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11.03.2002 09:34

IBM fördert Graduiertenkolleg

Jochen Brinkmann Kontaktstelle Schule - Universität
Technische Universität Clausthal

    Die Kritik, dass unser deutsches Hochschulsystem den Erfordernissen nach fachübergreifenden Kompetenzen, ausdifferenzierter Qualifizierung und Beschäftigungsfähigkeit zu wenig Rechnung tragen würde, haben die Technische Universität Clausthal und die IBM Deutschland Speichersysteme GmbH in einem innovativen Gemeinschaftsprojekt relativiert. Als Ergänzung zum von der Deutschen Forschungsgemeinschaft verwalteten Graduiertenkolleg-Programm installierten die Institutionen Deutschlands erstes Industrie-Graduiertenkolleg für Industrielle Anwendungen der Stochastik.

    Mit dieser Einrichtung wollte man jungen Wissenschaftlern der Mathematik und Informatik Gelegenheit bieten, anwendungsnah zu forschen. Gleichzeitig wollte man demonstrieren, daß Grundlagenforschung auch im produktionsnahen Umfeld gedeihen und durch geeignete Management-Prozesse rasch einer technologischen Verwendung zugeführt werden kann. Dieser Tage sind die letzten beiden Teilnehmer des Kollegs erfolgreich promoviert und in anspruchsvolle Positionen vermittelt worden. Im Rahmen des von IBM mit insgesamt über 500 000 Euro ausgestatteten Projekts wurden nicht nur exzellente Nachwuchswissenschaftler promoviert sondern auch zahlreiche Diplom- und Studienarbeiten wissenschaftlich betreut und finanziell gefördert. Einige dieser Entwicklungen werden u. a. auf der Hannover Messe 2002 der Öffentlichkeit präsentiert. Im Gegenzug kamen Mitarbeiter der Technischen Universität Clausthal als Gastwissenschaftler nach Mainz, um in der Produktion der IBM die Anwendung neuer mathematischer Planungsmethoden zu erproben und um innerbetriebliche Vorlesungen zu halten. Besonderes Lob gebührt dem Management der IBM, das den jungen Wissenschaftlern tatkräftig geholfen hat, den Spagat zwischen Wissenschaft und Praxis zu meistern.

    Die Schirmherren, die beiden Geschäftsführer der IBM Deutschland Speichersysteme GmbH Dr. Walter Meizer und Dieter Münk und der Prorektor der TU Clausthal Prof. Dr. Thomas Hanschke, möchten ihr Experiment als Beispiel für eine strukturierte Doktorandenausbildung und als konsequente Fortsetzung des den Berufsakademien zugrundeliegenden dualen Ausbildungsprinzips verstanden wissen. Schließlich werde es angesichts der Anforderungen eines veränderlichen Arbeitsmarktes und einer stark arbeitsteiligen Industrie immer dringlicher, dass die Absolventen frühzeitig praktische Erfahrungen erwerben, damit sie später rasch in die Unternehmensabläufe eingebunden werden können.

    Angesichts des großen Erfolgs dieses Projekts denken IBM und die TU Clausthal bereits darüber nach, mit Partnern aus anderen Branchen und mit Unterstützung eines öffentlichen Sponsors das Kolleg auf ein noch größeres Fundament zu stellen. Ebenso sei daran gedacht, das um das Kolleg angesiedelte Know How für integrierte Weiterbildungsstudiengänge zu nutzen. Prof. Dr. Ernst Schaumann, Rektor der TU Clausthal, hat bereits bekräftigt, daß seine Universität auch dafür ein aufgeschlossener und ausgewiesener Partner sei.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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