30 Jahre Olympiadach München

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22.04.2002 13:36

30 Jahre Olympiadach München

Margit Anders Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Brandenburgische Technische Universität Cottbus

    Zum 30-jährigen Jubiläum der Überdachung der Olympia-Sportstätten in München wird im Rahmen der Vorlesung Baukonstruktion und Bauphysik (Prof. Liersch) am Mittwoch, 24. April ein Sondervortrag von Herrn Dipl.-Ing. Wolfgang Lehmann gehalten

    Der Olympiapark in München wurde vor 30 Jahren für die Olympischen Spiele erbaut. Das hervorstechende architektonische Merkmal sind die durch Seilnetzkonstruktionen gebildeten Dächer der Sportstätten. Neben der Olympia- und der Schwimmhalle stellt das Olympiastadion sicherlich den beeindruckendsten Teil der Anlage dar. Mit 34.500 m² zu überdachender Fläche und der Aufgabe, keine Stützen im Innenraum oder der Tribüne zu platzieren waren sowohl an die Phantasie der Planungsteams als auch an die ausführenden Ingenieure größte Anforderungen gestellt worden.

    Zwei große Masten mit ca. 70 m Höhe und sechs etwas kleinere tragen die aufgrund der großen Fläche notwendigen Luftstützen. Während für die Tiefpunkte hinter der Tribüne herkömmliche Bodenanker angeordnet werden konnten, war auf der Vorderseite keine Möglichkeit dafür gegeben, da sich diese Anker mitten im Spielfeld befunden hätten. So wurde ein 400 m langes Randseil gespannt, das auf der gegenüberliegenden Seite der überdachten Tribüne mit 4000 t schweren Betonquadern im Boden verankert wurde. Diese Anker - in der Größe eines kleinen Einfamilienhauses - sind aber an der Oberfläche nicht sichtbar, und so lässt sich die enorme Spannung, unter der das Randseil steht, kaum nachvollziehen. Jedoch hat sich gezeigt, dass sich das Seil selbst bei stärksten Windbelastungen nicht mehr als 1 m vertikal bewegt, ein auf Grund der Größe des Bauwerks unerheblicher Wert.
    Die oft sehr starken Schneebelastungen in Bayern, Wind, Hitze und Regen haben an den Zelten des Olympiaparks bisher keinen Schaden angerichtet. Es gab keinerlei Zwischenfälle. Dies ist neben einer hervorragende Planung auch der fehlerfreien technischen Ausführung zuzuschreiben, zu der Herr Dipl.-Ing. Lehmann zahlreiche interessante Ausführungen und Einblicke geben wird.
    Herr Dipl.-Ing. Lehmann hat 1959 an der Hochschule für Bauwesen Cottbus seinen Abschluss in der Fachrichtung konstruktiver Ingenieurbau gemacht und war in den Jahren 1969 bis 1972 leitender Projektingenieur für die Überdachung der Olympia-Sportstätten in München.

    Der Sondervortrag findet in der Zeit von 15.30 bis 17.00 Uhr im Großen Hörsaal der BTU Cottbus statt. Für weitere Fragen gibt Herr Dipl.-Ing. N. Langner gerne nähere Auskünfte.

    Dipl.-Ing. Normen Langner
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter
    Lehrstuhl Baukonstruktion und Bauphysik
    Tel.: (0355) 69 22 27
    Fax: (0355) 69 37 78
    E-Mail: langner@tu-cottbus.de
    Web : http://www.tu-cottbus.de/LSBauPhysik/


    Weitere Informationen:

    http://www.tu-cottbus.de/LSBauPhysik/


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Organisatorisches
    Deutsch


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