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04.06.2002 00:00

Simulierter Rundgang in Heidelbergs Vergangenheit

Dr. Michael Schwarz Kommunikation und Marketing
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

    Elektronische Mikrochips mit Grips beim Wissenschaftsmarkt der Universität Heidelberg am 8. Juni 2002 auf dem Universitätsplatz

    Unsere Welt, in der wir leben und arbeiten, ist geprägt von elektronischen Mikrochips. Eingebaut in Geräten, helfen sie uns zu kommunizieren oder zu produzieren. Auf dem Wissenschaftsmarkt der Universität Heidelberg am Samstag werden diese Winzlinge unter die Lupe genommen und unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten gezeigt. "Chips mit Grips" lautet das Thema des ASIC-Labors Heidelberg.

    Das Labor, eine Kooperation von Kirchhoff-Institut für Physik, dem Physikalischen Institut und dem Max-Planck-Institut für Kernphysik zeigt sowohl einfache Anwendungen von programmierbaren Logikbausteinen für Hobbybastler als auch integrierte Schaltungen für die Hochenergiephysik sowie einen dem Nervensystem nachempfundenen rekonfigurierbaren analogen Mikrochip (Artifizielles Neuronales Netz). Um eine geeignete Konfiguration des Chips zu finden, verwenden die Physiker einen Algorithmus, der auf den Prinzipien der natürlichen Evolution beruht. Wie in der Natur nur die am besten angepassten und fittesten Individuen überleben, so setzt sich auch bei diesem Chip die beste Konfiguration durch. Je nach Anforderung rekonfiguriert und passt sich die Chip-Hardware an. Mit dieser Methode lassen sich in kurzer Zeit maßgeschneiderte elektronische Lösungen für schwierige Probleme, wie zum Beispiel die Erkennung von Handschriften, finden. Wie die Hardwareevolution abläuft, wird mit Videofilmen gezeigt. Weitere Anwendungen der unterschiedlichen Mikrochips werden von den Mitarbeitern der kooperierenden Institute vorgeführt.

    Intelligente Schaltungen stecken auch in vielen weiteren elektronischen Geräten, die am Physikalischen Institut entwickelt werden. Mit einem handelsüblichen Legobau-System zeigen Auszubildende, was alles damit möglich ist. So bauten und programmierten sie einen mechanischen Roboter, der mit den Besuchern des Marktes spielen wird. Das Spiel mit den neun Feldern, wo drei Kreuze oder drei Kreise in eine Reihe gesetzt werden müssen, kennt jeder und ist doch nicht so einfach. Wer gegen den Computer spielen will, muss sich schon fünf Minuten Zeit dafür nehmen. Es bleibt abzuwarten, wer cleverer ist - der Computer oder der Spieler aus Fleisch und Blut. Die kleine Demonstration soll den Besuchern zeigen, wie die Auszubildenden am Institut spielend Programmieren lernen. Die Verwendung von Legosystemen hat den Vorteil, dass diese wieder verwendbar sind. Am Stand der intelligenten Legobausteine können sich Freizeittechniker Anregungen holen, solche Anwendungen selbst zu realisieren.

    Komplizierter sind die Arbeiten des European Media Laboratory (EML). Das private Forschungsinstitut für angewandte Informatik entwickelt neue informationsverarbeitende Systeme, bei denen die Technik für den Nutzer nicht mehr zum Hindernis wird. Auf dem Wissenschaftsmarkt präsentiert das EML zwei Projekte aus dem Bereich "Personal Memory", bei denen Heidelberg im Mittelpunkt steht. Mit GEIST wird eine Zeitreise in das Heidelberg zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges möglich. Mit einem mobilen Rechnersystem und einer Spezialbrille erstehen vor den Augen des Nutzers längst zerstörte Gebäude dreidimensional an deren Ort wieder auf. Auf dem Markt werden die simulierte Vergangenheit des Hortus Palatinus und die Stadtmauer aus dem 17. Jahrhundert gezeigt. Das zweite Projekt heißt CRUMPET und ist ein mobiles touristisches Informationssystem, das Reisende vor Ort besser informieren soll. Ein kleiner, individuell zusammengestellter Rundgang mit CRUMPET durch die Altstadt ist am Samstag möglich.
    Georg Sposny

    Rückfragen bitte an:
    Dr. Michael Schwarz
    Pressesprecher der Universität Heidelberg
    Tel. 06221 542310, Fax 542317
    michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
    http://www.uni-heidelberg.de/presse/index.html


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Mathematik, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Physik / Astronomie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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