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11.08.2011 10:45

Pressevorführung - Marokkanische Filmtage, 16.8.11, 10 Uhr, Kino Arsenal Berlin

Regina Sarreiter Zentrum Moderner Orient (ZMO)
Geisteswissenschaftliche Zentren Berlin e.V. (GWZ)

    EINLADUNG ZUR PRESSEVORFÜHRUNG
    Dienstag, 16. August, ab 10h

    Umbruch und Vielfalt – Marokkanische Filmtage
    1. bis 4. September 2011 im Kino Arsenal

    Schon lange bevor auch Marokko im Zusammenhang mit den aktuellen Protesten in Nordafrika in den Fokus geriet, befand sich das Land im Umbruch. Seit gut 20 Jahren findet hier ein Reform- und Öffnungsprozess statt, in dessen Mittelpunkt die gesellschaftlichen und politischen Partizipationsmöglichkeiten des Individuums stehen.

    Die gemeinsam vom Arsenal – Institut für Film und Videokunst und dem Zentrum Moderner Orient veranstalteten Marokkanischen Filmtage präsentieren ein Programm, das von den gesellschaftspolitischen Veränderungen der letzten zehn Jahre in Marokko zeugt. Der Reformprozess, durchaus von Rückschlägen und Widersprüchlichkeiten geprägt, zeichnet sich auch in den Arbeiten der Filmemacher/innen ab.

    Vom 1. bis zum 4. September zeigt das Kino Arsenal neun marokkanische Spiel- und Dokumentarfilme aus den Jahren 2001 bis 2010, von denen die meisten erstmalig in Berlin zu sehen sind. Sie versammeln ein breites Spektrum an Themen: die Aufarbeitung der Geschichte politischer Häftlinge, die Rechte von Frauen, die Auflösung patriachaler Strukturen, Migration, Korruption und das Verhältnis zur Berberkultur. Es sind Filme, die sich mit Tabus beschäftigen und die Grenzen von Ausdrucksfreiheit und Zensur austesten. Es sind Filme, die eine Vielfalt ästhetischer Mittel nutzen. Und es sind Filme, die neue Perspektiven eröffnen auf ein arabisches Land im Umbruch.

    Vielfalt und Vitalität des marokkanischen Kinos kommen nicht von ungefähr. Im Unterschied zu den anderen Ländern des Maghreb werden staatlicherseits große Anstrengungen unternommen, die Filmindustrie des Landes auszubauen. Ausdruck dessen sind z.B. die Neuausrichtung des Centre Cinématographique Marocain seit 2004 mit der Auflage eines Filmförderfonds, die Gründung des Filmfestivals (2001) und der Filmhochschule (2005) in Marrakesch. Die nationale Filmproduktion wächst stetig und ist heute nach Ägypten die zweitgrößte in der arabischen Welt. Eine Bereicherung für die Filmszene Marokkos ist nicht zuletzt die von Filmenthusiasten im Jahr 2006 eröffnete Cinémathèque in Tanger.

    Wir freuen uns sehr, dass wir fünf Filmschaffende aus Marokko im Arsenal begrüßen dürfen: Noufissa Sbaï, Yasmine Kassari, Talal Selhami, Swel Noury und Imad Noury sind zu Gast. Neben den Gesprächen im Anschluss an die Vorführungen ihrer Filme werden sie im Rahmen eines Besuchsprogramms eine Woche lang Gelegenheit haben, mit deutschen Verleihern, Regisseuren und Produktionsfirmen in Kontakt zu treten. Außerdem findet am 4.9. eine Podiumsdiskussion statt, die sich dem gesellschaftlichen und künstlerischen Wandel in Marokko widmet.

    Am 16. August, ab 10 Uhr möchten wir Ihnen vorab folgende Filme vorstellen:

    10h
    AL OUYOUNE AL JAFFA / LES YEUX SECS Cry No More Narjiss Nejjar Marokko/F 2003 OmF 120’

    12h
    ASHLAA / FRAGMENTS In Pieces Hakim Belabbes Marokko 2009 OmE 90’

    30 Minuten Pause

    14h
    AYYAM AL WAHM / MIRAGES Talal Selhami Marokko 2010 OmE 105‘

    Anbei erhalten Sie das kommentierte Filmprogramm zu den Marokkanischen Filmtagen. Die anwesenden FilmemacherInnen stehen für Interviews zur Verfügung.

    Eine Veranstaltung von Arsenal – Institut für Film und Videokunst und Zentrum Moderner Orient (ZMO). In Kooperation mit dem SFB 640 an der HU Berlin und dem Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL). Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs Marokko und des Centre Cinématographique Marocain (CCM). Das Besuchsprogramm für die Filmschaffenden wird durch die Unterstützung des Auswärtigen Amt ermöglicht.

    Für Interviewtermine zum Filmprogramm, DVDs und weitere Informationen:
    Christine Sievers | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    030 269 55 143 oder cs@arsenal-berlin.de | www.arsenal-berlin.de
    Kino Arsenal 1 & 2 | Potsdamer Straße 2 | 10785 Berlin

    Für Interviews und Hintergrundinformation zu Marokko:
    Dr. Sonja Hegasy | Zentrum Moderner Orient
    030 80307-223 oder sonja.hegasy@rz.hu-berlin.de | www.zmo.de

    Das Arsenal – Institut für Film und Videokunst wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.


    Anhang
    attachment icon Programm Marokkanische Filmtage

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Pressetermine
    Deutsch


    www.zmo.de


    Zum Download

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    Arsenal - Insitut für Film und Videokunst e.V.


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