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14.11.2011 10:19

Greifswalder Geowissenschaftler sind Kooperationspartner des Erdölunternehmens CEP

Jan Meßerschmidt Presse- und Informationsstelle
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald und Central European Petroleum (CEP) wollen in der regionalgeologischen Forschung zusammenarbeiten. Wissenschaftler des Instituts für Geographie und Geologie und das deutsch-kanadische Erdölunternehmen haben am 11. November 2011 eine Kooperationsvereinbarung zur wissenschaftlichen Erforschung des geologischen Aufbaus Vorpommerns und des deutschen Ostseebereichs unterzeichnet.

Ziel des gemeinsamen Forschungsprojektes ist die Untersuchung der geologischen Entwicklung im nordöstlichen Randbereich des Norddeutschen Beckens. Projektpartner wird der Geologische Dienst im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie sein, dem die gewonnenen Erkenntnisse ebenfalls uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden.

Bis zu 300 Millionen Jahre alt sind die geologischen Schichten und Strukturen, die Geowissenschaftler der Universität Greifswald und Mitarbeiter des Erdölunternehmens CEP gemeinsam untersuchen werden. Vor allem die Bereiche der nordostdeutschen Küstengewässer sind für die Forscher interessant.
„Wir möchten gern erfahren, wie sich Gesteinsschichten, die wir bereits auf dem Festland ausführlich untersucht haben, weiter nach Norden fortsetzen sowie ihre Verbreitung und Beschaffenheit kennenlernen. Es ist ausgesprochen erfreulich, dass wir mit CEP einen Kooperationspartner an der Seite haben, der uns bei der Gewinnung eines tieferen wissenschaftlichen Verständnisses der geologischen Entwicklung im südlichen Ostseeraum unterstützt“, erklärt Prof. Dr. Martin Meschede, Projektleiter am Institut für Geographie und Geologie der Universität Greifswald.

CEP wird geophysikalische Daten und Gesteinsproben zugänglich machen, die eine Universität gewöhnlich nicht erhält. Ferner unterstützt CEP die Universität mit der Finanzierung für computergestützte Auswertungssysteme und wissenschaftliche Arbeiten. Des Weiteren erhalten Studierende Gelegenheit, Praxiserfahrung zu sammeln. Die Firma CEP Deutschland gehört zu den ersten Förderern, die ein Deutschland-Stipendium für eine Studentin der Universität Greifswald finanzieren.

Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt dienen der genaueren Kenntnis von Gesteinsformationen des tiefen geologischen Untergrunds, ihren Lagerungsverhältnissen und Nutzungspotenzialen. „Es wird uns dadurch möglich, die Beratung von Landes- und Kommunalbehörden, Verbänden, der Wirtschaft und nicht zuletzt der Bürgerinnen und Bürger zur Geologie Mecklenburg-Vorpommerns noch besser vorzunehmen“, begrüßt Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer, Leiter des Geologischen Dienstes des Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG), die Kooperation. Das betrifft Themen wie Energie- und Rohstoffsicherung, darunter die Standsicherheit von Offshore-Windanlagen; außerdem unterirdische Raumordnung im Hinblick auf konkurrierende Nutzungen (zum Beispiel Geothermie, Gasspeicherung) sowie Geogefahren (beispielsweise Erdbeben).

„Central European Petroleum freut sich, die 50-jährige Tradition der Erdölerkundung und -förderung in Mecklenburg-Vorpommern fortzuführen, heute allerdings mit neuester Technik. Die Geowissenschaften der Universität Greifswald haben besonders in den 1970er- und 1980er-Jahren wichtige Grundlagenbeiträge zur Geologie der heimischen Erdöllagerstätten, zum Beispiel durch Forschungsprojekte mit Diplom- und Doktorarbeiten, geleistet. Unsere Arbeit basiert auf diesen Erkenntnissen. Daher ist es für uns eine Ehre und Freude, diese lange erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie mit der Universität Greifswald fortzusetzen“, so Jaap Bouwman, Leiter von CEP Deutschland. Die Kooperation ist zunächst auf drei Jahre angelegt.

Ansprechpartner

Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Prof. Dr. Martin Meschede
Institut für Geographie und Geologie
Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 17a, 17487 Greifswald
Telefon 03834 86-4560
meschede@uni-greifswald.de

CEP Central European Petroleum GmbH
Dr. Thomas Schröter
Rosenstraße 2, 10178 Berlin
Telefon 030 243102190
de-info@cepetro.com

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern
Geologischer Dienstag
Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer
Goldberger Straße 12, 18273 Güstrow
Telefon 03843 777-770
ralf-otto.niedermeyer@lung.mv-regierung.de


Weitere Informationen:

http://www.mnf.uni-greifswald.de/institute/geo/geologie/regio.html - Institut für Geographie und Geologie – Regionale/Strukturgeologie
http://www.cepetro.com/ - Central European Petroleum (CEP)
http://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/hauptmenue/lung/struktur/abt4.htm - Geologischer Dienst des Landesamtes für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG)


Ergänzung vom 14.11.2011

Die korrekte Anschrift für das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V lautet:

Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern
Geologischer Dienst
Prof. Dr. Ralf-Otto Niedermeyer
Goldberger Straße 12, 18273 Güstrow
Telefon 03843 777-770
ralf-otto.niedermeyer@lung.mv-regierung.de


Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
Geowissenschaften
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Kooperationen
Deutsch


Nach Vertragsunterzeichnung arbeiten die Geowissenschaftler der Universität Greifswald nun mit dem deutsch-kanadischen Erdölunternehmen CEP zusammen.


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