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18.09.1997 00:00

Forschungsforum '97

Dr. Elisabeth Zuber-Knost Presse und Kommunikation
Universität Karlsruhe (TH) - Forschungsuniversität.gegründet 1825

    Nr. 083 / 9. September 1997 / isa

    Forschungsforum '97: Grosse Praesenz der Universitaet Karlsruhe in Leipzig

    Die Universitaet Karlsruhe praesentiert sich auf dem ,Forschungsforum `97" vom 16. bis 20. September in Leipzig mit 17 Projekten aus 13 Instituten. Die messeartige Grossveranstaltung, auf der rund 1.000 Aussteller neue Forschungsergebnisse und produktionsfaehige Anwendungen zeigen, gilt als eines der weltweit groessten Forschungstreffen mit ueberwiegend bundesweiter Beteiligung. Die Schwerpunkte der diesjaehrigen Ausstellung liegen auf den Technologiefeldern Biotechnologie, Gesundheitsforschung/Medizintechnik, Mikrosystemtechnik, Neue Materialien und Weltraumforschung.

    Zeitgleich findet auf dem Messegelaende in Leipzig die Innovationsmesse `97 (17. bis 20. September) und die BIK `97 (Fachmesse fuer Telekommunikation und Computer) statt. Die dabei zu erwartenden Synergieeffekte sollen zu verstaerkten Kontakten zwischen Industrie und Wissenschaft fuehren.

    Ein weiteres Ziel ist es, dem wissenschaftlichen Nachwuchs interessante Einstiegsmoeglichkeiten in die Eigenstaendigkeit zu eroeffnen und vor allem dem Fachpublikum aus Wissenschaft und mittelstaendischer Wirtschaft die Moeglichkeit der umfassenden und schnellen Information zu bieten. Auch die breite OEffentlichkeit ist angesprochen.

    Als Austeller sind vorgesehen:

    - Forschungsinstitute und Forschungseinrichtungen aus dem Geschaeftsbereich des Bundesministeriums fuer Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) und anderer Bundesressorts

    - ausseruniversitaere Forschungseinrichtungen der Laender

    - Forschungsgruppen aus Hochschulen

    - internationale Forschungseinrichtungen mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland

    - Projekttraeger des BMBF zur Praesentation der BMBF-Programme zur Foerderung der Industrieforschung

    - einzelne Unternehmen oder Verbuende als Foerderbeispiele aus BMBF-Programmen

    Das BMBF traegt fuer alle teilnehmenden Forschungseinrichtungen die Kosten fuer die Ausstellungsflaeche und Ausstellungsstaende.

    Die Universitaet Karlsruhe wird mit Projekten zu verschiedenen Themenbereichen vorstellig. Im Bereich Umwelt/OEkologie z. B. stellt das Institut fuer Wasserbau und Kulturtechnik sein BMBF-Verbundprojekt ,Morphodynamik der Elbe" vor. In juengster Erinnerung sind jedem noch die erschreckenden Ereignisse der UEberflutungskatastrophe im Siedlungsgebiet der Oder. Um kuenftig die Folgen wasserbaulicher Eingriffe in Flusslandschaften bzw. moegliche Entwicklungstendenzen (wie z. B. Fortschritt der Sohlerosion, oekologische Hochwasserschutzmassnahmen) grossraeumig aufzeigen zu koennen, hat es sich das Projekt zum Ziel gemacht, geeignete Prognoseinstrumente, insbesondere numerische Simulationsmodelle zu erarbeiten. Dies geschieht am konkreten Beispiel der Elbe. Intention ist hierbei, den Zustand der Elbe, der sich aufgrund der unterschiedlichen Randbedingungen (wie Untergrundverhaeltnisse, Niederschlags- und Abflussdynamik, Hochwasserschutzdeiche und Strombaumassnahmen zur Sicherung der Schiffahrt) eingestellt hat, im Hinblick auf die morphologische Entwicklung zu untersuchen.

    Die Entwicklung einer Kleinstklaeranlage vom Labor bis hin zur Kleinserienfertigung wird vom Institut fuer Ingenieurbiologie praesentiert, ebenfalls fuer den Technologiebereich Umwelt/OEkologie. Ausgestellt wird ein vereinfachtes Modell, darueber hinaus informiert ein Vortrag ueber die Leistungsfaehigkeit der Anlage und die Praxisergebnisse aus dem Einsatz z. B. auf Schiessplaetzen der Armee, unter Tage in Bergwerken sowie in Passagierschiffen und Reisewaggons der Deutschen Bundesbahn.

    Im Bereich Automatisierung/Information wartet das Institut fuer Prozessrechentechnik und Robotik mit einem anschaulichem Vorhaben aus der Mikrosystemtechnik auf. Das BMBF-Verbundprojekt ,RobotMan" hat die Entwicklung eines mobilen Miniaturroboters zur Handhabung von Mikroobjekten zum Inhalt. Die Handhabung von Mikroobjekten erfordert die Entwicklung neuartiger Strategien zur automatisierten Mikromontage, da die bislang erhaeltlichen Roboter fuer diese Aufgaben in jeder Hinsicht ungeeignet sind. Zur Zeit werden praktisch alle Mikromontagearbeiten von Hand unter Mikroskopen oder Vergroesserungsglaesern vorgenommen. Im Rahmen des Projekts ,RobotMan" soll ein piezoelektrisch angetriebener Miniaturroboter entwickelt werden, der ueber pneumatische bzw. piezoelektrische Mikrogreifer verfuegt. Dieser Roboter soll im Gegensatz zu seinen ,grossen" Kollegen nicht fest montiert, sondern frei beweglich sein.

    Das Institut fuer Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik wird gleichfalls auf dem Gebiet Automatisierung/Information mit seinem Projekt ,Maschinelles Lernen fuer den Vertrieb" ausstellen. Ein wichtiger Bestandteil bei der Erstellung von Angeboten ist die exakte Konfiguration und Kalkulation von komplexen Produkten und Anlagen. Die Problematik besteht fuer Unternehmen darin, die fuer ein Softwaresystem zur Angebotserstellung erforderlichen Regeln und Zusammenhaenge bezueglich der Produktstruktur zu formulieren und staendig aktuell innerhalb des Softwaresystems zu pflegen. Ziel des Projektes ist es, wissensbasierte Methoden (Expertensystem, Maschinelles Lernen) zu untersuchen, zu bewerten und zu modifizieren, um die Aktualitaet des Konfigurationswissens (unter Beruecksichtigung von Konsistenz und Vollstaendigkeit) zu gewaehrleisten. Endziel ist ein System, welches sowohl die manuelle Eingabe wie auch den automatisierten Erwerb von Konfigurationswissen zulaesst.

    Naehere Informationen: Arno Lagaly Abt. Forschungsfoerderung - Technologietransfer Tel.: (0721) 608 4357


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Bauwesen / Architektur, Biologie, Informationstechnik, Maschinenbau, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Es wurden keine Arten angegeben
    Deutsch


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