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01.12.2010 14:25

Nur die Liebe zählt: Audi überholt SAAB - RUB-Ranking ist Frühindikator für den Absatz

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Psychologen beziffern Markenwert mit neuem Verfahren

    Nach Jahren auf dem zweiten Rang hat Audi jetzt die schwedische Automarke SAAB überholt – zumindest in den Herzen der Fahrer. Das hat eine Analyse des Images als wichtigstem Pfund der Automarken durch Psychologen vom Projektteam Testentwicklung der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Rüdiger Hossiep ergeben. Die Forscher brachten für das letzte Jahr über drei Millionen Einträge der mehr als 1,7 Millionen Nutzer des größten deutschsprachigen Autoforums im Internet „Motor-Talk“ zueinander in Relation. Die Ergebnisse der aktuellen Auswertung sind jetzt veröffentlicht.

    „Es sieht so aus, als seien diese Ergebnisse auch ein Frühindikator für den Absatz einer Marke“, sagt Dr. Hossiep. Parallel läuft eine online-Umfrage, die zeigen soll, was hinter der großen oder kleinen Liebe steckt. Alle Autofahrer sind zur Teilnahme eingeladen!

    Ergebnisse und Befragung im Internet

    Ergebnisse und Befragung im Internet: http://www.testentwicklung.de

    1,7 Millionen „Probanden“

    Um die Leidenschaft zu untersuchen, mit der Autofahrer ihr Fahrzeug lieben, analysierten die Psychologen die Beiträge im Online-Forum „Motor-Talk“. „Wer sich da regelmäßig über sein Auto austauscht, beweist ein großes Engagement“, begründet Hossiep. „Wer bloß ein Problem hat, der postet nur einmal. Entweder er hat das Problem danach gelöst oder das Auto verkauft.“ Die Stichprobe der Untersuchung ist mit mehr als 1,7 Millionen „Probanden“ enorm. Anhand der Analyse und der Daten des Kraftfahrtbundesamtes über die Anzahl der jeweils zugelassenen Fahrzeuge jeder Marke berechnet das Projektteam Testentwicklung dann einen so genannten Involvement-Index, der das Engagement der Nutzer in den Foren in Relation zu der Zulassungsstärke der Marken in Deutschland setzt.

    Treue Liebe macht den Wert der Marke aus

    Seit vier Jahren berechnen die Forscher diesen Index mit stabilen Ergebnissen. Erstmals überholte Audi im Jahr 2010 die Marke SAAB, die jetzt den zweiten Rang belegt. Volvo befindet sich unverändert auf Rang drei. „Diese Spitzenplätze in den Herzen der Fahrer sind mit Grund dafür, dass es diese beiden krisengeschüttelten Marken überhaupt noch gibt“, meint Hossiep. „Die treue Liebe der Autofahrer macht den Wert der Marken aus.“ Auf den Rängen vier bis neun folgen Porsche, BMW/Mini, Mercedes-Benz, VW, Opel und Alfa Romeo. Daihatsu, Nissan und Seat bilden die Schlusslichter der Tabelle. Für die Zukunft plant das Bochumer Team, die Untersuchung weiter zu verfeinern und auch die Beliebtheit einzelner Typen aufzudecken.

    Zulassungszahlen folgen den Rankings

    „Das Marken-Image ist weit mehr als die Summe alle Fakten“, sagt der Experte. Beim Autokauf entscheidet das Gefühl. So konnte die Marke Mercedes-Benz seit 2007 von Platz zehn (unter dem Durchschnitt) auf Platz fünf aufsteigen – möglicherweise mit bedingt durch die emotionale Aufwertung der Marke durch das Engagement in der Formel 1. „Die Silberpfeile sind wieder da – das prägt sich ein“, sagt Hossiep. Die Forscher haben festgestellt, dass die Zulassungszahlen ihren Rankings folgen. So hat Porsche (Rang 4, zuvor 5) eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre hinter sich.

    Warum lieben Sie Ihr Auto?

    Was hinter der Liebe zum Auto steckt, soll eine online-Befragung zeigen. Alle Autofahrer sind aufgerufen, teilzunehmen und innerhalb einer halben Stunde Fragen zu ihren Interessen bzgl. Automobilen zu beantworten. Die Teilnahme ist kostenfrei und anonym. Auf Wunsch erhalten die Teilnehmer kostenfrei eine individuelle Auswertung.

    Weitere Informationen

    Dr. Rüdiger Hossiep, Diplom-Psychologe Patrick Schardien, Projektteam Testentwicklung, Fakultät für Psychologie der RUB, Tel.: 0234/32-24623, bip@rub.de

    Ergebnisse, Infos, Umfrage: http://www.testentwicklung.de
    Ergebnisse der Vorjahre: http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2009/msg00160.htm

    Redaktion: Meike Drießen


    Weitere Informationen:

    http://www.testentwicklung.de
    http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2009/msg00160.htm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Psychologie, Verkehr / Transport, Wirtschaft
    überregional
    Forschungsergebnisse
    Deutsch


    Involvement-Index 2010


    Zum Download

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    Abgleich 2007-2010


    Zum Download

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