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23.09.2011 09:37

Schiffsverkehr sorgt für dicke Luft - Plasmen und Katalysatoren können schädliche Abgase verringern

Liane Glawe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V.

    Der Schiffsverkehr produziert mit ca. 2,3 Millionen Tonnen pro Jahr mehr Stickoxide als der gesamte Luftverkehr. Bis zum heutigen Tag fehlt es jedoch an wirkungsvollen Methoden oder Filtern, die zur Abluftbehandlung auf Schiffen eingesetzt werden können.

    Ein Deutsch-Polnisches Team aus Industrie und Forschung will Schiffsdieselabgase mit Hilfe einer neuartigen Kombination aus Plasmen und Katalysatoren reinigen. Die neoplas GmbH koordiniert federführend das Projekt „Plasma-based catalytic treatment of exhaust emissions of marine diesel engines“. Damit können Reeder und Werften die verschärften Umweltnormen einhalten, laut denen der Ausstoß von Stickoxiden bis 2016 um 80 Prozent gesenkt werden muss.

    Plasma gilt als vierter Aggregatzustand und entspricht einem teilionisierten Gas. Während Plasmen in der Sonne mehrere Millionen Grad heiß sind, lassen sie sich auch kalt für vielfältige Anwendungen in der Oberflächentechnik, Medizin oder im Umweltschutz einsetzen wie eben z.B. als Plasmafilter in der Abluftaufbereitung. Jedoch werden hier, anders als bei herkömmlichen Verfahren zur Abgasbehandlung, zwei Methoden in einem Prozess integriert: Katalysatoren und modernste Plasmatechnologie werden zu einem neuartigen Abgasnachbehandlungsverfahren kombiniert. Durch gezielte Oxidation und Reduktion werden die Stickoxide dabei in unschädliche Bestandteile umgewandelt.

    Das dreijährige Verbundprojekt wird auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert, auf der polnischen Seite vom Ministerium für Wissenschaft und Hochschulwesen.

    Die neoplas GmbH wurde 2005 als Technologietransferzentrum aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. gegründet, der größten Forschungseinrichtung in Europa zur industriellen Ausrichtung dieses Themas. Hauptaufgabe sind die Entwicklung von Technologien bis zur Marktreife sowie Technologiemanagement und Forschungsmarketing.

    Das Konsortium:
    • Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP Greifswald)
    • neoplas GmbH
    • MET Motoren- und Energietechnik GmbH
    • Leibniz-Institut für Katalyse e.V.
    • Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik Universität Rostock
    • Maritime Akademie Szczecin
    • Westpommersche Technische Universität Stettin


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Chemie, Meer / Klima, Physik / Astronomie, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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