idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
16.12.2010 14:50

Geschichte hautnah: Schüler forschen im Stadtarchiv

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Über 180 Schülerinnen und Schüler der Graf-Engelbert-Schule Bochum nehmen an einem einzigartigen Projekt teil, zu dem sich das Alfried Krupp-Schülerlabor der Ruhr Universität – Bereich Geisteswissenschaften – und das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zusammengeschlossen haben. An Originalquellen zur Regionalgeschichte des Ruhrgebiets gehen sie am 20.12.2010 und Ende Februar 2011 „hautnah“ aktuellen Fragen rund um das Thema Migration und Identität nach.

    Bochum, 16.12.2010
    Nr. 432

    Geschichte hautnah: Schüler forschen im Stadtarchiv
    Fremd(e) im Revier: Was ist fremd, was ist eigen?
    Großprojekt des RUB-Schülerlabors und des Zentrums für Stadtgeschichte

    Über 180 Schülerinnen und Schüler der Graf-Engelbert-Schule Bochum nehmen an einem einzigartigen Projekt teil, zu dem sich das Alfried Krupp-Schülerlabor der Ruhr Universität – Bereich Geisteswissenschaften – und das Stadtarchiv – Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte zusammengeschlossen haben. An Originalquellen zur Regionalgeschichte des Ruhrgebiets gehen sie am 20.12.2010 und Ende Februar 2011 „hautnah“ aktuellen Fragen rund um das Thema Migration und Identität nach. Vertreter der Medien sind herzlich zur Teilnahme am Projekt eingeladen (Stadtarchiv, Wittener Str. 47, 44789 Bochum).

    Große Nachfrage

    Die Jahrgangsstufen 10 und 11 der Graf-Engelbert-Schule nutzen eine besondere Gelegenheit, um sich mit aktuellen Fragen zur Migration und eigenen Identität auseinanderzusetzen. Anlass ist die laufende Ausstellung „Fremd(e) im Revier?!“, bei der erstmalig Ruhrgebiets-Archive aus neun Städten und zahlreiche andere Partner kooperieren. Über 90 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangstufe der Graf-Engelbert-Schule, die sich vorab im Schulunterricht auf den Projekttag vorbereiten, forschen am 20. Dezember zwischen 8.45 und 17 Uhr unter wissenschaftlicher Anleitung. Dabei werden sie von den Projektleitern aus der RUB, aber auch von Mitarbeitern des Stadtarchivs und sechs Lehrern der Graf-Engelbert-Schule intensiv betreut. Eine anschließende Präsentation der Ergebnisse ist am 20. Dezember ab 19 Uhr im Stadtarchiv geplant. Aufgrund der großen Nachfrage wird die Veranstaltung für weitere 90 Schüler der Jahrgangsstufe 11 im Februar 2011 wiederholt.

    Experimentieren ohne Vitrine

    Wie die Ausstellung im Zentrum für Stadtgeschichte zeigt, bilden Erfahrungen mit dem Fremden eine Konstante in der kulturellen Entwicklung der Stadt. Wie aber lässt sich das Verhältnis von Fremdem und Eigenem genauer fassen? Was wurde und wird als „fremd“ empfunden, wie gehen wir mit den Fremden um? Solch hoch aktuelle Fragen erkunden die Schülerinnen und Schüler experimentell an einem Tag im Museum mit den Exponaten – zum Teil auch ohne schützende Vitrine! – und aus der Sicht unterschiedlicher Wissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler können zentrale Hintergründe zur Geschichte des Ruhrgebiets und zur eigenen Identität im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“.

    Zugang aus verschiedenen Perspektiven

    So laden etwa die Bücher und Handschriften des Arztes Carl Arnold Kortum zu historischen Entdeckungsreisen ein, geben Quellen aus dem 2. Weltkrieg Aufschluss über das Schicksal der Zwangsarbeiter im Ruhrgebiet und vergleichen die Schüler Migration aus Polen und Masuren ins Ruhrgebiet vor über 100 Jahren mit heutiger Zuwanderung. Unter Anleitung von Wissenschaftlern aus vier Disziplinen arbeiten die Schüler einen Tag lang mit originalen Quellen und Archivalien. Für das Projekt konnten Thomas Stöllner, Professor für Ur- und Frühgeschichte an der RUB, PD Dr. Hans-Christoph Seidel vom Institut für soziale Bewegungen der RUB, sowie Traugott Jähnichen, Professor für Christliche Gesellschaftslehre der RUB gewonnen werden. Gemeinsam mit dem Leiter der geisteswissenschaftlichen Abteilung des Alfried Krupp-Schülerlabors, Dr. Gilbert Heß, betreuen sie die Schüler in den Einzelprojekten.

    Weitere Informationen

    Dr. Gilbert Heß, Alfried Krupp-Schülerlabor – Geisteswissenschaftlicher Bereich, Tel. 0234/32-24723, E-Mail: gilbert.hess@rub.de

    Redaktion: Jens Wylkop


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Schule und Wissenschaft
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay