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15.12.2010 11:40

Zeppelin Universität stellt als erste deutsche Uni alle Bachelor-Studiengänge auf vier Jahre um

Rainer Böhme Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zeppelin University

    Friedrichshafen. Die Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen stellt als erste deutsche Hochschule ab Herbstsemester 2011 die Regelstudienzeiten ihre gesamten Bachelor-Studiengänge um - von bisher drei auf vier Jahre. Damit reagiert die Universität auf das verkürzte Abitur, die internationalen Standards und ihren Anspruch auf ein forschungsorientiertes und persönlichkeitsbildendes Studium.

    Den Studierenden soll dadurch vor allem mehr Zeit für eigene Forschungs- und Projektstudien gegeben werden. Die beiden wesentlichen Neuerungen zu den vielfach ausgezeichneten und in Spitzenpositionen gerankten Studiengängen: das interdisziplinäre und methodenbasierte „Zeppelin-Jahr“ in den ersten beiden Semester verbunden mit einem eigenen Forschungsprojekt in Kleingruppen und das „Humboldt-Jahr“ mit Individualforschungsprojekt an einem Lehrstuhl beziehungsweise Forschungsverbund der ZU oder einer Partneruniversität.

    „Die langjährigen Erfahrungen im Bologna-Prozess hatten es bereits angedeutet, die Bildungsstreikenden haben es gefordert, wir setzen es mit knapp zweijähriger sorgfältiger Vorbereitung konsequent um: mehr Eigenzeit für Eigenwilliges, mehr Reflexion als bloße Übersichtsveranstaltungen, mehr Nachfrageermöglichung als beschleunigtes Angebot“, erläutert ZU-Präsident Professor Dr. Stephan A. Jansen die Motivation. Hinzu käme, dass der vierjährige Bachelor an Spitzenuniversitäten inzwischen internationaler Standard sei und so die Anschlussfähigkeit auch bei verkürztem Abitur gesichert bleibe.

    Erste Erfahrungen hatte die ZU bereits mit ihrem Stipendienprogramm für „begabte Langzeitstudierende“ gemacht. „Bildung ist nicht bestellbar, sie ist ein vom Studierenden aus zu denkender Prozess, der gerade bei Erfolg diese wissensdurstige und nachhaltige Neugier und damit Zeitbedarfe auslöst“, beschreibt Gründungspräsident Jansen die Erfolge der Absolventen bei der Aufnahme in international ausgewiesene Master- und Promotionsprogramme.

    Eine weitere Neuerung – auch mit Blick auf der Aussetzung der Wehrpflicht: das Vorpraktikum mit mindestens sechs Wochen Organisationserfahrung ob auf einem Schiff, in einem Museum oder Theater, einem Entwicklungshilfeprojekt, einer Partei, einem Wohlfahrts- oder Sozialunternehmen. „Wir wollen dem Zeitgeist der beschleunigten Bildung etwas entgegensetzen: Erfahrung“, so Jansen weiter: „Trockene Theorien und Methoden werden nässer, also verständlicher in konkreten Praxis- oder Forschungsprojekten – ob zur Urbanität, Migration, Verwaltungsmodernisierung, Zivilgesellschaft, Kulturwirtschaft oder zu Politiknetzwerken.“ Die Anpassung der Regelstudienzeit betrifft alle drei Studiengänge der ZU: Politik- und Verwaltungswissenschaft, Kultur- und Kommunikationswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften.

    „Die Zeppelin Universität steht für das Überlegen und Unternehmen. Wenn künstlerische, politische wie unternehmerische Erfahrungen wissenschaftlich begleitet und reflektiert werden sollen, dann gibt es nichts Praktischeres als ein forsches Studium – und das braucht Zeit“, sagt Jansen abschließend, „Substanz geht vor Schnelligkeit. Mit einem Fundament an Denk- und Handwerkszeugen wird Bildung zur regenerativen Energie des Lebens in einer Wissensgesellschaft.“

    Vor dem Start der Studienprogramme zum September 2011 standen knapp zweijährige Planungen – mit allen Wissenschaftler, den Studierenden und auch mit Partnern aus der Praxis.

    Testimonials

    „Der 4-jährige Bachelor garantiert eine breite wissenschaftliche Ausbildung und ermöglicht eine individuelle Entfaltung. Und fachlich kompetente und engagierte Mitarbeiter suchen wir immer.“
    Stefanie Hirte, Leiterin Personalmarketing Otto GmbH & Co KG, Hamburg

    „Persönliche und fachliche Entwicklung benötigt Zeit. Gut, dass die Zeppelin Universität ihren Studierenden diese Zeit gibt.“
    Florian Schmidbauer, Personalbereitstellung und Praktikantenprogramme, Deutsche
    Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH, Eschborn

    Zum Hintergrund

    Die Zeppelin Universität (ZU) ist eine seit 2003 vom Land Baden-Württemberg staatlich anerkannte und vom Wissenschaftsrat akkreditierte Stiftungsuniversität. Als „Hochschule zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik“ lehrt und forscht sie konsequent interdisziplinär, individualisiert und international.

    Die mit Auszeichnung akkreditierten Bachelor- und Master-Studiengänge in Wirtschaftswissenschaften, Kultur- und Kommunikationswissenschaften sowie Verwaltungs- und Politikwissenschaften zielen auf zukünftige verantwortungsbewusste Entscheider und kreative Gestalter in einer sich globalisierenden Wissensgesellschaft ab – im Bereich des Managements von Institutionen in und zwischen Wirtschaft, Kultur und Politik. Alle Programme wurden in den wichtigen Rankings des letzten Jahres jeweils unter die besten zehn Programme Deutschlands gesetzt.

    Die ZU ist seit dem Jahr 2008 eine Stiftungsuniversität mit aktuell 752 Studierenden und 25 Lehrstühlen. Sie ist langfristig vorfinanziert u. a. durch die Unternehmen der Zeppelin-Stiftung – die Zeppelin GmbH und die ZF Friedrichshafen AG. Drittmittel in der Forschung erhält sie unter anderem von der EU, der Deutschen Forschungsgemeinschaft, zahlreichen Wissenschafts-Stiftungen sowie z.B. von der ALTANA AG, BMW AG, Deutschen Telekom AG, EADS, KPMG, Otto Group und vielen Familienunternehmen.

    Die ZU nimmt zum Januar und September Studierende in einem gesonderten Auswahlverfahren auf, das jeweils im Frühjahr bzw. Herbst davor stattfindet. Der nächste Bewerbungsschluss ist der 10. April 2011.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Lehrer/Schüler, Studierende, Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


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