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23.05.2012 14:46

Allianz Zuversichtsstudie: EM-Vorfreude hebt Stimmung in Deutschland

Florian Klebs Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim

    Sonderveröffentlichung zur Fußball-EM 2012 / Jeden Vierten beflügelt Ausblick auf EM / Persönliche Zuversicht erreicht Höchststand

    Schon vor der Eröffnung der Fußball-Europameisterschaft am 8. Juni 2012 hebt die Vorfreude auf das Turnier die Stimmung in Deutschland. Knapp jeder vierte Bundesbürger (23 Prozent) freut sich auf das sportliche Großereignis. Das sind beinahe ebenso viele wie vor Beginn der Fußball-EM 2008. Damals sagten 25 Prozent, dass der Ausblick auf die bevorstehende Europameisterschaft ihre Stimmung „stark“ oder „sehr stark“ hebe. Erneut freuen sich besonders Männer auf das Fußballspektakel: 36 Prozent fiebern dem Anpfiff entgegen. Bei den Frauen sind es zwölf Prozent. Damit heizt die Fußball-EM die Stimmung bei den Männern stärker an als 2008 (plus vier Prozentpunkte). Bei den Frauen ist die Vorfreude dagegen weniger groß als noch vor vier Jahren (minus sieben Prozentpunkte). Das zeigt die aktuelle Allianz Zuversichtsstudie, eine Untersuchung der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim.

    Am stärksten hat sich das Fußballfieber bislang in der Gruppe der unter 30-Jährigen ausgebreitet: Hier geben 36 Prozent an, dass der Ausblick auf die EM sich positiv auf ihre Stimmung auswirkt. In der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren ist die Vorfreude am wenigsten ausgeprägt: Nur 13 Prozent sagen, dass die anstehende Europameisterschaft ihre Stimmung hebt.

    Im Vergleich nach Altersgruppen zeigen die Stimmungsprofile von Frauen und Männern sehr unterschiedliche Ergebnisse: Während Frauen von 14 Jahren bis über 60 eine ähnliche, eher zurückhaltende Vorfreude teilen (elf bis 15 Prozent), freuen sich Männer je nach Alter mehr oder weniger stark auf die Fußball-EM (15 bis 55 Prozent).

    „Insbesondere junge Menschen haben sehr positive Erinnerungen an die letzten Fußball-Großereignisse“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet. „Vor allem die Aussicht auf das Sommerwetter und die ausgelassene Stimmung auf den Fan-Meilen versetzen die Jüngeren schon jetzt in Hochstimmung.“

    Das gute, aber glücklose Spiel des FC Bayern München im Finale der Champions League – rund ein Drittel des EM-Kaders besteht aus Spielern des Rekordmeisters – heizte bereits im Vorfeld der Europameisterschaft die Stimmung an. „Die vergangenen Wochen haben bestätigt, dass der deutsche Fußball zur europäischen Spitze gehört“, sagt Bernd Heinemann, Vorstandsmitglied der Allianz Deutschland. „Die Menschen hoffen nun mehr denn je auf den EM-Sieg der deutschen Elf.“

    Die Zuversicht für Deutschlands Zukunft ist wesentlich höher als im Mai 2008

    Wenn es um Deutschlands Zukunft geht, hat sich die Stimmung gegenüber dem Mai 2008 merklich verbessert: Vor vier Jahren zeigten sich 26 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass sich die Gesamtsituation in Deutschland in den nächsten zwölf Monaten positiv entwickeln werde. Im Mai 2012 teilt mehr als jeder dritte Bundesbürger diese Einschätzung (37 Prozent).

    „Der Ausgang der europäischen Schuldenkrise ist ungewiss. Dennoch sind die Menschen deutlich zuversichtlicher als noch vor vier Jahren zu Beginn der internationalen Finanzkrise“, sagt Prof. Dr. Brettschneider. „Es scheint, als wären die Bürger inzwischen krisenresistenter geworden.“

    Die im Vergleich zum Mai 2008 höhere Zuversicht für Deutschlands Zukunft zeigt sich auch im Detail: In fünf von sechs gesellschaftlichen Bereichen sind die Zuversichtswerte höher als vor vier Jahren. Am positivsten hat sich die Stimmung der Menschen mit Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze entwickelt. Hier liegt der Wert derzeit bei 31 Prozent und damit zwölf Prozentpunkte über dem Vergleichsmonat.

    Auch das Ergebnis für die allgemeine Wirtschaftslage fällt sechs Prozentpunkte höher aus (39 Prozent) als im Mai 2008. Wie schon vor vier Jahren zeigen die Menschen aktuell für die Wirtschaftslage Deutschlands die größte Zuversicht. „Deutsche Unternehmen exportieren immer mehr in andere Länder. Im Frühjahr wurde der bisher höchste Warenwert ausgeführt“, erläutert Prof. Dr. Brettschneider. „Die schwierige wirtschaftliche Situation innerhalb der EU hat die deutsche Wirtschaft in den vergangenen vier Jahren weit weniger beeinträchtigt als andere Länder. Das stärkt das Vertrauen der Menschen.“

    Deutlich größer ist auch die Zuversicht für die staatlichen Sicherungssysteme: Der Wert für die gesetzliche Pflege- und Krankenversicherung hat sich im Vergleich zum Mai 2008 um zehn Prozentpunkte auf 20 Prozent verdoppelt. Für die Zukunft der gesetzlichen Rentenversicherung gibt aktuell mehr als jeder zehnte Befragte (13 Prozent) an, zuversichtlich zu sein. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.

    Im Mai 2012 erreicht die persönliche Zuversicht den höchsten Stand

    Noch nie seit Beginn der Erhebungen zur Allianz Zuversichtsstudie im Jahr 2007 waren die Menschen in Deutschland zuversichtlicher im Hinblick auf ihre persönliche Zukunft als im Mai 2012. Fast drei Viertel der Bundesbürger (70 Prozent) erwarten eine positive Entwicklung für ihr Leben in den kommenden zwölf Monaten. Das sind 13 Prozentpunkte mehr als im Mai 2008. Auch was ihre persönlichen Finanzen betrifft, sind die Menschen zuversichtlicher als vor vier Jahren: 62 Prozent blicken optimistisch in den eigenen Geldbeutel (plus 15 Prozentpunkte).

    „Das große Vertrauen in den Arbeitsmarkt und in die Wirtschaftskraft Deutschlands stärkt auch die persönliche Zuversicht“, erklärt Prof. Dr. Brettschneider. „Mit der Reduzierung des Rentenbeitrags hat die Bundesregierung im Januar ein weiteres Zeichen gesetzt, das bei den Menschen positiv ankommt. Das festigt die Zuversicht für den eigenen Arbeitsplatz und die eigenen Finanzen.“

    Auch die persönliche Versorgung im Alter, bei Krankheit und Pflege stimmt die Menschen deutlich positiver als im Mai 2008. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (46 Prozent) glaubt an eine positive Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten. Am stärksten gewachsen ist die Zuversicht der Menschen für ihre persönliche Versorgung im Alter (plus 17 Prozentpunkte).

    Text: Weik / Lembens-Schiel

    Kontakt für Medien:
    Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim, Fachgebiet Kommunikationswissenschaft insb. Kommunikationstheorie, Tel.: 0711/459 24030, E-Mail: frank.brettschneider@uni-hohenheim.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
    Deutsch


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