Die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist vom 1. bis 5. März auf der CeBIT 2011 vertreten. Im Rahmen des NTH-Projektes „NTH School für IT-Ökosysteme“ stellen Informatiker der NTH-Mitgliedsuniversitäten aus Braunschweig, Clausthal und Hannover den Flughafen der Zukunft vor. Zeitraubendes Warten am Check-in-Schalter könnte bald der Vergangenheit angehören.
Vor dem Hintergrund zunehmender Passagierzahlen im Flugverkehr haben die Wissenschaftler den „SmartAirport“ entwickelt. Über ein Mobiltelefon können Reisende ein Zeitfenster zum Einchecken zugeteilt bekommen. Wer mindestens eine Stunde vor Abflug am Flughafen eingetroffen ist, kann so garantiert eine halbe Stunde vor Abflug eingecheckt werden und sein Gepäck aufgeben. Der so genannte „Zeitslot“ für den Check-in wird dem Reisenden auf einem persönlichen Mobilfunkgerät, dem „SmartFolk“, angezeigt – etwa durch einen Signalton oder über Vibrationsalarm.
Der SmartAirport ist Ausschnitt aus dem Projekt „SmartCity“, einem Prototyp der IT-Ökosysteme. Der Begriff stammt aus der Biologie und zielt darauf ab, dass auch die immer größeren und komplexeren Softwaresysteme nur dann funktionieren, wenn sie im Gleichgewicht sind. Im Falle der IT-Ökosysteme sind die entscheidenden Regler dabei die Autonomie der einzelnen Komponenten und die Beherrschbarkeit des gesamten Systems. Da sich die einzelnen Bestandteile unabhängig voneinander weiterentwickeln, stoßen die klassischen Ansätze der Informatik bei softwareintensiven Systemen an ihre Grenzen.
„Für die Erforschung dieses ganzheitlichen Ansatzes liefert die NTH ideale Voraussetzungen. Sie gibt uns die Möglichkeit, die besten Forscher der drei Universitäten aus den verschiedenen Fachdisziplinen der Informatik in einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Nur so können wir dieses komplexe Themengebiet erfolgreich bearbeiten“, erläutert Prof. Dr. Andreas Rausch von der TU Clausthal, Sprecher der NTH-School für IT-Ökosysteme.
Die NTH-Forschergruppe arbeitet gemeinsam an übergreifenden Möglichkeiten, Softwarelösungen zu entwickeln, die dafür sorgen, dass das Gesamtsystem auch noch nach Jahren der Anwendung korrekt funktioniert. Im Mittelpunkt der Präsentation stehen auch die Mechanismen, die das IT-Ökosystem selbst nutzt, um sich in Balance zu halten.
Der SmartAirport wird präsentiert auf dem Gemeinschaftsstand „Innovationsland Niedersachsen“ in Halle 9.
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Informationstechnik
überregional
Forschungsprojekte, Kooperationen
Deutsch

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