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16.11.2010 14:16

Expertenwissen über Gelenkschäden gefragt

Klaus Wingen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums
Universitätsmedizin Mannheim

    Orthopädisch-Unfallchirurgisches Zentrum der UMM leitet zwei Studien zur Vermehrung und Transplantation von Knorpelzellen

    Dem Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrum an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM) ist die Leitung von zwei Studien übertragen worden, die sich der Behandlung von Knorpelschädigungen im Kniegelenk widmen. Bekanntlich müssen Medikamente und Medizinprodukte vor deren Zulassung als Arzneimittel einer strengen wissenschaftlichen Prüfung unterzogen werden, die wissenschaftliche Leitung für das europaweite Verfahren übernehmen die Mannheimer Orthopäden – im konkreten Fall geht es um ein Transplantat von Knorpelgewebe, das außerhalb des Körpers aus zuvor entnommenen Zellen nachgezüchtet und in das betroffene Gelenk eingesetzt wird.

    Die Mannheimer Orthopäden besitzen mehrjährige Erfahrung in der Chondrozyten-Transplantation, also Verpflanzung von Knorpelzellen, am Knie. Als erste in Deutschland haben sie inzwischen ein solches Chondrozyten-Transplantat auch an der Hüfte eingesetzt – zunächst in einer offenen Operation und kürzlich erstmals minimal-intensiv mittels Arthroskopie. „Wir betrachten es als eine große Auszeichnung, mit der Leitung von zwei entsprechenden Studien beauftragt worden zu sein. Denn damit ist schließlich Anerkennung und Wertschätzung für die Arbeit verbunden, die wir hier in Mannheim auf diesem Gebiet leisten“, freut sich Professor Dr. Hanns-Peter Scharf, Direktor des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums. Sein Oberarzt Dr. Stefan Fickert skizziert die Aufgabe: „In der ersten Studie vergleichen wir über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg das neue Verfahren der Chondrozyten-Transplantation mit einer gängigen herkömmlichen Behandlungsmethode.“ Immer geht es darum, die Implantation eines künstlichen Kniegelenks, einer so genannten Endoprothese, zu verhindern oder zumindest hinauszuzögern. „Weil dabei die Größe des Knorpeldefektes eine entscheidende Rolle spielt“, so Fickert weiter, „geht es in der zweiten Studie darum, die optimale Menge nachgezüchteten Knorpelgewebes in Relation zum Ausmaß der bereits zu verzeichnenden Schädigung zu ermitteln.“


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


     

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