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16.11.2011 08:13

Slavoj Žižek: Ein Hegelianer der Postmoderne zu Gast an der Hochschule für Philosophie

Michael Reder Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Philosophie München

    Öffentlicher Vortrag am 24.11.2011 im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Hochschule

    Der slowenische Philosoph und Kulturtheoretiker Slavoj Žižek ist ein Provokateur in der philosophischen Landschaft. Žižek gilt als ein „radical leftist“ und ist einer der meist-rezipierten und gleichzeitig umstrittensten politischen Philosophen der Gegenwart. Mit ausgefallenen Analysen gesellschaftlicher Entwicklungen macht er immer wieder auf Kristallisationspunkte der Gegenwart aufmerksam. Dabei greift er auch auf zentrale Figuren der Philosophiegeschichte wie Hegel zurück und interpretiert sie von vollkommen neuen Perspektiven. Nicht zuletzt seine vielfältigen Bezüge auf das kulturelle Leben, wie zum Beispiel die Filmlandschaft, haben seine Vorträge auch im Internet berühmt gemacht. Im Rahmen der 40-Jahr-Feier der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München hält Žižek am 24. November einen öffentlichen Vortrag. Die Veranstaltung beginnt um 19.30 Uhr in der Aula Hochschule (Kaulbachstraße 31).

    Theoretischer Hintergrund der Analysen Žižeks sind besonders die Werke von Autoren des deutschen Idealismus. Mit dem Instrumentarium der psychoanalytischen Philosophie Lacans wendet er die Einsichten der Idealisten auf philosophie-politische Fragen der Gegenwart an. Žižeks Werke thematisieren dabei besonders Fragen der Identität und Identitätsbildung. Er betont, dass Identitätsprozesse nicht isoliert betrachtet werden können. Diese sind vielmehr immer schon in ein Geflecht aus Ideologien, gesellschaftlichen Verhältnissen und psychischen Konstellationen des Unbewussten eingebunden.

    Žižeks Vortrag trägt den Titel: „Where Hegel wasn't Hegelian Enough: Sex, Rabble And Revolution“. Darin drückt sich auch das philosophische Programm Žižeks aus. In einer kritischen Lektüre ausgewählter Überlegungen von Hegel will er zeigen, wo Hegel vor seinen eigenen Konsequenzen zurückgeschreckt ist. An Beispielen wie Sex und Revolution wird er dies aufzeigen.

    Žižek ist momentan Professor am Institut für Soziologie der Universität Ljubljana und der Internationale Direktor am Institute for the Humanities der Birkbeck University of London. Er hielt zahlreiche Gastprofessuren inne, unter anderem an der University of Chicago, Princeton, New York University und der University of California. Žižek hat mehr als zwanzig Bücher veröffentlicht, von denen besonders die Werke „The Sublime Object of Ideology“, „The Ticklish Subject“ und „Tarrying with the Negative“ herausragen. Das Werk Hegels ist dabei immer wieder zentraler Bezugspunkt seiner Analysen.

    Kontakt:
    Hochschule für Philosophie
    Dr. Michael Reder
    Kaulbachstr. 31a
    80539 München
    Tel.: +49(0)89-2386-2357
    E-Mail: presse@hfph.de


    Weitere Informationen:

    http://www.hfph.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende
    Philosophie / Ethik
    überregional
    Studium und Lehre, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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