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01.06.2012 11:46

Ethik der Nachhaltigkeit: Warum für die Zukunft vorsorgen?

Christoph Schröder Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Philosophie München

    Öffentlicher Vortrag mit dem Ethiker Dieter Birnbacher anlässlich des „Rio+20“-Gipfels am 11. Juni 2012

    Das Prinzip der Nachhaltigkeit, das ursprünglich aus der Forstwirtschaft stammt, ist seit der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung von 1992 in Rio de Janeiro in aller Munde. Seitdem hat der Begriff eine „steile Karriere“ gemacht. Von Umweltschutzbewegungen bis hin zu Unternehmen sprechen alle relevanten Akteure davon. So ist nicht nur von nachhaltiger Entwicklung, sondern auch von nachhaltiger Politik, nachhaltigem Unternehmenserfolg oder nachhaltiger Architektur die Rede.

    Bei näherer Betrachtung werden trotz der Verwendung des gleichen Begriffs jedoch sehr unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen.

    Zwar bekennen sich einzelne Menschen und kollektive Akteure oft vollmundig zu Zukunftssicherung und Umweltschutz, das faktische Verhalten weicht jedoch vielfach davon ab. Zudem ist das Konzept der Nachhaltigkeit nur recht vage definiert und die damit verbundenen ethischen Ansprüche bleiben häufig unklar. 20 Jahre nach dem „Erdgipfel“ von Rio de Janeiro trifft sich die internationale Staatengemeinschaft nun vom 20. bis 22. Juni wieder in der brasilianischen Metropole zum „Rio+20“-Gipfel. Bei dieser „Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung“, wird es auch um ethische Grundsatzfragen gehen.

    Die Münchner Hochschule für Philosophie der Jesuiten nimmt den Gipfel zum Anlass für einen öffentlichen Vortrag des renommierten Ethikers Dieter Birnbacher. Unter dem Titel „Warum für die Zukunft vorsorgen? Moralpragmatische Fragen einer Nachhaltigkeitsethik“, erörtert er am Montag, 11. Juni 2012, ab 19.30 Uhr, welche grundlegenden Fragen sich bei Zukunftsverantwortung und Nachhaltigkeit stellen und wie diese angegangen werden können.

    Birnbacher ist seit 1996 Professor für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Er studierte Philosophie, Anglistik und Allgemeine Sprachwissenschaft in Düsseldorf, Cambridge und Hamburg. 1973 promovierte er in Hamburg und habilitierte 1988 in Essen. Fünf Jahre später erhielt er eine Professur für Philosophie an der Universität Dortmund. Birnbacher ist unter anderem Mitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer. Seine Forschungsschwerpunkte liegen besonders in den Bereichen Medizin- und Naturethik.


    Weitere Informationen:

    http://www.hfph.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, Wissenschaftler
    Philosophie / Ethik
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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