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10.06.2002 15:22

Die Entdeckung der Freiheit: Amerika im Denken Hannah Arendts

Heidi Neyses Kommunikation & Marketing
Universität Trier

    Internationale Tagung vom 14.-15. Juni 2002 an der Universität Trier. Hannah Arendt wurde während der letzten Jahre zu einer der meist zitierten Autorinnen, wo immer es um Demokratie, Freiheit und politische Moral geht. Eine Internationale Tagung über "Die Entdeckung der Freiheit - Amerika im Denken Hannah Arendts" findet vom 14.-15. Juni 2002 an der Universität Trier statt. Speziell wird die Tagung sich mit Hannah Arendts Verhältnis zur politischen Geschichte und Kultur Amerikas beschäftigen und danach fragen, warum Arendt, im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Emigranten der dreißiger und vierziger Jahre, ihr Denken gegenüber der Erfahrung der amerikanischen Demokratie öffnen konnte.

    Amerika im Denken deutscher Intellektueller ist ein Thema, das durch die Anschläge des 11. September und den daraufhin geführten "Krieg gegen den Terror" unerwartete Aktualität gewonnen hat. Positive Amerikabilder unter kritischen Intellektuellen sind eher die Ausnahme. An Hannah Arendt interessiert uns, dass sie, bei aller Kritik an der amerikanischen Massen- und Konsumgesellschaft, in der amerikanischen Revolution und den politischen Institutionen, die aus ihr hervorgingen, eine mit der griechischen polis vergleichbare Gründung politischer Freiheit sah.
    Die Tagung wird zum einen diskutieren, wie genau der heute immer wieder bemühte, freiheitliche Politikbegriff von Hannah Arendt durch ihre Interpretation der amerikanischen Revolution geprägt ist.
    Zum zweiten soll über eine fachwissenschaftliche Diskussion hinaus aber auch gefragt werden, ob sich aus Arendts Auseinandersetzung mit Amerika Perspektiven für eine Wiedergewinnung politischer Handlungsmöglichkeiten gewinnen lassen. Schließlich tritt das Spannungsverhältnis zwischen der von den amerikanischen Revolutionären "entdeckten" politischen Freiheit auf der einen und den vermeintlichen Notwendigkeiten ökonomischer Vergesellschaftung auf der anderen Seite, das Arendt analysiert, heute schärfer hervor denn je. Lassen sich im Denken Arendts Anhaltspunkte finden für eine Rückgewinnung pluraler Öffentlichkeiten, der Urteilsfähigkeit und des politischen Handelns?
    Diese Tagung ist eine Veranstaltung der Universität Trier, der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz und des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken, Bremen e.V. Die Teilnahme ist kostenlos. Ein Besuch der Tagung ist auch ohne Voranmeldung möglich.

    Informationen zur Veranstaltung:
    Anmeldung an Kontaktadresse

    Prof. Dr. Winfried Thaa
    Universität Trier - FB III
    Politikwissenschaft / Politische Theorie
    54286 Trier
    Universitätsring 8a
    Tel. 0651/201-2135 od. -2127
    Fax 0651/201-3917
    Email: thaa@uni-trier.de

    Das Tagungsprogramm:

    Freitag, 14. Juni 2002

    18.00 Uhr Eröffnung HS 9

    Begrüßung durch den Dekan
    Prof. Dr. Bernd Nicolai

    Begrüßung und Einleitung
    Winfried Thaa, Universität Trier

    Eröffnungsvortrag:
    Otto Kallscheuer (Universität Gießen),
    "The Polis on the Hill. Arendts Lektüre der amerikanischen Politik"

    20.00 Uhr Empfang

    Samstag, 15. Juni 2002

    10.00 Uhr Arbeitsgruppe 1 A 9/10

    Deutsche Kulturkritik und amerikanisches politisches Denken

    Dagmar Barnouw (University of Southern California at Los Angeles),
    "Was ist Revolution? Hannah Arendt und die politische Modernität Amerikas"

    Harald Bluhm (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften), "Von Weimarer Existentialphilosophie zum politischen Denken. Hannah Arendts kreativistisches Politikkonzept im Kontext von Political Science".

    Kommentar: Thomas Geisen, Universität Trier

    15.00 Uhr Arbeitsgruppe 2 A 9/10

    Freedom - Common Sense- Judging

    Horst Mewes (University of Colorado at Boulder),
    "Friends of Public and Personal Liberties: Hannah Arendt's Critique of James Madison's Representative Republic"

    Dana R. Villa (Harvard University, Boston),
    "Arendt and Tocqueville: Public Freedom, Common Sense and Independent Judgement"

    Kommentar: Rahel Jaeggi, Universität Frankfurt

    18.00 Uhr Podiumsdiskussion HS 9

    Entgrenzte Gesellschaft und politische Freiheit

    Konrad Adam, Die Welt
    Michael Greven, Universität Hamburg
    Antonia Grunenberg, Universität Oldenburg

    Moderation: Lothar Probst, Universität Bremen

    Pressemitteilung 97/2002
    Trier, 10.06.2002
    Universität Trier
    Pressestelle
    Leitung: Heidi Neyses
    Tel.: 0651/201-4238
    Fax: 0651/201-4247
    E-Mail: Neyses@uni-trier.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Politik, Recht, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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