idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
08.07.1997 00:00

Lärmschutz ist Umweltschutz

Beate Koch Kommunikation
Fraunhofer-Gesellschaft

    Mediendienst 7 - 1997

    Laermschutz ist Umweltschutz

    Thema 4 Laermschutz ist Umweltschutz

    Die jaehrlichen Folgekosten fuer Laermbeeintraechtigungen belaufen sich auf etwa 30 Milliarden Mark. Grund genug, um Massnahmen zum Schutz vor Laerm zu intensivieren. Auf einem Kolloquium in Stuttgart werden interessante Innovationen vorgestellt.

    Laerm kann, ebenso wie Schadstoffe in der Luft, der Gesundheit schaden. Dass Laermschutzmassnahmen notwendig sind, belegen unschwer folgende Zahlen: Die gesamtwirtschaftlichen Folgekosten von Laerm und Laermbeeintraechtigungen lassen sich, nach Studien des Umweltbundesamtes, allein in Deutschland auf ueber 30 Milliarden Mark beziffern. Zum Vergleich, etwa genausoviel geben die privaten Haushalte jaehrlich fuer Strom aus. Diese Summe setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zum einen gibt es Kosten, die ganz offensichtlich mit der Laermbelastung zu tun haben, wie etwa Kosten fuer Laermschwerhoerigkeit und laermbedingte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum anderen wird hier auch die Zahlungsbereitschaft fuer den subjektiven "Mehrwert Ruhe" eingerechnet. Hinzu kommen noch verdeckte Kosten: Laerm am Arbeitsplatz verursacht Gesundheitsschaeden und damit wiederum Ausgaben. Ausserdem sinkt durch die verringerte Arbeitsleistung die Produktivitaet. Die Massnahmen zum Schutz vor Laerm nehmen zwar zu, doch ueber 90 Prozent der Schallschutz-Produkte sind veraltet. Das Fraunhofer-Institut fuer Bauphysik IBP in Stuttgart arbeitet zusammen mit mittelstaendischen Lizenzpartnern an innovativen Laermschluckern. Im Vordergrund der Forschungsaktivitaeten stehen alternative, faserfreie Absorber - kurz ALFA. Diese reduzieren Schall und ueberwinden bei der Montage und Haltbarkeit die Nachteile von herkoemmlichen Akustik-Materialien. Denn haeufig sind schalldaempfende Verkleidungen aufgrund ihrer Struktur oder Konstruktionsweise schwer zu reinigen oder nehmen sehr viel Platz in Anspruch. Anders zum Beispiel eine neuartige Raumauskleidung, die Forscher am IBP entwickelten. Sie ist nur 25 Zentimeter dick, dabei aber sogar im Frequenzbereich unter 50 Hertz noch wirksam. Dieser faserfreie Absorber - der Verbundplatten-Resonator - besteht im Kern aus einer Stahlplatte, die in eine mehrere Zentimeter dicke Schaumstoffschicht eingeschweisst ist. Doch das ist nur eine der zahlreichen Neuerungen, die am IBP erarbeitet wurden. Weitere interessante Produkte fuer den Laermschutz werden am 17. und 18. Juli 1997 auf einem Kolloquium in Stuttgart vorgestellt.

    Ihr Ansprechpartner fuer weitere Informationen: Prof. Dr.-Ing. Helmut Fuchs Telefon 07 11/9 70-33 20, Telefax 07 11/9 70-33 95 Fraunhofer-Institut fuer Bauphysik IBP Nobelstrasse 12, D-70569 Stuttgart email: habermann@ibp.fhg.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Biologie, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).