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12.04.2002 10:59

Aus für BioParc Dresden

Dipl.Biol. Renate Ries Medien und Kommunikation
Klaus Tschira Stiftung gGmbH

    Klaus Tschira Stiftung wird Lingner Schloss nicht wiederbeleben

    Heidelberg, 12.04.2002. Die Klaus Tschira Stiftung, gemeinnützige GmbH in Heidelberg beendet ihre Bemühungen, den BioParc Dresden zu errichten und das Lingner Schloss zu diesem Zweck zu restaurieren. Nach rund zweijähriger Beschäftigung mit diesem Vorhaben ist Stifter und Kuratorium dieser Entschluss nicht leicht gefallen. Die Entscheidung fiel umso schwerer, als gerade in den letzten Wochen und Monaten die Landesregierung des Freistaates Sachsen, das Regierungspräsidium Dresden, die Verwaltung der Landeshauptstadt Dresden, Professoren und Studierende der TU sowie viele Bürger den Stifter und die Mitarbeiter der Stiftung herzlich und engagiert ermutigten, das Vorhaben weiterzuentwickeln. Ausschlaggebend für diesen Entschluss sind vorwiegend steuerrechtliche Gründe. Das "Aus" betrifft sämtliche geplanten Baumaßnahmen der Klaus Tschira Stiftung (KTS) in Dresden.

    Am 26. Februar dieses Jahres hatte die Klaus Tschira Stiftung bereits ihre Absicht bekannt gegeben, hinsichtlich der Pläne um das Lingner Schloss eine Denkpause einzulegen. Die Prüfung aller offenen Fragen ergab folgendes Bild:

    Die völlig berechtigten Belange des Grünflächen- und Denkmalschutzes setzten Rahmenbedingungen für den geplanten Neubau:

    * Die Nebenanlagen (Stellplätze, Hörsaal, Rechenzentrum) mussten unterirdisch und damit kostensteigernd vorgesehen werden.

    * Die vermietbare Nutzfläche im sichtbaren Teil des Neubaus wäre zu gering für einen wirtschaftlichen Betrieb des BioParc.

    Die Stiftung war grundsätzlich bereit, die jährliche Unterfinanzierung zu Gunsten neu gegründeter Unternehmen aus dem Bereich der Biowissenschaften durch einen Zuschuss auszugleichen. Unter anderem zu diesem Zweck war die Gründung der 'Klaus Tschira Stiftung in Sachsen' in Form einer gemeinnützigen GmbH vorgesehen. Die in den letzten Monaten erfolgte, steuerliche Prüfung des Vorhabens ergab jedoch, dass eine dauerhafte Unterfinanzierung nicht im Einklang mit den derzeit geltenden Steuergesetzen steht und gegebenenfalls zum Entzug der Gemeinnützigkeit führt. Aus diesen Gründen verzichtet die Stiftung auf alle weiteren Schritte zur Realisierung des BioParc Dresden.

    Anderen Standorten im Raum Dresden fehlt das einmalige Ambiente von Park und Schloss.

    Es mag in diesem Zusammenhang der Eindruck entstehen, die Stiftung habe sich sehr oder sogar zu viel Zeit eingeräumt, diese Erkenntnisse zu gewinnen. Hierzu möchten wir sagen, dass bei aller Begeisterung für das Projekt BioParc Dresden - auf Seiten der Stiftung, aber auch auf Seiten der Behörden - zunächst einmal das Denkmal Lingner Schloss und seine Bedeutung für das Erscheinungsbild der Stadt im Mittelpunkt der Planungen standen. Dabei wurden zunächst ausschließlich die Interessen des Denkmalschutzes für Schloss und Park berücksichtigt. Dieser Dialog mit den zuständigen Ämtern wurde Ende vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen. Erst danach konnte das Ergebnis einer ökonomischen und steuerlichen Prüfung unterzogen werden.

    Die Stiftung teilt die berechtigten Sorgen und Wünsche um den Erhalt des Denkmals Lingner Schloss und Park ausdrücklich, bittet aber um Verständnis, wenn steuerliche und ökonomische Gründe eine Realisierung ihrer ursprünglichen Pläne verhindern.

    Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS), Heidelberg, fördert vor allem Forschungsvorhaben der angewandten Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik. Außerdem unterstützt sie die Lehre an staatlichen und privaten Hochschulen und fördert einzelne Projekte der Denkmalpflege und der Künste. Die KTS hat ihren Sitz in der Villa Bosch in Heidelberg. Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.kts.villa-bosch.de.
    Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet unter www.bioparc.de.
    Kontakt:
    Renate Ries, Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Tel: 06221-533 214; Fax: 06221-533 198, renate.ries@kts.villa-bosch.de


    Weitere Informationen:

    http://www.kts.villa-bosch.de
    http://www.bioparc.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Informationstechnik
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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