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22.01.2013 11:03

Prominente Verstärkung für die Uni

Robert Emmerich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

    Er ist ein Mann mit internationalem Renommee: James Dorsey, Wissenschaftler, Journalist und Blogger, verstärkt ab sofort das Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg. Gleichzeitig übernimmt er als Co-Direktor Leitungsaufgaben am Institut für Fankultur in Würzburg und Köln.

    Die Bandbreite seiner Themen ist groß: James Dorsey hat sich mit ethnischen und religiösen Konflikten im Mittleren Osten, in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika beschäftigt. Er ist gefragter Referent bei internationalen Tagungen der Wirtschafts-, Politik- und Sportwissenschaften. Er gilt als Experte für die Probleme der globalen Wasserverteilung. Und er beschäftigt sich intensiv mit dem Zusammenhang zwischen Fußball, Gesellschaft und Politik. Er hat neben anderen für das Wall Street Journal, die New York Times und die Financial Times geschrieben und wurde zwei Mal für den Pulitzer-Preis nominiert, eine Auszeichnung für hervorragende journalistische Leistungen in den USA.

    Ab sofort wird Dorsey sein Wissen und seine Erfahrungen als Gastwissenschaftler am Institut für Sportwissenschaft der Universität Würzburg einbringen. Gleichzeitig wird Dorsey auch Co-Direktor des Instituts für Fankultur. Das Institut hatte Lange gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Köln vor einem Jahr gegründet. Es bietet eine Plattform für die empirische Forschung über Fan-Kulturen im Fußball und vereint Soziologen, Politologen, Kriminologen und Sozialpsychologen, Wirtschafts- und Rechtswissenschaftler, Ethnologen und Historiker – und natürlich Fußball-Fans. Dorsey steht schon seit Längerem mit Harald Lange im fachlichen Austausch und hat bereits mehrfach an der Universität Würzburg referiert.

    Dorsey, der zur Zeit als Senior Fellow an der international renommierten S. Rajaratnam School of International Studies (RSIS) in Singapur lehrt und forscht, werde sowohl an der Uni als auch im Institut für Fankultur seine vielfältigen Erfahrungen einbringen. „Dies ist ein bedeutender Schritt in Richtung Internationalisierung“, freut sich Institutsleiter Professor Harald Lange über die personelle Verstärkung. Ein „weiterer wichtiger Schritt“ übrigens, nachdem das Institut für Fankultur bereits im vergangenen Jahr eine Vereinbarung über eine Forschungskooperation mit dem International Centre for Sport Security (ICSS) in Katar unterzeichnet hat.

    Derzeit bereiten die Würzburger Fanforscher mehrere Drittmittelprojekte vor und stellen dabei neben der Fanthematik in deutschen Fußballstadien auch internationale Themen in den Mittelpunkt. Dabei geht es in erster Linie um den Zusammenhang zwischen Sport und gesellschaftlichen Entwicklungen – ein Thema, mit dem sich Dorsey unter anderem auf seinem viel beachteten Blog „The Turbulent World of Middle East Soccer“ intensiv auseinandersetzt.

    „Durch die Internationalisierung gewinnen wir weitere Perspektiven und Standpunkte für unsere Forschungsarbeit“ freut sich Lange. Die personelle Verstärkung bringt seiner Meinung nach auch der Universität Würzburg Vorteile: „Dieser Schritt ist eine große Chance für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Würzburg“, sagt er. Damit sei es möglich, Forschung weltweit zu vernetzen und zu betreiben. Dorsey ist von den internationalen Entwicklungsmöglichkeiten des Institus für Fankultur überzeugt: „Das Institut ist in seiner interdisziplinären Vernetzung und Arbeitsweise weltweit singulär, und es bestehen sehr gute Chancen für die internationale Profilierung“, so Dorsey.

    Kontakt

    Prof. Dr. Harald Lange, Institut für Sportwissenschaft, Universität Würzburg, Tel (0931) 31-80283, E-Mail: harald.lange@uni-wuerzburg.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Journalisten, jedermann
    Gesellschaft, Sportwissenschaft
    überregional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


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