idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Science Video Project
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
20.05.2011 13:24

AMS hat seine Arbeit aufgenommen

Thomas von Salzen Pressestelle
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

    Rund um die Uhr begleiten RWTH-Wissenschaftler in den USA die Installation und Inbetriebnahme des Alpha-Magnet-Spektrometers

    Das war noch einmal Präzisionsarbeit: In einer mehrstündigen Aktion haben die Astronauten die Greifarme des Space-Shuttles und der Internationalen Raumstation ISS ferngesteuert und so das sieben Tonnen schwere Instrument an seine Position gebracht. Von dort aus wird das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) in den kommenden zehn Jahren die kosmische Höhenstrahlung im Weltraum messen. „Wir sind sehr froh, dass das AMS den Flug gut überstanden hat und wir bereits die ersten Daten empfangen“, freut sich Univ.-Prof. Dr. rer.nat. Stefan Schael. Der Inhaber des RWTH-Lehrstuhls für Experimentalphysik koordiniert die Gruppe der deutschen Wissenschaftler, die zurzeit vom Johnson Space Center in Houston aus rund um die Uhr das AMS auf seine künftigen Aufgaben vorbereitet.

    Einen Tag lang hat das internationale Team unter Beteiligung von Aachener und Karlsruher Wissenschaftlern das komplexe Instrument in Betrieb genommen und seine 650 Computer hochgefahren. In anschließenden Testläufen konnten die Physiker sich dann davon überzeugen, dass das Spektrometer den Transport ins All sehr gut überstanden hat. Mittlerweile wurden alle Detektoren schrittweise aktiviert. Einen wesentlichen Teil der Arbeit nimmt in den nächsten Monaten die Kalibrierung der Instrumente ein: 300.000 elektronische Kanäle müssen einzeln präzise justiert werden. Auf dieser Basis können dann die eigens entwickelten Computerprogramme die Daten aus dem All analysieren. AMS sendet pro Sekunde 2.000 Bilder der kosmischen Höhenstrahlung zur Erde. Aachener Wissenschaftler werden die Auswertungen im ersten Jahr in Houston und anschließend in der europäischen Großforschungseinrichtung „Cern“ bei Genf begleiten.

    „Das AMS ist ein ausgesprochen langfristiges Projekt aus dem Bereich der Grundlagenforschung“, erläutert Prof. Schael. „Es wird Jahre dauern, bis wir die ganze wissenschaftliche Ernte eingefahren haben. Dafür erhoffen wir uns grundlegende Erkenntnisse über den Aufbau unseres Universums, das uns beispielsweise mit der sogenannten ‚Dunklen Materie‘ noch viele Rätsel aufgibt.“
    i.A. Sabine Busse


    Bilder

    Im Kontrollraum des Johnson Space Center in Houston. Stehend v. l.: Prof. Dr. Stefan Schael (RWTH), Prof. Dr. Klaus Lübelsmeyer (RWTH), Prof. Dr. Samual C. C. Ting (MIT), Dr. Thomas Kirn (RWTH). Unten v. l.: Melanie Heil (KIT), Dr. Thorsten Siedenburg (RWTH) Dr. Francesca Spada (INFN Rom) und Mark Millinger (RWTH).
    Im Kontrollraum des Johnson Space Center in Houston. Stehend v. l.: Prof. Dr. Stefan Schael (RWTH), ...

    None


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Physik / Astronomie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Im Kontrollraum des Johnson Space Center in Houston. Stehend v. l.: Prof. Dr. Stefan Schael (RWTH), Prof. Dr. Klaus Lübelsmeyer (RWTH), Prof. Dr. Samual C. C. Ting (MIT), Dr. Thomas Kirn (RWTH). Unten v. l.: Melanie Heil (KIT), Dr. Thorsten Siedenburg (RWTH) Dr. Francesca Spada (INFN Rom) und Mark Millinger (RWTH).


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).