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28.06.2012 11:50

Kardinal Reinhard Marx hält zweite Albert-Keller-Lecture

Christoph Schröder Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule für Philosophie München

    Erzbischof von München und Freising spricht am 5. Juli zu „Glaube und Freiheit“

    Das Verhältnis von Glaube und Freiheit war zentral für das Denken des Philosophen und stadtbekannten Münchner Jesuiten Albert Keller. Beide Aspekte waren für ihn kein Gegensatz. Er war vielmehr der tiefen Überzeugung, dass sie sich wechselseitig ermöglichen. So verstanden schafft der Glaube Freiheitsspielräume, setzt umgekehrt aber auch die freie Zustimmung des Einzelnen voraus.

    Nicht nur philosophisch untersuchte Pater Keller diesen eng mit der Frage nach dem Verhältnis von Glaube und Vernunft verbundenen Zusammenhang, wie etwa in seinem Buch „Philosophie der Freiheit“. Auch seine prägnanten Predigten in der Münchner Kirche St. Michael waren von dieser Auseinandersetzung geprägt.

    Bei der zweiten Albert-Keller-Lecture am Donnerstag, 5. Juli 2012, dem zweiten Todestag Pater Kellers, um 19.30 Uhr greift auch Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, das Thema „Glaube und Freiheit“ in der Hochschule für Philosophie München (Kaulbachstraße 31) auf. Mit der Vorlesungsreihe ehrt die Hochschule den 2010 nach langer und in großer Freiheit akzeptierter Krankheit verstorbenen Denker. Einmal jährlich sollen in einem öffentlichen Abendvortrag besonders Redner zu Wort kommen, die sich mutig zur Lage der Gesellschaft, den Zeichen der Zeit wie auch zu Kirche, Politik und Wirtschaft äußern. Ganz im Sinne Pater Kellers sollen sie die Möglichkeit bekommen, auch kontroverse Meinungen zu vertreten. Die öffentlichen Vorträge richten sich an alle, die sich mit wachem Verstand den Fragen unserer Zeit stellen wollen.

    Die Lecture wird aus Spenden finanziert. Viele Spender kannten Pater Keller persönlich und schätzten ihn. Als scharfsinniger Philosoph und tiefer Denker mischte er sich ein und bezog Stellung zu Fragen der Zeit, der Religion, der Kirche, der Politik, der Wirtschaft, Moral und Kultur. Er kannte keine Denkverbote. Mit großer innerer Freiheit bezog er vor einem breiten Publikum Stellung.

    Insgesamt 43 Jahre lehrte Albert Keller an der Hochschule für Philosophie, ab 1969 als Professor für Erkenntnislehre und Sprachphilosophie. Als Rektor der Hochschule überführte er sie 1971 von Pullach nach München in die Kaulbachstraße und organisierte auch die Neuorientierung und Öffnung für Studierende weit über den engeren kirchlichen Kontext hinaus.

    Die Hochschule für Philosophie München ist eine staatlich anerkannte Hochschule in der Träger-schaft des Jesuitenordens. Sie hat momentan knapp 500 Studierende.


    Weitere Informationen:

    http://www.hfph.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, Studierende, jedermann
    Philosophie / Ethik, Religion
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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