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10.05.2011 18:42

Ruhestandsplaner referiert über Chancen und Risiken des demographischen Wandels

Andreas Schneider Dezernat Kommunikation und Marketing
Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

    Am Donnerstag, dem 5. Mai 2011, dozierte Matthias Köhler, wissenschaftlicher Leiter der OCCASIO Akademie für Ruhestandsplanung Reutlingen, auf dem Wernigeröder Campus der Hochschule Harz in einem Gastvortrag zum Thema „Demographischer Wandel bedingt mehr Eigenverantwortung zur Ruhestandsplanung in der Bevölkerung“. Damit folgte er der Einladung der Hochschule Harz sowie Prof. Dr. Niels Olaf Angermüllers, Professor für Allgemeine BWL und Finanzmanagement am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, und begeisterte zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer.

    Köhler, der jährlich rund 120 Vorträge an deutschen Hochschulen bestreitet und sein Wissen auch als Fachautor zum Positionierungscoaching für zertifizierte Ruhestandsplaner weitergibt, konzentrierte sich in seinem Vortrag zunächst auf die Fakten des demographischen Wandels. „Die Zahl junger Menschen unter 30 Jahre geht stetig zurück, während die Menschen älter als 50 Jahre einen immer größeren Bevölkerungsanteil einnehmen. Nicht zuletzt auf Grund des rapiden medizinischen Fortschritts ist eine durchschnittliche Lebenserwartung von 110 Jahren immer realistischer. Die Gesellschaft überaltert.“, so der Betriebswirt. „Das am meisten unterschätzte Risiko des Alters ist die Pflegebedürftigkeit. Im Schnitt liegt die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, bei 1:6. Das Risiko steigt mit dem Alter sogar.“ Zugleich prognostizierte Köhler einen Bevölkerungsrückgang auf knapp 70 Millionen Einwohner in Deutschland bis 2050. Gefährlich ist in diesem Zusammenhang der sinkende Anteil Erwerbstätiger. „Jährlich verringert sich die Zahl der erwerbstätigen Personen um 250.000. Der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte verschärft sich und Unternehmen müssen selbst mit immer älteren Belegschaften Höchstleistungen erbringen“, skizzierte der Ruhestandsexperte.

    Vor diesem Hintergrund und im Zusammenhang mit einer zunehmenden Staatsverschuldung in Europa ist es wichtig, für die Zukunft vorzusorgen. „Unternehmen haben beispielsweise in ihrer Personalführung und Rekrutierung darauf zu achten, einen möglichst ausgewogenen Altersmix im Betrieb zu schaffen. Auch sollten ältere Arbeitskräfte entsprechend ihrer Kompetenzen eingesetzt werden“, erläuterte Köhler. Für den Einzelnen ist eine individuelle Lebensfinanz- und Ruhestandsplanung empfehlenswert. Allerdings ist ausreichende Flexibilität der Anlagen gefragt und nicht der Abschluss langfristiger Verträge. „Existenzielle Sicherung, Vermögensaufbau und -sicherung sind notwendig, um sich im Alter Ziele, Wünsche und Träume zu erfüllen. Dabei gilt es auch im Privaten ein Mindestmaß an unternehmerischem Denken an den Tag zu legen“, betonte der Finanzcoach mit Nachdruck. „Erst Planung, Controlling und Vermögensstreuung in Immobilien, Liquiditätsreserven, Aktien und festverzinslichen Anlagen – im Idealfall gemeinsam mit einem erfahrenen Finanzberater – stellen die eigene Ruhestandsplanung auf ein festes Fundament.“


    Weitere Informationen:

    http://www.hs-harz.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, jedermann
    Gesellschaft, Wirtschaft
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


    Matthias Köhler, wissenschaftlicher Leiter der OCCASIO Akademie für Ruhestandsplanung Reutlingen, referierte an der Hochschule Harz zum Thema „Demographischer Wandel bedingt mehr Eigenverantwortung zur Ruhestandsplanung in der Bevölkerung“.


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