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31.05.2002 10:56

Uni Mannheim wählt Jura-Studierende selbst aus

Achim Fischer Abteilung Kommunikation
Universität Mannheim

    Bewerbung bis 15. Juli direkt an der Hochschule möglich/ Bundesweites ZVS-Verfahren für Jura abgeschafft / Gute Chancen auf Studienplatz in Mannheim

    Die Universität Mannheim wählt ab sofort auch im Studiengang Rechtswissenschaft ihre Studierenden selbst aus. Die Neuerung wird schon zum kommenden Wintersemester wirksam. Interessenten für das Fach Rechtswissenschaft können sich noch bis 15. Juli direkt an der Universität Mannheim für einen Studienplatz im kommenden Wintersemester bewerben.

    Die Mannheimer Juristen bieten ihren Studierenden im landes- und bundesweiten Vergleich mehrere Besonderheiten. So weist die Mannheimer Fakultät beispielsweise eine überdurchschnittlich gute Betreuungsrelation von Wissenschaftlern und Studierenden auf; sie verfügt über das breiteste Angebot englischsprachiger Jura-Vorlesungen in ganz Deutschland und sie vermittelt am Arbeitsmarkt stark nachgefragte Spezialisierungen, etwa in den Feldern Wirtschaftsrecht und Internationales Recht. "Ein Jura-Studium an der Universität Mannheim bietet damit klare Vorteile gegenüber dem Studium an einer der Massenuniversitäten", erklärt Professor Dr. Thomas Puhl, Studiendekan der Mannheimer Fakultät für Rechtswissenschaft.

    Ermöglicht wurde das geänderte Bewerbungsverfahren durch einen Beschluss der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Bislang mussten sich bundesweit alle Interessenten für ein Jura-Studium an einer staatlichen Hochschule bei der ZVS bewerben. Anfang April beschloss die ZVS überraschend, das Auswahlrecht für Jura-Studierenden zurück an die Universitäten zu geben. Diesen Schritt hatten die Hochschulen seit Jahren gefordert.

    Fünfzig Prozent ihrer Jura-Studienplätze vergibt die Universität Mannheim künftig nach dem Abitur-Schnitt, zehn Prozent nach Wartezeit und vierzig Prozent nach einem selbst gestalteten Auswahlverfahren. In diesem Verfahren werden neben der Abitur-Note die Fachnoten in Deutsch, Mathematik und der besten Fremdsprache besonders stark gewichtet. Zusätzliche Pluspunkte können außerdem Bewerber sammeln, die bereits eine fachnahe Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vorzuweisen haben.

    "Dieses Auswahlverfahren wird der Situation der Studienbewerber viel eher gerecht als die bisherige zentrale Studienplatzvergabe durch die ZVS", erklärt Studiendekan Professor Puhl. "Vorrang haben für uns die Interessenten, die nachweislich Begabung und Interesse für das Fach mitbringen. Da ist eine gute Note in Deutsch, eine Banklehre oder eine Berufsausbildung als Diplomverwaltungswirt wichtiger als ein mit Sport und Bildender Kunst aufgepäppelter Abitur-Schnitt." Um bis zu 0,8 Notenpunkten können Bewerber ihren Abitur-Schnitt beispielsweise durch Berufsausbildung und -tätigkeit in dem Mannheimer Selbstauswahlverfahren verbessern.

    Noch ein Tipp für angehende Juristen: Studieninteressenten sollten sich nicht nur an ihrer Wunschuniversität bewerben. Ansonsten stünden sie zum Wintersemester unter Umständen mit leeren Händen da. Denn eine automatische Zuteilung zu einer anderen Universität mit noch freien Kapazitäten gibt es nach Abschaffung des ZVS-Verfahrens nicht mehr. Die Chancen auf einen Studienplatz in Mannheim stehen nach Einschätzung der Mannheimer Studienberater indes im Landesvergleich recht gut, da sich viele Abiturienten zunächst am Ruf der Traditionsuniversitäten wie Heidelberg oder Tübingen orientieren.

    Interessenten für ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Mannheim erhalten die Bewerbungsunterlagen für das Wintersemester bei der
    Universität Mannheim, Studienbüro III, L 9,5, 68131 Mannheim oder
    im Internet unter http://studium.verwaltung.uni-mannheim.de


    Weitere Informationen:

    http://studium.verwaltung.uni-mannheim.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Politik, Recht
    regional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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