken in greifbare Nähe, betont Prof. Weidemül­ler. So beschäftigen sich beispielsweise Wissenschaftler­teams mit der Rolle der Quantenphysik bei der Mes­sung physikalischer Größen. Die Ergebnisse haben wiederum ei­nen wichtigen Einfluss auf zukünftige Hochpräzisionsmessungen, wie sie zum Beispiel für das Navigationssystem GPS von Bedeu­tung sind.

    Beteiligt an dem neuen Zentrum sind Arbeitsgruppen aus der Fakul­tät für Physik und Astronomie und der Fakultät für Chemie und Geowissenschaften der Universität sowie aus dem Heidelberger Max-Planck-Institut für Kernphysik. Das Zentrum kooperiert dabei insbesondere auch mit der Graduiertenschule "Fundamental Phy­sics" sowie die "Max-Planck International Research School on Quantum Dynamics in Physics, Chemistry and Biology".

    Im Rahmen des Festakts zur Einweihung des Zentrums für Quanten­dynamik am 13. April werden sich ab 16 Uhr die einzelnen Gruppen mit einer Posterpräsentation im Foyer des Kirchhoff-Instituts für Physik (INF 227) vorstellen. Grußworte zu Beginn der feierli­chen Eröffnung des Zentrums um 17:30 Uhr sprechen Prof. Dr. Christian Enss, Dekan der Fakultät für Physik und Astronomie, und Prof. Dr. Matthias Weidemüller. Im Anschluss daran wird Prof. Phillips - in englischer Sprache - seinen Festvortrag halten. Die Mul­timedia-Präsentation mit Live-Experimenten trägt den Titel "Time and Einstein in the 21st century" und richtet sich an eine breite, physikalisch interessierte Öffentlichkeit. Der Wissenschaftler vom National Institute of Standards and Technology in Gaithers­burg (USA) wird sich unter anderem mit der Atomuhr im Lichte der modernen Quantenphysik beschäftigen. Diese Veranstal­tung findet im Hörsaal 1 des Kirchhoff-Instituts statt.

    Weitere Informationen zum Zentrum für Quantendynamik können un­ter http://cqd.uni-hd.de abgerufen werden.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Matthias Weidemüller
    Physikalisches Institut der Universität Heidelberg
    Telefon (06221) 54-9325
    weidemueller@physi.uni-heidelberg.de

    Kommunikation und Marketing
    Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
    presse@rektorat.uni-heidelberg.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte, Organisatorisches
    Deutsch


     

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