Neues Datenservicezentrum an der Universität Bielefeld zur Verbesserung der Dateninfrastruktur

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21.12.2010 09:26

Neues Datenservicezentrum an der Universität Bielefeld zur Verbesserung der Dateninfrastruktur

Torsten Schaletzke Pressestelle
Universität Bielefeld

    Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung

    Im Rahmen einer Förderung des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zur Verbesserung der Dateninfrastruktur in Deutschland wird ein Datenservicezentrum Betriebs- und Organisationsdaten (DSZ-BO) an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld aufgebaut. Die Aufgaben des DSZ-BO sind, Betriebs- und Organisationsdaten zentral zu archivieren und diese Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu Forschungszwecken zur Verfügung zu stellen.

    Hierzu wird in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Bielefeld ein web-basiertes Informationsportal aufgebaut, das über den Bestand an Betriebs- und Organisationsdaten informiert und umfangreiche Recherchemöglichkeiten eröffnet.

    In den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass die Ebene des Betriebs und der einzelnen Organisation für das Verständnis einer Reihe von Forschungsgegenständen entscheidend ist. So sind zum Beispiel Lohnungleichheiten zwischen Frauen und Männern nur hinreichend zu erklären, wenn auch der Einfluss des jeweiligen Arbeitgebers berücksichtigt wird. Wollen Forscher die Bedeutung der Organisationsebene untersuchen, so besteht das Problem, dass zwar in einer Vielzahl von Studien Informationen über Betriebe und Unternehmen, Behörden, Einrichtungen des Bildungswesens sowie des Gesundheitswesens erhoben wurden. Diese Daten sind jedoch für die allgemeine, wissenschaftliche Öffentlichkeit oft nicht verfügbar. Der Bestand an den mit zumeist öffentlichen Mitteln finanzierten Studien ist weder umfassend dokumentiert noch sind die Daten archiviert, weshalb eine weitere Nutzung durch Forscher, die sogenannte Sekundärnutzung, praktisch unmöglich ist. Dass diese Daten spätestens mit Ausscheiden der einstigen Studienleiter aus dem Beruf unwiederbringlich verloren sind, bildet heutzutage eher den Normalfall als die Ausnahme.

    Erklärtes Ziel des Datenservicezentrums ist es, zur Entwicklung und Verbreitung von Standards der Archivierung, Dokumentation und Sekundärnutzung von Forschungsdaten in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften beizutragen. Ausgewählte Datensätze werden über verschiedene Nutzungswege Wissenschaftlern für ihre jeweiligen Forschungsarbeiten angeboten.

    Das DSZ-BO steht unter der Leitung von Professor Dr. Stefan Liebig und Professor Dr. Martin Diewald von der Fakultät für Soziologie. Durch die Einrichtung eines wissenschaftlichen Beirats, der sich aus renommierten Forschern verschiedener Disziplinen aus ganz Deutschland und den Niederlanden zusammensetzt, ist das Datenservicezentrum in der Wissenschaft insgesamt breit verankert.

    Weitere Informationen im Internet:
    http://www.uni-bielefeld.de/dsz-bo

    Kontakt:
    Alexia Meyermann, Dipl.Soz, Dipl.-Betriebswirtin (BA)
    Universität Bielefeld, Datenservicezentrum Betriebs- und Organisationsdaten
    Tel. 0521 / 106-6948
    Email: datenservicezentrum@uni-bielefeld.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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