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30.10.2001 15:55

Humboldt-Stiftung vergab hochrangige Preise - Vorschlag aus der Uni Essen setzte sich durch

Monika Roegge Pressestelle Standort Essen
Universität Essen (bis 31.12.2002)

    Mit dem nach dem Physiker Wolfgang Paul benannten Preis vergibt die Alexander von Humboldt-Stiftung in diesem Jahr einmalig Stipendien bis zu einer Höhe von 4,5 Millionen Mark an 14 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Spitzenklasse, um ihnen damit die Fortsetzung ihrer Arbeit unter hervorragenden Bedingungen an deutschen Forschungsinstituten zu ermöglichen. Einer der Wolfgang Paul-Preisträger, der amerikanische Mathematiker Marc Levine, wird Gast der Universität Essen sein. Levine will hier eine langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Reinen Mathematik mit seiner Fachkollegin Hélène Esnault fortsetzen.

    Zumindest im Fachbereich Mathematik kann sich Levine auf vertrautem Boden bewegen. Er war bereits mehrfach - auch zu längeren Arbeitsaufenthalten - Gast der Hochschule, zuletzt im Sommer dieses Jahres. So beteiligte er sich an den Aktivitäten der in Essen eingerichteten Forschergruppe "Arithmetik und Geometrie" der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und nach deren Auslaufen an dem von Professorin Esnault federführend betreuten DFG-Schwerpunkt "Komplexe Mannigfaltigkeiten". Jetzt ermöglicht ihm das mit 550 000 Mark dotierte Wolfgang Paul-Stipendium einen zweijährigen Aufenthalt bei seinem Essener Kollegen. Den ersten Teil wird er im Studienjahr 2002/03 absolvieren. Begleitet wird er von seiner aus Essen stammenden Frau und seinen zwei Töchtern.

    Marc Levine, der nach seinen Studium an Massachussetts Institute of Technologie, an de University of Michigan und an der Brandeis University, Waltham, 1979 promoviert worden war, arbeitet jetzt an der Northeastern University in Boston. Er befasst sich mit einer Mischung aus algebraischer Geometrie und Topologie. Die algebraische Geometrie untersucht die Lösung von Gleichungen - die sogenannte Varietät - mit den Mitteln der Algebra und der Geometrie. Durch den Einsatz algebraischer Versionen für die in der Topologie verwendeten Konstruktionen erhält man interessante Invarianten einer Varietät.

    Der Wolfgang Paul-Preis wurde vom Bundesforschungsministerium gestiftet. Die Mittel stammen aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm (ZIP) der Bundesregierung, also aus der UMTS-Versteigerung. Ziel des Programms ist es, den Preisträgern, die sich alle auf einem international herausragenden Niveau bewegen, die bestmöglichen Arbeitsbedingungen an einer Forschungseinrichtung in Deutschland zu bieten.

    70 Nominierungen hatte es für das Programm gegeben. Dass sich bei der strengen Auswahl als einer von 14 auch der Vorschlag von Mathematik-Professorin Hélène Esnault durchsetzten konnte, ist ein Beweis für die hohe Qualität, die das Essener Fach auch im internationalen Vergleich auszeichnet.

    Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
    Weitere Informationen: Professorin Dr. Hélène Esnault, Telefon (02 01) 1 83 -25 07


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Mathematik, Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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