idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
20.10.2011 14:19

Saar-Universität richtet erste Poetik-Professur für Dramatik im deutschsprachigen Raum ein

Gerhild Sieber Pressestelle der Universität des Saarlandes
Universität des Saarlandes

    Als erste Universität des deutschsprachigen Raumes richtet die Saar-Uni in diesem Wintersemester gemeinsam mit dem Saarländischen Staatstheater und der Landeshauptstadt Saarbrücken, der VHS Regionalverband Saarbrücken sowie der VSE AG in Saarbrücken eine Poetik-Professur ausschließlich für Dramatik ein. Sie wird in diesem Jahr vom Berliner Theater-Kollektiv „Rimini Protokoll“ übernommen. Die drei Theater-Autoren und -Regisseure des Kollektivs gehören zu den einflussreichsten Theatermachern der Gegenwart. Die Vorträge, die sie im Rahmen der Poetik-Professur halten, sind öffentlich und finden an vier Montagabenden im Januar und Februar 2012 in der Saarbrücker Innenstadt statt.

    Ziel einer Poetik-Professur ist es, herausragende Schriftsteller der Gegenwart einzuladen, öffentlich über ihr Schreiben zu reflektieren. Indem die ausgewählten Autoren ihre Vorstellungen von der Literatur erläutern und Einblicke in ihre Schreibwerkstatt geben, vermittelt die Professur somit unmittelbar zwischen Literatur und Lesern. Erstmals im deutschsprachigen Raum wird nun an der Universität des Saarlandes eine Poetik-Professur eingerichtet, die allein Dramatikern und damit dem Theater im weitesten Sinne vorbehalten ist. Vergeben wurde sie an das Autoren- und Regiekollektiv „Rimini Protokoll“, das von Berlin aus international agiert und in Deutschland und Europa vielfach ausgezeichnet wurde.

    Seit 2002 initiieren, schreiben und organisieren Helgard Haug (*1969), Stefan Kaegi (*1972) und Daniel Wetzel (*1969) unter dem Label „Rimini Protokoll“ in wechselnden Konstellationen vielbeachtete und einflussreiche Theaterprojekte in Deutschland und weltweit. „Mit der Einladung an Rimini Protokoll, die erste Poetik-Professur für Dramatik zu übernehmen, verschreibt sich Saarbrücken einem zeitgemäß weiten Begriff des Dramatischen, denn die Poetik-Professur lädt ausdrücklich zum Gespräch über die reiche Formenvielfalt des zeitgenössischen Theaters in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Sie gibt allen Freunden des Theaters die Gelegenheit, Helgard Haugs, Stefan Kaegis und Daniel Wetzels Antwort auf die zentralen Fragen des zeitgenössischen Theaters genauer zu studieren und im Gespräch mit den drei Theatermachern zu diskutieren“, erläutert Johannes Birgfeld von der Saar-Universität, der in der Germanistik parallel zu den vier öffentlichen Vorträgen ein Seminar zum Werk von „Rimini Protokoll“ anbietet, in dem die Arbeiten des Theaterkollektivs wissenschaftlich analysiert werden.

    Die ersten drei Veranstaltungen von „Rimini Protokoll“ im Rahmen der Poetik-Professur finden als öffentliche Abendvorträge im Saarländischen Staatstheater statt, der vierte und letzte im Festsaal des Saarbrücker Rathauses. Somit ist die kulturinteressierte Öffentlichkeit eingeladen, dabei zu sein, wenn die Theatermacher ihr Konzept beziehungsweise ihre Poetik von Drama und Theater theoretisch reflektieren und anschaulich erläutern. Im Anschluss an die Vorträge ist das Publikum zum offenen Gespräch mit den drei Machern von „Rimini Protokoll“ eingeladen. Der Eintritt ist frei.

    Die Vorträge finden ab dem 23. Januar 2012 an vier Montagen im Januar und Februar, jeweils um 20.00 Uhr, statt. Ab 19.30 Uhr werden jeweils Filmausschnitte aus Arbeiten von „Rimini Protokoll“ gezeigt.

    Weitere Infos unter: http://www.poetikprofessur.de

    Fragen beantwortet:
    Dr. Johannes Birgfeld
    Universität des Saarlandes, Fachrichtung Germanistik
    Tel: +49 (0) 681 302-57434
    E-Mail: j.birgfeld@mx.uni-saarland.de


    Anhang
    attachment icon Rimini Protokoll

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Musik / Theater, Sprache / Literatur
    überregional
    Kooperationen, Studium und Lehre
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).

    Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Durch das Weitersurfen auf idw-online.de erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Datenschutzerklärung
    Okay