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30.05.2012 14:25

Serengeti - ein Wunder der Evolution. Fotosonderausstellung im Museum Koenig, Bonn

Sabine Heine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zoologisches Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig

    Am 29.05.2012 eröffneten die parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Angelika Hünerbein, stellvertretende Direktorin des zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig (ZFMK), Bonn, und Wildlife-Fotograf Uwe Skrzypczak die Sonderausstellung „Serengeti - ein Wunder der Evolution“ im ZFMK. Über 60 faszinierende Aufnahmen in Großformaten von 60 x 80 cm bis zu 100 x 300 cm auf original ©Canson Museumsleinen präsentieren einen der aufregendsten Lebensräume der Erde, die Serengeti. Die Foto-Sonderausstellung ist vom 30.05. - 10.07.2012 zu sehen.

    In Ergänzung der Dauerausstellung „Savanne, das wechselvolle Paradies“ des Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig wecken beeindruckende Bilder ein „Jenseits von Afrika Gefühl“, das uns die Schutzbedürftigkeit des durch den Menschen bedrohten Lebensraumes vor Augen führt. Skrzypczak will mit der Ausstellung auch zum Erhalt der UNESCO-Weltnaturerbestätte beitragen.

    "Wir werden uns weiterhin sehr engagiert dafür einsetzen, die Serengeti als einzigartiges Naturparadies und wichtige Lebensgrundlage für die Menschen in Tansania und Kenia dauerhaft zu sichern", betonte Frau Heinen-Esser in ihrer Eröffnungsansprache.

    Hintergrund ist die Gefährdung dieser Landschaft durch den geplanten Bau einer Fernstraße im Nordteil der Serengeti, die die Wanderwege der großen Tierherden durchqueren und damit das Ökosystem der Serengeti zerstören könnte. Deutschland setzt sich dafür ein, dies zu verhindern. Die tansanische Regierung zieht inzwischen eine Südroute, die den Park umfährt, als sinnvolle Alternative in Betracht. Gleichzeitig sagte Deutschland finanzielle Unterstützung für ein Vorhaben zur wirtschaftlichen Entwicklung der nördlich an die Serengeti angrenzenden Regionen zu, das Naturschutz- und Entwicklungsinteressen gleichermaßen dient.

    Die von Skrzypczak in den Momentaufnahmen festgehaltene Stärke und Schönheit der Tiere heben deren eigenwillige Persönlichkeit hervor, denn auch Tiere unterscheiden sich in Verhalten, Ausdruck und Charakter. Jedes Bild ist eine lange und ausgiebige Betrachtung wert, um die Details von zum Beispiel Fellstrukturen, Lichtspielen oder einfach die eindrucksvollen Gesamtkompositionen zu genießen.

    „Das zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig ist genau der richtige Ort, um eine so phantastische Fotoausstellung wie „Serengeti – ein Wunder der Evolution“ zu zeigen. Der Bezug zu Afrika hat im Museum Koenig Tradition, denn schon Alexander Koenig, der Gründer des Museums, war ein außerordentlich aktiver und angesehener Afrikaforscher“ erläuterte Hünerbein in ihrer Ansprache bei der Eröffnung. Auch in seiner Nachfolge gab und gibt es im Museum Koenig immer eine erfreuliche Dynamik in den Forschungsvorhaben auf dem afrikanischen Kontinent, womit das Museum Koenig eine über hundert Jahre dauernde Fachkompetenz aufweist. Die Wissenschaftler agieren dabei in vielen Regionen, sowohl in den Wüsten, als auch in den Regenwäldern, in Nordafrika oder auf den kanarischen Inseln, die geologisch der afrikanischen Kontinentalplatte zuzuordnen sind.

    "Im Museum Koenig zeigen die Bilder, deren mühsame Erstellung Beharrlichkeit erfordert, ihre ganze Brillianz," freut sich Skrzypczak ergänzend.

    Eine Sonderausstellung wie diese im Museum Koenig eröffnen zu können, bedeutet, dass das ZFMK als Heimstatt exzellenter Forschung und Ort der Bildung und des Wissenstransfers seiner Aufgabe besonders gerecht werden kann. Mit den Sammlungen und Exponaten zum natürlichen und kulturellen Erbe der Menschheit stellt das Forschungsmuseum Alexander Koenig als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft eine einzigartige Infrastruktur bereit. Gleichzeitig trägt das Museum mit seiner Arbeit maßgeblich zur Formung des kulturellen Gedächtnisses der Gesellschaft bei.

    Forschen, sammeln und erklären, die Maximen Alexander Koenigs, durchziehen bis heute das museumspädagogische Konzept des „Erlebnismuseums Koenig“: In inszenierten Lebensräumen können Jung und Alt mit allen Sinnen die Natur erleben und komplexe biologische Phänomene und Lebenszusammenhänge verstehen. Der Dauerausstellungsbereich „afrikanische Savanne“ ist Alleinstellungsmerkmal und besonders geeignet, eine Brücke von der Forschung zur Bildung zu schlagen.
    Die Sonderausstellung „Serengeti – ein Wunder der Evolution“ ist die beste Ergänzung, die man sich wünschen kann.

    Als Partner des Wissenschaftsjahrs Zukunftsprojekt ERDE möchte die Ausstellung auch die Aufmerksamkeit auf den „Erdgipfel von Rio“, oder genauer die „United Nations Conference on Environment and Development in Rio de Janeiro“ lenken. Wenn wir die Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Ressourcenknappheit meistern wollen, sind wir einerseits auf Erfolge in der Forschung angewiesen. Andererseits müssen wir auch den emotionalen Wert der Schönheit der Biodiversität erkennen, um die Akzeptanz der Schutzgedanken zu fördern. Aus diesem Grunde zeigt das Museum Koenig die Ausstellung „Serengeti – ein Wunder der Evolution“ im Wissenschaftsjahr 2012 unter dem Motto „Zukunftsprojekt ERDE “ und lädt die Menschen ein, sich aktiv an der Diskussion und Kommunikation zu beteiligen.

    Ohne eine gezielte Förderung seitens des Bundesforschungsministeriums für Bildung und Forschung und des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen wären diese Erfolge nicht möglich.
    Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Leibniz-Institut für die Biodiversität der Tiere hat es einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Innovative Methoden- und Arbeitsansätze der molekularen Biodiversitätsforschung dienen auch Studien zur Nachhaltigkeit. Das ZFMK hat 89 fest angestellte Mitarbeiter, davon 37 Wissenschaftler. Studenten der Biologie werden in Kooperation mit der Universität Bonn ausgebildet. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.

    Uwe Skrzypczak lebt im nordrhein-westfälischen Detmold und fotografiert seit seiner frühesten Jugend. Ab Ende der neunziger Jahre konzentrierte er sich auf die Natur- und Tierfotografie. Afrika wurde dabei zum Schwerpunkt seiner Arbeit. Seit 2003 widmet er sich intensiv dem Serengeti-Mara-Ökosystem. Während des Museumsmeilenfestes vom 07. – 10.06.2012 wird er beim „Serengeti-Talk“ im Museum Koenig aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz in der Ausstellung im persönlichen Gespräch mit den Besuchern viele Erlebnisse und auch technische Kniffe der Tierfotografie darstellen.

    Öffnungszeiten:
    Di bis So: 10:00 bis 18:00 Uhr
    Mi: bis 21:00 Uhr, letzter Einlass: 20.00 Uhr
    montags nur an gesetzlichen Feiertagen

    Eintrittspreise
    4,50 Euro, reduziert: 2,50 Euro

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    Das Zoologische Forschungsmuseum Alexander Koenig (ZFMK) ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Ministeriums für Innovation, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen. Als Leibniz-Institut für die Biodiversität der Tiere hat es einen Forschungsanteil von mehr als 75 %. Das ZFMK betreibt sammlungsbasierte Biodiversitätsforschung zur Systematik und Phylogenie, Biogeographie und Taxonomie der terrestrischen Fauna. Innovative Methoden- und Arbeitsansätze der molekularen Biodiversitätsforschung dienen auch Studien zur Nachhaltigkeit. Das ZFMK hat 89 fest angestellte Mitarbeiter, davon 37 Wissenschaftler. Studenten der Biologie werden in Kooperation mit der Universität Bonn ausgebildet. Die Ausstellung „Unser blauer Planet“ trägt zum Verständnis von Biodiversität unter globalen Aspekten bei.

    Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören zurzeit 86 Forschungsinstitute und wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen für die Forschung sowie drei assoziierte Mitglieder. Die Ausrichtung der Leibniz-Institute reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute arbeiten strategisch und themenorientiert an Fragestellungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung Bund und Länder fördern die Institute der Leibniz-Gemeinschaft daher gemeinsam. Näheres unter www.leibniz-gemeinschaft.de


    Weitere Informationen:

    http://www.serengeti-wildlife.com/ - weitere Informationen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Biologie, Gesellschaft, Kulturwissenschaften, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


    Uwe Skrzypczak, die parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser und Angelika Hünerbein (von links nach rechts) bewundern die phantastischen Fotos.


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