idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
11.10.2012 16:38

EU-geförderte Forschungskooperation zur landwirtschaftlichen Nutzung von Bio-Effektoren gestartet

Dr. Gerlinde Nachtigall Pressestelle
Julius Kühn-Institut

    Erste Kick-off Treffen zum Projektstart vom 10. – 12. Oktober 2012 an der Universität Hohenheim.
    „Ressourcenschonung in der europäischen Nutzpflanzenproduktion durch Verwendung von BIOefFEKTORen“ (BIOFECTOR) ist ein herausragendes Projekt im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union. Das Projekt verbindet eine breit gefächerte Expertise von Spitzenwissenschaftlern aus europäischen Forschungsinstitutionen mit in diesem Bereich aktiven, mittelständischen Industrieunternehmen. Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist einer der Projektpartner.

    Ein internationales Konsortium von Wissenschaftlern unter Leitung der Universität Hohenheim hat ein EU-gefördertes Großforschungsprojekt zur Entwicklung alternativer Düngungsstrategien initiiert. Das Projekt wird mit 6 Millionen Euro im 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013) unter der Fördernummer 312117 unterstützt. Start der Website www.biofector.eu voraussichtlich im Dezember 2012.

    Die Deckung des steigenden Nahrungsmittelbedarfs der wachsenden Weltbevölkerung, trotz begrenzter Verfügbarkeit fruchtbarer, landwirtschaftlich nutzbarer Böden, ist eine der großen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte. Eine Ressourcen-schonende Landnutzung erfordert die Entwicklung nachhaltigerer Strategien zur Mineralstoffversorgung von Kulturpflanzen als Alternative zur herkömmlichen Verwendung von Mineraldüngern. BIOFECTOR ist ein integriertes Projekt mit der Zielsetzung, neue Ansätze für die Nutzung von „Bio-Effektoren“ zu entwickeln. Dabei handelt es sich um lebende Mikroorganismen und natürliche Wirkstoffe mit der Fähigkeit, das gesunde Wachstum, die Nährstoffaneignung und die Resistenz von Kulturpflanzen gegenüber abiotischen und biotischen Stressfaktoren zu fördern. Die Bio-Effektoren sollen die Produktivität und Nährstoffausnutzung alternativer Dünger verbessern. So z. B. im organischen Landbau, bei der Verwendung von Recyclingdüngern und bei platzierter Düngung direkt im Wurzelbereich.

    Die im Projekt untersuchten Bio-Effektoren umfassen pilzliche und bakterielle Isolate, für die bereits Wurzelwachstums-fördernde und Nährstoff-mobilisierende Eigenschaften dokumentiert sind. Weiterhin werden marine Algen-, Kompost-, und Pflanzenextrakte und deren aktive Inhaltsstoffe in verschiedenen Kombinationen und Formulierungen getestet.

    Die Versuche werden an Mais, Weizen und Tomate durchgeführt. Nach einer Vortestung im Labor- und Gewächshausmaßstab ermöglicht ein Europa-weites Netzwerk von Feldversuchsstandorten, die neu entwickelten Düngungsstrategien innerhalb der Projektlaufzeit von fünf Jahren unter diversen geo-klimatischen Bedingungen in Europa zu testen.

    Die strategische Kombination solcher alternativer Düngungsstrategien mit speziell an die jeweiligen, dort vorherrschenden Bedingungen angepassten Bio-Effektorprodukten soll dazu beitragen, den Einsatz von Agrochemikalien zu vermindern und eine nachhaltige und umweltfreundliche landwirtschaftliche Produktion zu entwickeln.

    Projektpartner:

    Akademische Institutionen:
    Julius-Kühn Institut (Germany),
    Czech University of Life Sciences (Czech Republic),
    Banat’s University of Agricultural Sciences and Veterinary Medicine Timisoara (Romania),
    Corvinus University of Budapest (Hungary),
    Plant Research International, Wageningen University and Research Centre (the Netherlands),
    University of Naples (Italy),
    University of Copenhagen (Denmark),
    Agri-Food and Biosciences Institute (United Kingdom),
    Anhalt University of Life Sciences (Germany),
    Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Schweiz),
    Agricultural Research Organization (Israel)

    Unternehmen, die auf die Produktion von Bio-Effektoren spezialisiert sind sowie Vertreter landwirtschaftlicher Produzentenverbände:
    BioAtlantis Ltd (Ireland),
    Madora GmbH (Germany),
    ABiTEP GmbH (Germany),
    Prophyta Biologischer Pflanzenschutz GmbH (Germany),
    Sourcon Padena GmbH (Germany),
    AGRIGES s.r.l. (Italy),
    KomTek Miljø (Denmark),
    Arbeitsgemeinschaft Hüttenkalk e.V. (Germany)
    FiBL-Projekte GmBH (Deutschland)

    Die GABO:milliarium mbH & Co KG übernimmt die administrative Projektorganisation.

    Kontaktadressen:
    Kathrin Stoller, GABO:milliarium mbH & Co KG (Projektmanagement)
    Kathrin.stoller@gabo-mi.com
    Tel.: 089 28810415

    Prof. Dr. Günter Neumann, Institut für Kulturpflanzenwissenschaften der Universität Hohenheim (Wissenschaftliche Koordination)
    guenter.neumann@uni-hohenheim.de
    Tel.: 0711 459-24273

    Prof. Dr. Kornelia Smalla (Informationen zu Teilprojekt des JKI)
    Julius Kühn-Institut, Institut für Epidemiologie und Pathogendiagnostik
    kornelia.smalla@jki.bund.de


    Weitere Informationen:

    http://www.biofector.eu - Projekt (Start Website vorauss. Dezember 2012)


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten
    Tier / Land / Forst
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).