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01.12.2011 09:10

AlWiP – Alzheimer Wissensportal vorgestellt

Kordula Lindner-Jarchow M.A. Presse- und Kommunikationsstelle
Universität Siegen

    Eine ständig älter werdende Gesellschaft stellt immer weitreichendere Anforderungen sowohl an das Gesundheitssystem als auch an technologische und medizinische Systeme. Neben Verfügbarkeit und Erreichbarkeit von medizinischem Wissen ist auch der Austausch von Patienten, Angehörigen und medizinischem Personal zunehmend wichtig. Mit einem Workshop haben Ingenieurwissenschaftler der Universität Siegen und Mediziner jetzt das AlWiP – das Alzheimer Wissensportal vorgestellt.

    „Je früher, schneller und umfassender Informationen erreichbar sind, desto aussichtsreicher sind Handlungs- wie Behandlungsaussichten“, sagt Professor Dr.-Ing. Madjid Fathi, Leiter des Instituts für Wissensbasierte Systeme (Dept. Elektrotechnik und Informatik der Univ. Siegen). „Das bedeutet weniger Leiden und senkt dazu durch effizientere und schnellere Therapien und Erfahrungsaustausch letztlich die Kosten für unser Gesundheitssystem.“
    Bereits 2006 ist Professor Fathi zum damaligen Weidenauer Chefarzt für Neuroradiologie, Professor Dr. med. Jürgen Reul mit der Frage gegangen, „Wie können wir zusammenarbeiten?“ Beiden geht es um Aufklärung, Vorsorge und einen freien, barrierelosen Zugang zu medizinischem Wissen. „Gerade beim Thema Alzheimer leiden alle mit, letztlich die ganze Gesellschaft“, sagt Prof. Fathi. Professor Reul faszinierte „die interdisziplinäre Zusammenführung von natürlicher und künstlicher Intelligenz“, wie er sagt.
    Ziel des AlWiP-Portals ist es daher, Patienten und Angehörigen ein breites Spektrum an Informationen über die Krankheit und ihre Auswirkungen bereitzustellen und durch Online-Angebote, Erfahrungsaustausch und assistierte Recherche ihre Früherkennung zu fördern. Dabei richtet sich das Portal gerade auch an Angehörige mit Krankheitsfällen in der Familie und verbindet so Patienten, Angehörige und medizinisches Personal über eine homogene zugängliche Kommunikationsplattform. Austausch, Information und Unterstützung gehen so Hand in Hand und ermöglichen einen aufgeklärten selbstbestimmten Umgang mit Krankheit und Pflege, frei von sozialer Stigmatisierung.
    Professor Reul, jetzt Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Beta Klinik für Kopf und Wirbelsäule in Bonn, der Chefarzt der Weidenauer Neurologie, Professor Dr. med. Martin Grond sowie der Neuropsychologe Professor Dr. med. Josef Kessler vom Zentrum für Neurologie und Psychologie der Uniklinik Köln haben die Entwicklung des intelligenten Neuro-Assistenzsystems mit medizinischem Sachverstand begleitet. Die technische Realisierung wurde von einem engagierten Studierendenteam bewerkstelligt.

    Kontakt und weitere Informationen:
    Prof. Dr. -Ing. Madjid Fathi
    Universität Siegen, Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät
    Institut für Wissensbasierte Systeme und Wissensmanagement
    Tel.: 0271 / 740-2311
    Email: fathi@informatik.uni-siegen.de


    Weitere Informationen:

    http://www.Alzheimer-Wissensportal.de


    Anhang
    attachment icon Programm Workshop "Wenn die Selbständigkeit schwindet - Möglichkeiten für Wissenstransfer und Vernetzung bei Demenz und Alzheimer"

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Wissenschaftler
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Medizin
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Kooperationen
    Deutsch


    Das Foto zeigt v.li. Forschungs-Prorektor Prof. Dr.-Ing. Peter Haring Bolivar, Prof. Dr. med. Josef Kessler (Zentrum für Neurologie und Psychologie der Uniklinik Köln), Prof. Dr.-Ing. Madjid Fathi (Univ. Siegen), Prof. Dr. med. Jürgen Reul (Beta Klinik, Bonn)


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