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16.05.2011 12:09

Starke Magnetfelder für tiefe Einblicke ins Gehirn

Dr. Norbert Aschenbrenner Corporate Communications, Corporate Technology
Siemens AG

    Siemens wird an der Universität Maastricht drei leistungsstarke Hochfeld-Magnetresonanz-Tomographen (MRT) installieren und damit völlig neue Einblicke ins menschliche Gehirn ermöglichen. Die Geräte sind für das renommierte Forschungsprojekt Brains Unlimited bestimmt, das die Funktionsweise des Gehirns erforscht. Siemens liefert eines der weltweit leistungsstärksten MRT-Systeme mit einer Magnetfeldstärke von 9,4 Tesla, sowie je ein Gerät mit drei und sieben Tesla.

    Siemens ist bisher das einzige Unternehmen, das ein 9,4-Tesla-Gerät für Forschungen am Menschen liefern kann. Sein Magnetfeld ist fast 200.000-mal stärker als das der Erde und wesentlich höher als die 1,5 Tesla eines Standard-MRT-Systems in einem Krankenhaus. Mit dem Ultrahochfeld-Gerät können die Forscher erheblich mehr Details aus dem Körperinneren sehen und Strukturen und Funktionsweisen des Gehirns in mikroskopischen Maßstäben erkennen. Die Wissenschaftler erhoffen sich von diesen Untersuchungen mehr Einblick in die Ursachen von schweren Krankheiten wie Multiple Sklerose, Alzheimer, Parkinson, Epilepsie sowie in die Entwicklung von Tumoren. Darüber hinaus werden die Ursachen von Verhaltensänderungen und Störungen wie Lese- und Schreibschwächen (Legasthenie) und Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung (ADHS-ADS) erforscht. Außerdem wird auch untersucht, inwieweit sich der Aufbau des Innenohrs von Musikern von dem anderer Menschen unterscheidet.

    Der Auftrag gehört zu den bisher größten in der Geschichte von Siemens Healthcare in den Niederlanden und beinhaltet auch den Bau eines speziellen Gebäudes für die drei MRT-Geräte. Das Projekt Brains Unlimited ist eine Initiative des MBIC (Maastricht Brain Imaging Centrum). Das MBIC ist Teil der Fakultät Neurophsychologie und arbeitet eng mit den Hirnforschern des Maastrichter Universitätsklinikums zusammen. Brains Unlimited wird von der Europäischen Union, der Provinz Limburg und der Gemeinde Maastricht finanziell gefördert.

    Foto: http://www.siemens.com/press/de/pressebilder/?press=/de/pressebilder/innovationn...


    Weitere Informationen:

    http://www.siemens.de/researchnews


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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