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11.05.2011 15:27

Sparpolitik aus Sicht der Hochschulen katastrophal

Dr. Katharina Ceyp-Jeorgakopulos Presse und Kommunikation
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

    Stellungnahme des Hochschulpräsidenten Prof. Dr. Michael Stawicki zur Sparpolitik des Senats

    Prof. Dr. Michael Stawicki, Sprecher der Landeshochschulkonferenz und Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) äußerte sich heute auf der Pressekonferenz an der Universität Hamburg zu den aktuellen Sparbeschlüssen des Hamburger Senats:

    „Die bisher bekannt gewordenen Sparpläne des Senats sind aus Sicht der Hochschulen katastrophal. Nicht nur bleiben die schon damals scharf kritisierten Sparmaßnahmen des schwarz-grünen Senats bestehen, sondern es sind zusätzlich Personalabbau und erhöhte globale Minderausgaben geplant. Außerdem wird der Pakt zwischen Behörde und Hochschulen zur Finanzierung von Lohn-, Gehalts- und Preissteigerungen nicht verlängert, so dass hier nicht ausfinanzierte Zusatzkosten auf die Hochschulen zukommen.

    Nimmt man dies alles zusammen, so ergeben sich nach ersten Schätzungen nur für die HAW Hamburg Kürzungen in der Größenordnung von 5,6 Mio Euro. Das sind neun Prozent des Gesamtbudgets der Hochschule − oder, um die Dramatik konkret vor Augen zu führen − rund 60 Professorenstellen. Dies würde in etwa der Schließung einer gesamten Fakultät gleichkommen. Die HAW Hamburg wäre damit als maßgeblicher Ingenieurausbilder Norddeutschlands nicht mehr funktionsfähig!

    Außerdem gibt es im Haushalt der HAW Hamburg ein strukturelles Personalkostendefizit in Höhe von zirka 1,5 Mio. Euro pro Jahr. Weiterhin sind nicht finanzierte Mietkosten (Alexanderstraße 1,9 Mio. Euro und der neue Kunst- und Mediencampus Hamburg 500 Tsd. Euro) nicht in der Veranschlagung berücksichtigt.

    Auch sind derzeit für die dringend nötigen Bauvorhaben bei Universität, HAW Hamburg und den übrigen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen so gut wie keine Mittel vorgesehen. Und auch für den Exzellenzwettbewerb ist keine Vorsorge getroffen. Die gerade geborene Wissenschaftsstiftung wurde ebenfalls eingestellt; ein schlechtes Signal für Hamburg als exzellenter Wissenschaftsstandort.

    Der Eindruck drängt sich auf, dass die zukunftsweisende Bedeutung von Wissenschaft und Forschung und der Hochschulen nicht erkannt wird. Wie man auf dieser Basis die Innovationshauptstadt Europas werden will, erschließt sich nicht. Und ob unter diesen Umständen die Abschaffung der Studiengebühren und ihr Ersatz durch Landesmittel die richtige Entscheidung ist, darf offen bezweifelt werden.“

    Prof. Dr. Michael Stawicki, Sprecher der Landeshochschulkonferenz und Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg


    Weitere Informationen:

    http://www.haw-hamburg.de


    Anhang
    attachment icon Einsparungen an der HAW Hamburg

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Michael Stawicki


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