Klare Regelungen zur Bildung von Zentren

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03.04.2011 09:52

Klare Regelungen zur Bildung von Zentren

Axel Burchardt Stabsstelle Kommunikation/Pressestelle
Friedrich-Schiller-Universität Jena

    Jenaer Universitätsrat tagte

    Das „Abbe Center of Photonics“ und das „Jena Center. Geschichte des 20. Jahrhunderts“ sind nur zwei hervorragende Beispiele für Wissenschaftszentren an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU). Doch neben der besonderen Sichtbarkeit der über Fachgrenzen hinaus arbeitenden Einrichtungen gibt es auch immer wieder Probleme im Zusammenhang mit solchen strukturübergreifenden Einrichtungen, etwa der Zuständigkeit in Finanzierungsfragen oder der strategischen Steuerung. Der Jenaer Universitätsrat hat daher das Thema „Universitäre Zentren an der FSU“ auf Wunsch der Universitätsleitung auf die Tagesordnung seiner jüngsten Sitzung gesetzt. Nach ausführlicher Beratung sind daraus Empfehlungen zum Umgang mit derartigen Zentren abgeleitet und vom Universitätsrat verabschiedet worden. Unter anderem wird empfohlen, Zentren ausschließlich befristet und anhand bereits vorhandener Forschungsstrukturen einzurichten. Unterstützende Ressourcen sollen nur für die Vorbereitung oder Durchführung konkreter Projekte gewährt werden. Eine Verlängerung soll nach erfolgreicher Evaluierung möglich sein.

    Eingehend hat sich der Universitätsrat mit den Ergebnissen des Exzellenzwettbewerbs befasst. Trotz der inzwischen vorliegenden sehr positiven Bewertung des eingereichten Zukunftskonzeptes war die Universität Jena nicht zur Antragstellung aufgefordert worden, „was ich außerordentlich bedauere“, sagte Prof. Dr. Bernhard Vogel, Vorsitzender des Jenaer Universitätsrates. Der Universitätsrat wird sich mit den Gründen der Entscheidung der Gemeinsamen Kommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates eingehend befassen „und mit Entschlossenheit und nach besten Kräften die Universität insbesondere bei der Steigerung ihrer internationalen Sichtbarkeit unterstützen“, betonte Vogel. „Der Universitätsrat ermutigt die Universität ausdrücklich, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“

    Universitätsleitung und -rat setzen große Hoffnungen in die bereits bestehende Exzellenz-Graduiertenschule „Jena School for Microbial Communication“ (JSMC), die derzeit ihren Fortsetzungsantrag erarbeitet. Am Vorabend seiner Sitzung hatte der Universitätsrat die JSMC besucht. In kurzen Präsentationen stellten Prof. Dr. Erika Kothe und Prof. Dr. Wilhelm Boland die Struktur und Organisation der Graduiertenschule vor und erläuterten ihren wissenschaftlichen Hintergrund. Dr. Thomas Maier, Geschäftsführer der Wacker Biotech GmbH Jena, ging anschließend auf die enge Verzahnung der JSMC mit der regionalen Wirtschaft ein. Bei einem Rundgang des Universitätsrates durch die Laborräume des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – stellten hochmotivierte Doktorandinnen und Doktoranden ihre Arbeiten vor und gingen anhand einzelner Projekte auf die Vernetzung von Arbeitsgruppen innerhalb der JSMC ein. Die Mitglieder des Universitätsrates begrüßten das enge Zusammenwirken der Universität mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, dem Klinikum und mit Partnern aus der Wirtschaft. Auf diese Weise entfalte sich das gesamte Potenzial von Spitzenleistungen im Bereich der Grundlagenforschung bis hin zu neuen Anwendungen und Produkten, die Arbeitsplätze im Freistaat schaffen.

    Bei seinem ersten Treffen in diesem Jahr hat der Universitätsrat außerdem den Jahresbericht 2010 der Universität entgegengenommen, der der Öffentlichkeit Ende April vorliegen wird. In der nächsten Sitzung im Mai wird sich der Rat ausführlich mit dem Jahresbericht befassen.


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-jena.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    fachunabhängig
    regional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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