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20.10.2010 18:32

Neues MRT-Gerät für MS-Forschung am UKE – Ziel ist die Entwicklung von Medikamenten

Christine Jähn Unternehmenskommunikation
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

    Neue Behandlungsansätze für Multiple-Sklerose sind das Thema der Forschung des Instituts für Neuroimmunologie und Klinische Multiple Skleroseforschung (inims) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Ziel ist die effektive Entwicklung von Medikamenten. Finanziert durch den Hamburger Senat und aus Mitteln des Konjunkturpakets II wurde nun ein 3-Tesla-MRT-Gerät Modell ‚Skyra’ von Siemens – also ein hochleistungsfähiger Magnetresonanztomograph – angeschafft. Die Forschungsarbeiten sind ein Schwerpunkt des derzeit 20 Millionen Euro schweren Forschungskonsortiums NEU2.

    Das Hochleistungs-MRT ist das erste Gerät in Deutschand, das ganz überwiegend für die MS-Forschung eingesetzt werden soll. Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKE: „Das neue Hochleistungs-MRT ist ein wesentlicher Baustein für das UKE, sich als Forschungs- und Behandlungszentrum für MS zu etablieren. Die Arbeit des Konsortiums Neu2 mit seinen Forschern am UKE wird wichtige Impulse für die schnelle und effektive Entwicklung neuer und kostengünstiger MS-Medikamente erhalten. Auch die zwischen der UKE-Klinik für Neuroradiologie und dem UKE-Institut inims angesiedelte Bildgebungsgruppe aus Wissenschaftlern und Ärzten verschiedener Disziplinen ist die erste ihrer Art in Deutschland.“

    Dr. Herlind Gundelach, Senatorin für Wissenschaft und Forschung: „Viele Maßnahmen aus Konjunkturprogrammen stehen im Zeichen von Bauprojekten. Umso mehr bin ich erfreut, dass wir heute ein Hochleistungsgerät in Betrieb nehmen können. Mit dem 3-Tesla-Magnetresonanztomograph wird erstmals in Deutschland ein MRT-Gerät ganz überwiegend für die Multiple Skleroseforschung einsetzen werden. Das 3-Tesla-MRT wird zwar überwiegend in der Forschung zum Einsatz kommen, aber auch bei der Krankenversorgung wird es eine wichtige Rolle spielen und unmittelbar den Patienten zu Gute kommen.“

    Die Art der Analytik erlaubt wichtige Einblicke in die Wirkweise neuer Medikamentenkandidaten, die im Rahmen der Forschungsprojekte klinisch getestet werden. Darüber hinaus bietet der Campus UKE mit der Inbetriebnahme des 3T Geräts eine einzigartige Durchgängigkeit von molekularen hin zu klinischen Wissenschaften, die Forscher der unterschiedlichsten Disziplinen zusammen bringt.

    Das inims wurde 2006 gegründet und ist ein Kooperationsprojekt der Hertie-Stiftung mit dem UKE und dem Zentrum für Molekulare Neurobiologie Hamburg. Das NEU² Konsortium unterstützt die Einrichtung der 3T Plattform personell und im täglichen Betrieb. Das norddeutsche Konsortium NEU² hat 2008 Biopharma-Wettbewerb des BMBF gewonnen und kann damit bis zu 34,5 Mio. Euro einwerben. Forschungsgegenstand: Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Multiple Sklerose. Konsortium wird von Bionamics GmbH geleitet. Andere Konsortiumsteilnehmer: UKE, Evotec, ESP, Merck Serono, Medigate und die Cedrus Therapeutics.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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