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16.08.2010 13:08

Berlin wird Welthauptstadt der Mathematik

Christine Vollgraf Pressestelle des Forschungsverbundes Berlin e.V.
Forschungsverbund Berlin e.V.

    Hauptsitz der Weltvereinigung der Mathematiker kommt in die deutsche Hauptstadt.

    Die Weltvereinigung der Mathematiker IMU (International Mathematical Union) wird ihren ständigen Hauptsitz ab 2011 in Berlin haben. Das beschloss die Mitgliederversammlung der IMU am Rande des Weltmathematikerkongresses am 16. August im indischen Bangalore. Berlin setzte sich gegen Bewerbungen von Toronto und Rio de Janeiro durch. Die Berliner Bewerbung war eine gemeinsame Initiative des Weierstraß-Instituts für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV).

    Das ständige Büro des Generalsekretärs der IMU wird am WIAS angesiedelt sein, und zieht somit mitten ins Zentrum der Stadt. Es ist der erste ständige Hauptsitz der Vereinigung überhaupt. Bislang wanderte das Büro mit dem jeweils gewählten Generalsekretär von Land zu Land.

    „Für das WIAS ist diese Entscheidung ein riesiger Erfolg. Wir gewinnen damit enorm an internationaler Bedeutung. Es ist ein weiterer Exzellenznachweis für die Berliner Mathematik“, sagt der Direktor des WIAS, Prof. Jürgen Sprekels.

    Auch Berlins Wissenschaftssenator Jürgen Zöllner ist begeistert: „Das ist ein Ritterschlag für die starke mathematische Community und zugleich eine Auszeichnung für den exzellenten Wissenschaftsstandort Berlin. Die Mathematik hat sich in der Region als ein bedeutender Standortfaktor etabliert, der die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft enorm vorangetrieben hat. Im Wettbewerb um die besten Nachwuchswissenschaftler erweist sie sich immer mehr als starker Magnet.“ Der Berliner Senat hatte die Bewerbung des WIAS außerordentlich unterstützt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Berliner Senat fördern das IMU-Büro mit einer halben Million Euro jährlich.

    Berlin hat sich mit den mathematischen Fakultäten der drei großen Berliner Universitäten sowie renommierten Forschungsinstituten wie dem WIAS und dem Zuse-Institut (ZIB) zum bedeutendsten deutschen Mathematikstandort entwickelt. Die fünf Institutionen betreiben gemeinsam zwei Exzellenz-Zentren der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das Forschungszentrum MATHEON und die Berlin Mathematical School (BMS). In der Stadt gibt es mehr als 3000 Mathematikstudenten und 75 Professoren.

    Das IMU-Büro bezieht Räume in unmittelbarer Nähe zum Gendarmenmarkt und zum WIAS. Es beschäftigt fünf Mitarbeiter, die am WIAS angestellt sein werden. Leiter des IMU-Büros wird der stellvertretende WIAS-Direktor Prof. Alexander Mielke sein.

    Neben dem Büro wird auch das Archiv der IMU von Helsinki nach Berlin ziehen und von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, die ebenfalls am Gendarmenmarkt liegt, mit betreut werden.

    Kontakt:
    Prof. Jürgen Sprekels, Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS), Tel.: 030-2037 2586, sprekels@wias-berlin.de; Prof. Alexander Mielke, Tel.: 030-20372 563, Alexander.Mielke@wias-berlin.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik
    überregional
    Kooperationen, Organisatorisches
    Deutsch


    In diesem Gebäude in der Nähe des Gendarmenmarktes wird die Weltvereinigung der Mathematiker in Zukunft ihren ständigen Hauptsitz haben.


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    Blick aus dem Fenster des IMU-Büros am Gendarmenmarkt


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